Verrücktes Play-off - Zwei Überraschungen und fast noch eine dritte

Danick Snelder, Nadja Nadgornaja und Petra Blazek jubeln über den Einzug ins Halbfinale. Und kommt es nun vielleicht sogar noch zum Traumfinale Thüringer HC gegen HC Leipzig? Foto: Mario Gentzel
Von Jens Henning

Die Handballerinnen des Thüringer HC stehen im Halbfinale des Play-offs um die Deutsche Meisterschaft. Sie gewannen das Rückspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe am Ende noch klar 38:28. Das Hinspiel endete 25:25.

Viel knapper ging es in den drei anderen Viertelfinalspielen zu. Zwei der drei Duelle endeten mit faustdicken Überraschungen. In der dritten Partie hat nicht viel gefehlt, und der amtierende deutsche Meister hätte sich vorzeitig verabschiedet.

Zur Chronologie: Als erste Mannschaft musste Bayer Leverkusen die Segel streichen, obwohl Bayer das Hinspiel in Oldenburg 29:27 gewann. Der Zwei-Tore-Vorsprung reichte nicht, weil Oldenburg in Leverkusen mit 27:24 siegte. Oldenburg qualifizierte sich als erste Mannschaft für die Runde der besten Vier. Mit Oldenburg stand letzten Mittwoch auch der mögliche Halbfinal-Gegner für den THC fest.

Am Sonnabend qualifizierte sich der Thüringer HC mit einem klaren Heimsieg für das Halbfinale. Spannung pur gab es in den beiden Sonntag- Partien. Der HC Leipzig hatte zwar das Hinspiel beim VfL Sindelfingen 25:22 gewonnen. Um ein Haar hätten die Leipzigerinnen das gleiche Schicksal erlebt wie Leverkusen. Sindelfingen lag zwischenzeitlich mit sechs Toren vorn. Der VfL mit dem ehemaligen THC-Trainer Dago Leukefeld hatte mehr als ein Bein in der Tür zum Halbfinale. Ein Schlussspurt rettete den HCL und brachte der Nummer eins des deutschen Frauenhandballs einen 30:28-Sieg.

Als HCL-Gegner im Halbfinale wurde nach dem Hinspielen der Frankfurter HC gehandelt. Die Frankfurterinnen besiegten Buxtehude sensationell mit 30:22. Das Polster von acht Toren reichte nicht. Buxtehude gewann 32:22 und löste noch tatsächlich das Ticket.

Was bringen die Halbfinals? Was bringen die Duelle Oldenburg gegen den Thüringer HC und Buxtehude gegen Leipzig? Kommt es zum Traumfinale THC gegen HCL? Oder wird ein nächstes Kapitel "Verrücktes Play-off" geschrieben? Die ersten Antworten gibt es am Mittwoch, 27. April, gegen 21 Uhr. Drei bzw. vier Tage später stehen jeweils ab 15 Uhr die Rückspiele in der Salza-Halle in Bad Langensalza und in der Arena in Leipzig an.

Die THC-Handballerinnen mit dem Meistermacher Herbert Müller treffen erneut auf Oldenburg. Diese Ansetzung gab es bereits im Viertelfinale des DHB-Pokals. Der THC gewann und zog ins Final Four nach Göppingen. Wiederholt sich die Geschichte?

Play-offs.
Der VfL Oldenburg machte im Viertelfinale gegen Leverkusen seine Heimpleite wett und gewann das Rückspiel 27:24; das heißt Halbfinale. Ebenfalls erfolgreich der Buxtehuder SV. Der unterlag in Frankfurt 22:30, gewann aber das Rückspiel 32:22. Auch Buxtehude steht im Halbfinale. Viel knapper waren die Duelle zwischen Sindelfingen und Leipzig. Der HCL gewann zwar zweimal, erst 25:22 in Sindelfingen und dann 30:28 in Leipzig. Souverän sieht anders aus.

3. Liga.
Mit dem Sieg gegen Roude Leiw Bascharage hatte der THC II den Klassenerhalt in der 3. Liga perfekt gemacht. Am Samstag folgte der 34:28-Sieg beim TV Walsum- Aldenrade 07. Der THC II hat jetzt 31 Zähler. Die letzten Gegner in der Liga sind die SG 09 Kirchhof am 30. April, 17 Uhr in eigener Halle und auswärts am 7. Mai, 17 Uhr die HSG Kleenheim. Am 1. Mai muss der THC nach Bad Blankenburg. Ab 14 Uhr stehen sie im Pokalfinale von Thüringen. Gegner ist Noch-Oberligist Aufbau Altenburg.

(piek)
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