Endlich Reiten bei jedem Wetter - Der Reitverein Friedrichroda in Zahlen

Pferdefreundin und Vereinsmitglied: Laura Schlufter mit Valencio (Schweres Warmblut).
 
Christiane Hey hat als Vereinsvorsitzende die Zügel fest im Griff. Der Hut verrät es: Jenny Eschrich reitet am liebsten im ­Westernstil. Auf meinAnzeiger.de informiert sie über Neuigkeiten aus dem Verein.
10 Jahre – so lange schon sucht der Reitverein Friedrichroda nach einer eigenen Reithalle. Als sich Ende vergangenes Jahres die Möglichkeit ergab, die Halle hinter dem Lidl-Markt an der Bahnhofstraße günstig zu erwerben, fackelte Vereinsvorsitzende Christiane Hey nicht lange und griff zu. „Ein Neubau wäre für uns finanziell nicht in Frage gekommen.“


800 Quadratmeter misst die Reitfläche der neu erworbenen Halle, die Tribüne rund­herum und die angrenzenden Stallungen sind da noch nicht mitgerechnet. „Jetzt sind wir wetterunabhängig und können den Reitunterricht durchgängig anbieten“, freut sich Hey. Der Allwetterplatz ist nämlich zwei Monate im Jahr lang gefroren und im Sommer sehr staubig. „Wir haben die Halle aber nicht nur für ­unseren Verein gekauft. Es gibt einige Reitvereine im Umkreis und die wenigsten haben eine eigene Halle.“


1. März – diesen Termin sollten sich alle Pferdefreunde vormerken. Mit einem Fest weiht der Verein dann die Halle ein. „Die Mädels haben ganz tolle Programmpunkte einstudiert. Es wird ein Pas de deux geben, bei dem zwei Reiter synchron reiten. Die Kleinen präsentieren mit einer Steckenpferdquadrille, was sie schon für Bahnfiguren können. Wir wollen zeigen, was man alles mit dem Pferd machen kann: Englisch, Western, Kutsche, Springreiten.“ Die Reiter können sich zudem professio­nell auf dem Pferd fotografieren lassen. Ponyreiten und Stadt­touren mit der Kutsche ergänzen das Programm.


3 gegen 3 Reiter treten mit ihren Tieren beim Pferdefußball an. „Die Kinder haben trainiert. Dies ist gar nicht so einfach, denn Pferde sind Fluchttiere“, erklärt Hey.


25 Pferde hat der ­Verein im eigentlichen Stall. Dieser liegt An der Gasanstalt, 300 Meter Luftlinie von der neuen Halle entfernt. Der Verein bildet nicht nur Reiter, sondern auch Pferde aus. Außerdem vermietet er ­Pensionsboxen, bietet Reiterferien und therapeutisches Reiten für Burn-out-Patienten oder Epileptiker an.


80 Mitglieder zählt der Reitverein in Friedrichroda, der seit 13 Jahren existiert. Die große Mehrheit ist weiblich. „Wir sind nicht auf Leistungssport orientiert, sondern arbeiten freizeit- und breitensportlich“, erläutert Hey. „Wir wollen den Leistungsdruck, den die Kinder oftmals schon von der Schule mitbringen, nicht noch durchs Reiten verstärken. Das Reiten soll ein Ausgleichssport sein. Jeder bekommt so viel Zeit, wie er benötigt. Der eine lernt schneller, der andere langsamer.“


75 Jahre ist der ­älteste Reitschüler im Verein. Die Jüngsten starten ab vier Jahren mit dem Pony­führerschein.


15 Euro kostet eine Schnupperstunde. Für 40 Euro pro Monat kann man dann wöchentlich reiten. „Für uns ist es kein elitärer Sport. Ein Pferd zu versorgen, ist schon teuer. Aber der Verein versucht mit verschiedenen Angeboten, jedem das Reiten zu ermög­lichen.“ Zum Beispiel erhalten Mitglieder, die helfen, verbilligte Reitstunden. Andere Mädchen können sich von Sponsoren fördern lassen. Auch Reitbeteiligungen ­drücken den Preis.


Termin
• Termin: Reithalleneröffnung am 1. März ab 13.30 Uhr, Reithalle, Bahnhofstraße 38 (hinter dem Lidl, Beschilderung beachten)
• Kontakt:  01 73 / 5 44 47 33, reitverein-friedrichroda.de
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
12.762
Renate Jung aus Erfurt | 27.02.2014 | 00:57  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige