Trend in den Parks: Slacklining

Fünf Zentimeter Breite sind nicht viel. Schon gar nicht, wenn sie sich in der Luft befinden und als Untergrund für Füße dienen sollen. Mit einem Sprung erobert Benjamin das gurtähnliche Band, das locker zwischen zwei Bäume gespannt ist. Es wackelt mächtig. Der 23-Jährige weiß die Schwingungen geschickt auszubalancieren. Längst schon ist der Architekturstudent über das Stadium hinaus, nur langsam einen Fuß vor den anderen setzen zu können. Klar, er übt schon eine Weile.

Einfach zum Spaß


„Wir sind eine lustige Truppe, die sich im Nordpark trifft“, erzählt er. Heute sind er und Philip Rios die ersten, die die Leine gespannt haben. Vorsichtig, die Bäume dürfen keinen Schaden nehmen. Nach und nach gesellen sich die anderen hinzu. Ein paar Bäume weiter treffen sich die Nächsten. Zum Slacklinen.

Manche sagen auch Slacklining oder Slacken dazu. Hierbei wird das zweieinhalb bis fünf Zentimeter breite Band locker gespannt, nicht so straff wie beim Seiltanz. Am besten nicht sehr hoch über dem Boden, damit es beim Fallen nicht so weh tut.

Schon länger wird geslackt


Die Trendsportart, die in diesen Wochen immer mehr die Erfurter Parks erobert, entwickelte sich schon Anfang der 1980-er Jahre, aus einer ‚Nebenbeschäftigung‘ von Freikletterern. Nach der Jahrtausendwende verbreitete sich das „Slacklining“ immer mehr auch außerhalb des Klettersports. Für Benjamin und seine Freunde ist diese Art der Freizeitbeschäftigung ein riesengroßer Spaß. Wenn auch ein anspruchsvoller. Schließlich braucht es Balance, Konzentration und Koordinationsvermögen, um sich auf dem mitunter mächtig schwingenden Seil zu halten. Oder gar Kunst­stücke zu vollführen.

„Laufen und hüpfen klappen ganz gut“, erzählt Benjamin. Auch Salto und Handstand kriegen die Jungs meistens hin. Es gibt so vieles, das sich auf der Slackline machen lässt, wissen sie. Manchmal sehen sie sich Tricks im Internet an, versuchen sie nachzumachen. „Aber zu irgendwelchen Meisterschaften wollen wir nicht“, sagen sie. Für sie ist es einfach Vergnügen. Das außerdem gut in Form hält.
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Birgit Muncke aus Gera | 14.05.2013 | 18:37  
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