Lachen aus Tradition

Space-Cowgirls aus Schwansee: Am Wochenende steppt der Bär. Foto: Heyder

Im Schwanseer Carnevals-Club wird der Brauch mit Leidenschaft am Leben erhalten

Von Axel Heyder

SCHWANSEE. Es ist eine ­Geschichte, wie sie sich derzeit in ganz vielen kleineren Faschingsvereinen abspielt. Die ersten Auftritte vor dem großen Spektakel an diesem Wochenende liegen bereits hinter den Tänzerinnen. Trotzdem gibt es noch viel zu tun. Und alles passiert in Eigenregie. So auch in Schwansee.

 Selbst wenn ein Außen­stehender Nutzen und Aufwand mit einem Kopfschütteln wegnicken würde, für die Tänzerinnen des Schwanseer Carneval-Clubs (SCC) ist dieser Einsatz ganz normal. Kostüme zu besorgen, jede Woche mindestens einmal zur Probe fahren, all das gehört dazu.

 Die jungen Frauen kommen aus Sömmerda, Erfurt, Kühnhausen, Groß- und Kleinrudestedt. Sie wollen eine Tradition am Leben erhalten und dafür lohnt der Aufwand. „Mein Großvater hat den SCC mit gegründet“, sagt Sitzungspräsidentin Katrin Anschütz, die auch schon Prinzessin in Schwansee war.

 In die 38. Saison gehen die Schwanseer. Viel Traditions­bewusstsein ist hier dabei und zudem eine Menge Spaß. Fast ununterbrochen wird gelacht bei den Proben. Auch dann, wenn mal etwas nicht klappt. Trotz aller Tradition können sich Dinge aber auch hier manchmal verändern: Normalerweise wird in Schwansee ein Prinz erkoren, der sich dann seine Prinzessin aussuchen darf. Nicht so in diesem Jahr, da ging die Sache anders herum: Prinzessin Sandy die I. wurde gekürt und sie suchte sich ihren Prinz selbst aus.
Fündig wurde sie in Erfurt. So regieren Sebastian I. und ­Sandy I. eine Saison lang über die Narren in Schwansee. Und weil Sebastian mal Trommler bei Tympanus Forte war, gibt es auch gleich einen Gastauftritt der in Thüringen bekannten Trommelgruppe.  

 Es ist nur einer der Höhepunkte in diesem Jahr. Der letzte in der Faschingssaison wird der Umzug in Erfurt sein. Mit Wagen Nummer 33 gehen die Schwanseer an den Start für die große Runde. Mit dabei im Cabriolet ist das Kinderpinzenpaar Tony I. und Lena die I.

 Wenn alles überstanden ist, warten weitere Höhepunkte: die Zusammenarbeit mit dem Kirmesverein Großrudestedt sowie die 775-Jahrfeier in Schwansee.
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