Wildwasserpaddler küren zum fünften Mal Extremkajakweltmeister im Ötztal

(Oetz – sgh) In genau einem Monat, zwischen dem 4. und 7. Oktober 2012, treffen sich rund 150 der besten Wildwasserkajaker aus 30 Nationen im Tiroler Ötztal, um bei einem spektakulären Sprintrennen auf der legendären Wellerbrückenstrecke den adidas Sickline Extreme Kayak World Champion, also den Weltmeister im Extremkajaksprint zu küren.

Mit einer Fabelzeit von 55,84 Sekunden sicherte sich Kiwi Sam Sutton im vergangenen Jahr nicht nur seinen zweiten WM-Titel in Folge, sondern unterbot damit auch den von ihm in 2010 aufgestellten Streckenrekord um fast drei Sekunden. Dieses Jahr hat sich der 24jährige Neuseeländer aus Rotorua vorgenommen, den Hattrick zu schaffen. Doch die Luft an der Spitze wird immer dünner. Bereits im letzten Jahr lagen die Rennzeiten von Platz 2 (58,0) bis Platz 8 (58,96) innerhalb von nur einer Sekunde. Sutton’s Teamkollege Michele Ramazza (ITA), der 2010 die Silbermedaille gewann, ist in Topform und auch die Olympioniken Mike Dawson (NZL), Vavrinec Hradilek (CZE) – Silber in London - und Hannes Aigner (GER) – Bronze in London – hoffen, von ihrer derzeitigen Slalomfitness bei der adidas Sickline WM zu profitieren.

Im Extremkajaksport gibt es keine offiziellen Verbände. Dennoch wünschten sich viele Expeditions- und Wildwasserkajaker eine eigene Weltmeisterschaft. In diesem Jahr feiert die Extremkajak WM bereits ihr fünftes Jubiläum. „Mit der adidas Sickline WM wollten wir einen Event für die Szene schaffen und ich freue mich, dass die Veranstaltung sowohl von der Kajakweltelite als auch von internationalen Medien so gut angenommen wird“, freut sich Axel Burkhardt, adidas Global Sports Marketing Manager für Olympic Sports, Cycling & Outdoor. „2010 und 2011 wurde das Finale in elf Ländern live im TV übertragen und auch dieses Jahr berichten wir wieder live und in Full HD aus dem Ötztal.“

Die Sickline Weltmeisterschaft
„Sick Line“ nennen Extremkajaker die perfekte, flüssigste und schnellste Linie stromabwärts. Diese gilt es bei der Weltmeisterschaft auf einer von der Natur mit Höchstschwierigkeiten gespickten Wildwasserstrecke unter Rennbedingungen zu finden. Der als „Wellerbrücke“ bezeichnete Abschnitt der Ötztaler Ache ist eine solche Extremstrecke. Der Gletscherfluss hat den Ruf, die Eiger-Nordwand des Wildwassersports zu sein: massives Wildwasser der Stufe 5, das heißt sowohl technisch schwierig, als auch gefährlich. Fehler haben Konsequenzen. Aus diesem Grund wird das Startfeld in zwei Qualiläufen auf einem leichteren Teilabschnitt ausgesiebt. Nur die 45 Besten der Qualifikation dürfen am eigentlichen WM-Rennen teilnehmen. Die Top 3 des Vorjahres – Sam Sutton (NZL), Mike Dawson (NZL) und Paul Böckelmann (GER) - sind automatisch für das Finale an der Wellerbrücke gesetzt.

„Einige Wildwasserkajaker, die an dieser WM teilnehmen, befahren bei ihren Expeditionen zum Teil noch extremere Flussabschnitte und viel höhere Wasserfälle. Doch das machen sie vielleicht einmal in ihrem Leben und da kommt es nicht auf die Zeit an. Bei einer Rennstrecke geht es um verantwortbares Risiko“, erklärt Event Direktor Mike Hamel. „Die adidas Sickline WM testet nicht nur die Fähigkeiten, eine der weltweit schwierigsten Wildwasserpassagen heil runter zu kommen, sondern dabei möglichst schnell zu sein. Auf 280 Metern wird den Athleten technisch und konditionell alles abverlangt, das heißt sie müssen ihr volles Potential auf den Punkt abrufen können, Runde für Runde. Sie dürfen sich keinen Fehler leisten und sie müssen extrem fit sein, denn die Schlüsselstellen, wie der berühmt-berüchtigte Champions Killer, kommen erst zum Schluss.“

Safety first
Aus Sicherheitsgründen ist die Wellerbrückenstrecke von den Behörden das ganze Jahr über gesperrt und wird nur für den Zeitraum der adidas Sickline WM geöffnet. Um die bestmögliche Absicherung der Athleten zu gewährleisten, arbeiten Wasserrettung, Bergrettung und Österreichisches Rotes Kreuz Hand in Hand mit dem veranstaltungseigenen „hf Safety Team“ - zehn Kajakexperten, von denen einige selbst Legenden des Kajaksports sind. „Die Strecke ist buchstäblich überschwemmt mit hochqualifizierten Sicherheitsposten, die innovative Rettungsmittel, wie eine redundante Seilbahn, einsetzen und die Wellerbrücke zumindest ein Wochenende lang in die sicherste Wildwasserstrecke der Welt verwandeln“, sagt Hamel. „Unsere Athleten gehen bei dieser Weltmeisterschaft an ihre physischen und psychischen Grenzen. Wir möchten, dass sie sich ganz auf ihr Rennen konzentrieren können und sich keine Gedanken darüber machen müssen was passiert, wenn sie im 6 Grad kalten Wasser schwimmen.“

adidas Sickline Queen
Wildwasserkajaken ist ein extremer und durchaus gefährlicher Sport. Dennoch finden Jahr für Jahr immer mehr Frauen Gefallen daran. „Das Niveau bei den Damen ist in den letzten Jahren enorm gestiegen, daher lassen wir heuer erstmals die Top 3 Damen im Feld auf der Wellerbrückenstrecke gegeneinander antreten. Die Mädels kämpfen in zwei Läufen um den Titel adidas Sickline Queen. Für uns ist das ein Test. Sollten sich in den nächsten Jahren mehr Frauen für die Extremkajak WM anmelden – derzeit sind es gerade mal acht - würden wir auch eine Weltmeisterschaft für die Frauen in Betracht ziehen“, so Hamel.

Die 48 männlichen Finalisten müssen zunächst zwei K.o.-Runden auf der Wellerbrücke überstehen (Viertelfinale/ Halbfinale), bevor die besten 15 schließlich um Edelmetall kämpfen. Der Athlet mit der langsamsten Zeit aus dem vorangegangen Lauf startet als erster. Er nimmt im sogenannten Hotseat Platz, einem Whirlpool für den Zeitschnellsten, bis seine Zeit unterboten wird.

Miss Sickline
In den vergangenen Jahren konnten die Führenden an der Seite von Miss Tirol im Whirlpool entspannen. Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums veranstalten die Organisatoren am Freitagabend in Oetz ein „Miss Sickline“ Casting, bei dem die Kajaker die Beauty Queen für den Hotseat selber wählen können. Die Siegerin wird in der TV-Liveübertragung und in verschiedenen Fernsehformaten zu sehen sein. Bewerben können sich Mädchen ab 18 Jahre auf der Homepage www.adidas-sickline.com. Fünf Damen dürfen an der Misswahl teilnehmen und werden vom Styling-Team des Friseurs Klemens in Oetz professionell auf Ihren Auftritt vorbereitet.

Ötztal – Ein Paradies für Kajaker
„Wir freuen uns, dass die adidas Sickline WM auch 2012 wieder Kajaker aus der ganzen Welt ins Ötztal zieht”, sagt Tourismusdirektor Oliver Schwarz. „Dieses Jahr sind sogar Athleten aus Australien, Japan, Indien, Chile und Costa Rica am Start. Insidern ist das Ötztal schon lange als eines der schönsten Kajakreviere Europas ein Begriff. Mit seinen Gletscherflüssen bietet unser Tal von Mai bis Oktober Wildwasser in allen Facetten und je nach Wasserstand der Rofener, Venter und Ötztaler Ache finden Kajaksportler aller Leistungsklassen bei uns ihre persönliche Herausforderung. Und das nutzen jedes Jahr mehr Teilnehmer, die schon ein bis zwei Wochen vor der Sickline WM in unserem Alpental trainieren.“

Rundum-Service für Athleten
Vor und nach den Rennen werden die adidas Sickline Teilnehmer perfekt umsorgt. Im adidas Reload Center dürfen sich die Athleten das ganze Wochenende kostenlos von Physiotherapeuten und Masseuren behandeln lassen. Der ehemalige Kanu-Weltmeister und Metzger Uli Knittel sorgt an drei Abenden mit reichhaltigen Buffets im Saal Ez für das leibliche Wohl der WM-Teilnehmer. Kajakfilmer Olaf Obsommer und andere Kajaklegenden präsentieren bei der Big-O Movie Night am Freitag ihre aktuellen Filme. Und für alle, die nach dem Rennen noch nicht müde sind, rockt DJ Chainsaw bei der legendären Champions Party in Jay’s Cantina in Oetz bis zum Morgengrauen.

Weitere Infos und Anmeldung unter www.adidas-sickline.com.

Bei Presseanfragen kontaktieren Sie bitte:

Sonja Güldner-Hamel
PLANET TALK GmbH
eMail: sonja.hamel@planet-talk.de
Tel.: +49-8061-35059-12
Fax: +49-8061-35059-10
www.adidas-sickline.com
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