Von wegen Bewegungsmuffel: Sporticus macht Kinder fit

Sie rennen, als wäre das die schönste Beschäftigung auf der Welt. Das ist sie in diesem Moment wohl auch: 18 Kinder aus der Grundschule Urbich treffen sich an jedem Freitagnachmittag für eine Stunde in ihrer Turnhalle. Dann sind sie alle kleine „Sporticusse“. Aber sie
machen mehr als nur Sport.

Pfeilschnell kommt die Antwort auf die Rechenaufgabe. Richtig! Jeder, der bei diesem Spiel gefangen wird, muss erst einmal eine Aufgabe lösen, dann darf er wieder dabei sein. Das macht Spaß.

Organsiert wird diese ungewöhnliche Freizeit-Sportstunde von dem jungen Erfurter Unternehmen „Sporticus“, einem Gesundheits- und Bildungsprojekt, das die motorische Entwicklung von drei- bis zehnjährigen Kindern fördert und die Kleinen zugleich mit den Grundschulfächern konfrontiert.

Rennen, sich bewegen und Neues hinzuzulernen, das ist das, was vom Grundsatz her alle Kinder gern tun, weiß Trainer Sven Thiele von „Sporticus“. Doch nicht alle geben ihrem Drang nach, immer mehr Kinder werden zu Bewegungsmuffeln. Genau dieser und der zunehmenden adipösen Entwicklung junger Menschen möchte das Projekt entgegenwirken und setzt bei der frühkindlichen Förderung an. „Mit unserem Sporticus-Programm wecken wir den Spaß am Sport“, weiß Trainer Thiele.

Trainiert wird einmal pro Woche für 60 Minuten, meist in den Schulen oder im Kindergarten. Wer nach der „Sporticus“-Schnupperstunde dabei bleiben möchte, bucht das Ganze nun für ein halbes (Schul-)Jahr. Unterstützung bei den Kosten gibt es durch das Bildungspaket und durch etliche Krankenkassen. Die Betreuer sind alle ausgebildet, „Sporticus“ arbeitet mit zwei Trainern und zwölf Honorarkräften.

Im Mittelpunkt steht der Spaß an der Sache, alle Bewegungsangebote erreichen die Kinder in spielerischer Form. Sie bewegen sich nicht einfach nur, sondern schulen Gleichgewichts- und Orientierungssinn und können ihre Bewegungsabläufe besser koordinieren. Zudem gibt es Training fürs Gehirn. Sabine Keßler, Leiterin der Urbicher Grundschule, zeigt sich begeistert. „So etwas können wir aber nur im Rahmen unseres Ganztagsschul-Konzepts anbieten.“

Clemens Fritz, Hartwig Gauder und andere bekannte Sportler unterstützen das Projekt, andere Förderer und Sponsoren sind willkommen.Untätig werden sollen die kleinen Sporticusse nach dem halben Sportjahr nicht, sie können dort weitermachen oder sich in einem Sportverein anmelden. „Wir wollen die Kinder zum langfristigen Sporttreiben animieren, ihre Entwicklung fördern und begleiten“, so Sven Thiele.

Schnupperstunden können für Schulen und Kindergärten vereinbart werden.
Kontakt: www.sporticus-mobil.de
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