Gotha erwartet berühmten Besuch: Die "Blaue Mauritius" / Mädchen auf Zack gesucht!

Bei Eckehard Fromm laufen alle Fäden zusammen, als Gesamtleiter des Deutschen Philatelistentages hat der Gothaer Briefmarkenfreund mit den Vorbereitungen alle Hände voll zu tun. Trotzdem nimmt er sich die Zeit, auch noch in seinem Laden zu stehen.
 
Für den Deutschen Philatelistentag sucht die Stadt Gotha eine junge Dame als Werbebotschafterin, die das Kleid mit der "two pences"-Briefmarke trägt, besser bekannt als "Blaue Mauritius. (Foto: privat)

Beim "Deutschen Philatelistentag" Anfang September in Gotha wird auch eine Blaue Mauritius gezeigt. Eckehard Fromm und seine Vereinsmitglieder stecken mitten in den Vorbereitungen.



Sie ist weltberühmt. Sie ist in Großbritannien zu Hause. Ihr Antlitz ist königlich und - sie kommt nach Gotha! Es ist allerdings nicht die Queen, die der Stadt nun doch ihre Aufwartung macht. Eine andere Berühmtheit ist im Anmarsch: Die Blaue Mauitius. Sie ist einer der Briefmarken-Schätze aus der Sammlung der britischen Krone, die Anfang September in Gotha zu sehen sind. „Es war schon lange mein Traum, einen Teil dieser Sammlung in unsere Stadt zu holen“, kann es Eckehard Fromm noch immer nicht fassen, den Schätzen bald ganz nah zu sein. Dabei könne er nicht einmal Englisch, gibt der 71-Jährige lächelnd zu. Aber wenn man einen kennt, der wiederum einen kennt und man außerdem Gastgeber für den Deutschen Philatelistentag ist, funktioniert das Ganze.


Die „Blaue Mauritius“ ist zwar nicht die teuerste Briefmarke der Welt, dafür die berühmteste. Und begehrteste, es gibt nur noch zwölf Exemplare. Auch die erste Briefmarke überhaupt, die „one penny“, wie auch die Mauritius mit dem Bildnis von Queen Victoria versehen, wird in Gotha gezeigt. Außerdem viele andere. „Es gibt Unmengen von Victoria-Briefmarken“, weiß Eckehard Fromm, der nicht nur Vorsitzender des Briefmarkensammlervereins Gotha 1890 e.V., sondern auch der Gesamtleiter dieses Deutschen Philatelistentages ist. Als dieser freut er sich besonders über die enge Verbindung von Gotha und Queen Victoria. Vor genau 175 Jahren - im selben Jahr kamen in Großbritannien die ersten Briefmaken heraus - heiratete die britische Königin den Prinzen Albert des Doppelherzogtums von Sachsen-Coburg und Gotha. Gute Anlässe, das Philatelistentreffen in Gotha neben den königlichen Schätzen mit einer deutsch-britischen Briefmarkenausstellung zu veredeln. In der Wettbewerbsausstellung und im Team-Wettbewerb kämpfen außerdem die Philatelisten mit ihren gestalteten Exponaten um die besten Plätze. Das ist fast schon eine Wissenschaft für sich, wie „ein Buch schreiben, bei dem der rote Faden nicht fehlen darf“, sagt Eckehard Fromm.


Manchmal weiß er in diesen Tagen kaum, wo ihm der Kopf steht. „So viel Organisatorisches hängt da dran!“ Gerade erst hatten er und seine Leute tagelang damit zu tun, nach einer Anfrage aus England die genaue Luftfeuchtigkeit der neuen Bibliothek zu bestimmen. Dann müssen noch 800 Rahmen nach Gotha geholt werden... Die Zeit für seine über alles geliebten Briefmarken allerdings nimmt er sich trotzdem. Sechzig Jahre ist es her, seit die Begeisterung ihn packte. Heute ist er Vorsitzender des größten Briefmarkenvereins in Thüringen, die Gothaer haben 72 Mitglieder. „Es gibt Briefmarkensammler und es gibt Philatelisten“, betont Eckehard Fromm Unterschiede. Er und seine Leute sind natürlich Letztere, sagt er und gerät ins Schwärmen, wenn er vom vollkommen unterschätzten bildenden Wert des Briefmarkensammelns spricht: „Wir befassen uns mit allem, was auf den Marken zu sehen ist, da geht es um Postgeschichte, Zeitgeschichte, Personen, fremde Länder und so viel mehr.“ Im Verein gibt es dazu Vorträge, Gespräche, den Austausch. Philatelisten lernen ständig dazu. Dadurch könne man in mancher Quizshow viele richtige Antworten liefern, ist Eckehard Fromm überzeugt. Manchmal, so gibt er zu, gerate er selbst noch ins Staunen, wenn wieder einmal ein ungewöhnliches Thema auf einer Briefmarke verewigt würde. Zum Staunen ist im September in Gotha noch viel mehr Gelegenheit.

Termin:



114. Deutscher Philatelistentag vom 3. bis 6. September in Gotha mit bilateraler Briefmarkenausstellung Deutschland - Großbritannien (Orangerie) und Schätzen aus der Sammlung der britischen Krone (Winterpalais), Händlerständen, Team-Wettbewerb, German Team Challenge. Infos:www.bsv-gotha.de

Gesucht: Mädchen auf Zack!


Der Bund deutscher Philatelisten sucht eine junge Dame, die anlässlich der Ausstellung in Gotha im Kleid der „Two pence“ als Werberbotschafterin für die Arbeit und die Ausstellungen der Philatelisten unterwegs ist. „Sie sollte auf Zack sein“, fasst Eckehard Fromm die Ansprüche an die Bewerberinnen zusammen. Im Einzelnen heißt das: Bewerben können sich junge Damen zwischen 18 und 37, die mindestens 1,70 Meter groß und schlank sind. Schön wäre es auch, wenn sie Englisch sprechen könnte. Außerdem darf sie sich gern für Briefmarken interessieren. Unterlagen mit Bild bitte bis 14. August an das Büro für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Gotha, Telefon 03621/222234 oder presse@gotha.de.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige