Viel gesät, aber keine Ernte: Rot-Weiß Erfurt verliert in Überzahl mit 1:2 bei Darmstadt 98

Andreas Wiegel blieb nach der Einwechslung recht unauffällig. Foto Archiv: Heyder
Darmstadt: Böllentor | Sie haben gekämpft, ein frühes Tor durch Kammlott geschossen (5.) und dann doch wieder alles Erreichte hergegeben. Rot-Weiß Erfurt hat bei den Lilien am Böllentor eine kämpferische Partie abgliefert, in der sie ab der 56. Minute in Überzahl spielen durften. Gemerkt hat man den einen Spieler mehr allerdings nicht.

In dieser Zeit war Darmstadt mit zwei Pfostenschüssen sogar das Team mit den besseren Chancen. Schade für die Thüringer, die sicher aus dieser Partie mit etwas Cleverness wenigstens ein Unentschieden hätten sichern können. Ja in Überzahl hätten verteidigen müssen. Im ersten Durchgang machte Erfurt sogar den besseren Eindruck, als im zweiten Teil der Partie, die man ohne echte Torchance verstreichen ließ.

Dass Dominik Stroh-Engel (27 Tore) der beste Goalgetter der 3. Liga ist, sollte sich auch bis an den Steigerwald herumgesprochen haben. Warum ihn die Erfurter Truppe dann so sträflich vor dem Tor alleine lässt (84.), wo man doch das Personal gehabt hätte, den Mann aus Mittel-Hessen sogar zu doppeln... Wer weiß warum? So fährt Erfurt mit leeren Händen nach Thüringen zurück, wieder ohne Ernte. Und mit der Erkenntnis, dass die Innenverteidigung ohne Laurito ein echtes Problem ist derzeit und regelmäßig wackelt. Kleineheismann hat seine Seite gut im Griff... der Rest der Abwehr aber ist alles andere als eine Mauer.

Und dann noch ein unnötiges Rot


Kurz vor dem Ende leistete sich Luka Odak (89.) noch eine Rote Karte wegen einer Tätlichkeit gegen Stroh-Engel. Dass dieser Hühne etwas theatralisch fällt, ist die eine Sache. Dass Odak überhaupt nach ihm ausschlägt, ist so unnötig wie ein Kropf. Zumal er unmittelbar neben dem Linienrichter steht.

Großes Lob an den seriösen und fairen Kollegen vom Hessischen Rundfunk, der die Partie gut kommentiert hat. Erfurter Stärken würdigte er und Erfurt wurde sportliche Fairness attestiert. Das wünscht man sich zuweilen auch für die Kollegen Kommentatoren anderen Orts.

Da Erfurt nur noch für die Galerie spielt, sollte nun wirklich ein mauerfester Plan geschmiedet werden, wie der Thüringenpokal sicher nach Erfurt kommt. Alles andere wäre eine Riesen-Enttäuschung in dieser Saison, die der Tabelle nach im Niemandsland enden wird.

0:1 Kammlott (5.)
1:1 da Costa (30.)
2:1 Stroh-Engel (84.)
SV Darmstadt 98

FC Rot-Weiß Erfurt
Klewin - Kreuzer, Kleineheismann,
Czichos, Odak - Engelhardt,
Möhwald - Strangl (61. Wiegel),
Drazan - Brandstetter (80. Niet-
feld), Kammlott
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2 Kommentare
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Thomas Hahn aus Erfurt | 26.04.2014 | 22:55  
Axel Heyder aus Erfurt | 28.04.2014 | 10:20  
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