Wieder nix mit Heidenheim: RWE verliert zu Hause mit 1:2

Heidenheim war einfach schlagkräftiger.
Wer gedacht hatte - wie ich zugegeben auch - in Erfurt wird der nächste Spitzenreiter rasiert (wer rasiert verliert), der hat sich gegen den FCH enttäuscht gesehen. RWE hätte gegen Heidenheim mit einem Unentschieden gut leben können. So aber nutzten die Baden-Württemberger ihre wenigen Chancen konsequent. Zeigten sich abgebrühter.

Auffällig um leise Töne dabei bemüht Smail Morabit, der sich ausgesprochen fair, fast zurückhaltend, gegenüber seinen Ex-Kollegen zeigte. Nach Zusammenstoß mit Klewin hielt er sogar dessen Beine in die Luft, damit Klewin nach Stoß auf die Rippen wieder Luft bekam.

Beide Teams haben sich in der ersten Hälfte neutralisiert, doch Heidenheim hatte die größere Klasse. Sehenswert der Schuss von Marc Schnatterer in der 10. Minute. Vor ihm hatten wir vergangenen Mittwoch mit Ausrufungszeichen gewarnt, sogar in der Überschrift der Kabinenpredigt. Grandios, das muss man leider anerkennen, wie er Odak einfach stehen ließ und ohne Verfolger und Bedrängnis einschoss. Und da zeigt sich der Unterschied: So ein Ding schießt er eben nicht an die Latte oder auf den Torwart.

Ebenso gut der Riecher von Aykut Öztürk, der auf der anderen Seite abstaubte und genau zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle war. Zuvor waren Möhwalds und Tunjic' Versuche gescheitert, den Ball unterzubringen.

In der zweiten Halbzeit hatte Erfurt sogar den besseren Zug zum Tor, jedoch ohne zwingende Chancen. Ander s als Heidenheim mit zwei, drei Hochkarätern. Mit Distanzschüssen weit über das Tor lässt sich kein Spiel umbiegen. Das mussten Fillinger und Engelhardt einsehen Der Kapitän nahm sich zu wenig Zeit für seinen Schuss, wie in 9 von 10 Fällen weit über das Gehäuse hinweg. Klewin ist trotz des Tunnels zum 1:2 kein Vorwurf zu machen. Pech, wie der Ball dann ins Netz trudelte. Zuvor hatte er zwei drei starke Szenen, allein zwei davon gegen Morabit.

Das Fehlen etlicher Stammkräfte war zu merken. Tunjic ist ohne Brandstetter nicht zu solchen Leistungen fähig, wie noch zu Saisonbeginn. Beide hatten sich gut ergänzt. Tunjic alleine ist kaum zu merken. Pfingsten-Reddigs Ballsicherheit fehlte an allen Ecken und Enden, viele Bälle gingen unnötig im Mittelfeld verloren. Der Einsatz von Jonas Nietfeld kam zu spät. In fünf Minuten macht man nicht schnell ein Tor gegen Heidenheim.

Statistik:
Tore: 0:1 Schnatterer (10.), 1:1 Öztürk (39.), 1:2 Göhlert (79.)
FC Rot-Weiß Erfurt: Klewin - Kreuzer, Laurito, Kleineheismann, Odak - Wiegel (77.
Fillinger), Möhwald, Engelhardt, Strangl (67. Göbel) - Tunjic, Öztürk (85. Nietfeld)
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