Ansichtssache: Der "Äntzsche, der gäeschen dn Stroam schwimmd"

Gegen den Strom zu schwimmen, ab und zu mache ich das ganz gerne. Zugegeben. Manchmal allerdings ganz und gar unbewusst. Lustig war es neulich, als ein Händler in Dresden mir eine Moralpredigt im Landesdialekt fabulierte.

Offenbar gab es eine Richtung, in die man seinem Stand hätte betreten und wieder verlassen müssen. „Du bisd da Äntzsche, dea gäeschen dn Stroam geschwomm'n is.“

Ich sagte, 'Ups, Entschuldigung, das hab ich nicht bemerkt.' Sie sollten vielleicht ein Einbahnstraßenschild aufhängen, gab ich eine Empfehlung weiter, auch mit Blick auf internationale Gäste. Die wissen möglicherweise auch nicht, in welcher Fahrtrichtung man den Stand dieses Trödelhändlers zu betreten hat, der seine Tische in einem Halbrund und einen in der Mitte aufgestellt hatte.

Einen Moment lang schaute der Mann völlig verdutzt, bis er noch herausbrachte. „Un mansche Läeude sollde ma nochma uf die Schulä schiggän.“ Da konnte ich ihm nur zustimmen.

Die deutsche Sprache zu erlernen und noch ein kleines bisschen Höflichkeit dazu richtet jedenfalls keinen größeren Schaden an.

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