Vergeblich: Thüringer HC verliert in Sindelfingen mit 27:31

Kerstin Wohlbold (rechts) setzt sich gegen VfL-Spielerin Silke Meier durch. (Foto: Mario Gentzel)
Auf der Zielgeraden sind die Handball-Frauen vom Thüringer HC doch noch einmal gestrauchelt und haben möglicherweise einen Dämpfer zur rechten Zeit erhalten. Ausgerechnet beim VfL Sindelfingen mit Ex-THC-Sportmanager Dago Leukefeld als Cheftrainer auf der Bank unterlag die Mannschaft um Spielführerin Kerstin Wohlbold im letzten Duell der Bundesliga-Hauptrunde mit 27:31 (14:12). Damit kassierte der THC als souveräner Tabellenführer die zweite Saison­niederlage im 21. Punktspiel.

Jetzt ist auch klar, dass es keinen Spaziergang geben wird, wenn am kommenden Wochenende das Play-Off-Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft beginnt. Durch den überraschenden Heimsieg verbesserte sich Sindel­fingen auf Rang sieben, so dass die gleichzeitig gegen den HC Leipzig mit 26:30 ­unterlegene HSG Blomberg-Lippe auf Rang acht abrutschte und nun der nächste Gegner des Thüringer HC am 2. / 3. April sowie im Rückspiel am 9. April in Bad Langen­salza sein wird.

„Wenn wir so spielen wie heute, verlieren wir gegen jeden Gegner“, urteilte THC-Werferin Nadja Nadgornaja. Von der ersten Minute an lagen die Gastgeberinnen in Führung und ließen sich von der bis dahin souveränen Bilanz des Gegners nur wenig beeindrucken. Erst agierte der Thüringer HC zu un­konzentriert in der Offensive und lag schnell mit 0:2 zurück (5.). Später offenbarten sich auch zahlreiche Lücken in der Abwehr, so dass THC-Cheftrainer Herbert Müller beim 5:8 (15.) eine Auszeit nahm, um das Spiel neu zu ordnen.

Zunächst mit Erfolg: Stephanie Subke ­brachte mit dem 9:8 (23.) ihre Mannschaft zum ersten Mal in Führung. Die erhoffte Initialzündung aber war dies nicht, auch wenn man mit 13:12 in die Pause ging. Kurz zuvor nämlich kassierte die THC-Abwehr zwei Tore trotz Überzahlspiel, als bei Sindelfingen Iris Catarius auf der Strafbank schmorte.

Ruhe und Übersicht in der Offensive kehrte auch nach dem Wechsel nicht ein, und auch in der THC-Abwehr fand Sindel­fingen immer wieder Lücken. Dies gelang auch Marielle Bohm, als die frühere THC-Spielführerin zum 24:20 (48.) traf, nachdem zuvor Martina Knytlova einen Strafwurf vergeben hatte. Beim 23:28 (55.) riskierte der Thüringer HC alles und ging zur offenen Deckung über. Aber alles war vergeblich.
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