Linientreue nach Musik

  Linientreue muss sein. Zumindest hier. Denn dass man beim "Linedance" in Linien tanzt, sagt bereits das Wort. Selbige werden sowohl neben- wie auch hintereinander gebildet. Das Beste daran: Alle Mit-Tänzer bewegen sich synchron. Ein erhebendes Gefühl.

Auf das 'Wir' kommt es an



"Um beim Linedance mitmachen zu können, braucht man keinen speziellen Tanzpartner. Auf das 'Wir' kommt es an!", bestätigt Christian Ochmann die Faszination dieser Tanzart. Er ist Präsident des Erfurter Linedance-Vereins "The Black Boots", den es seit zwölf Jahren gibt. Und hier wird eben das 'Wir' besonders großgeschrieben. Nicht nur auf der Tanzfläche, auf der sich die vielen Solo-Tänzer zum großen Ganzen vereinen.

Eine fröhliche Truppe sind sie, sagt der Chef. Eine, in der man es genießt, zusammen zu sein und eben mal über Gott und die Welt zu plaudern. Auch Probleme werden nicht ausgeklammert, vielleicht weiß ja der Tanznachbar Rat. Das Gemeinschaftsgefühl wirkt auch dann noch, wenn die Musik längst verklungen ist.
Das funktioniert sogar vereinsübergreifend: Wenn bei einer Veranstaltung die ersten Takte der Musik erklingen, legen die Linedancer einfach los. Auch, wenn sie sich vorher nie gesehen haben. Auf einen bestimmten Tanz haben sich alle schnell geeinigt.

Dienstags wird trainiert



Wenn sich die Black Boots - die Damen und Herren mit den schwarzen Schuhen - an jedem Dienstagabend im Sportlerheim in Hochheim treffen, haben sie ein paar Stunden intensiven Trainings vor sich. Schließlich sieht Linedance nur dann gut aus, wenn die Schritte sitzen. Davon gibt es eine Menge.
Mehr als 20.000 Choreografien tanzen Linedancer weltweit. Natürlich muss man nicht alle kennen. "Die Besten von uns haben aber schon so um die 200 Tänze drauf", bewundert Christian Ochmann die Merkfähigkeit mancher Vereinsmitglieder. Denn Linedance ist so viel mehr als zwei Schritte rechts, zwei links, die Beine kreuzen... Aber keine Bange, lacht er, alles sei erlernbar. "Nach einem Jahr bei uns beherrscht man etwa 30 Tänze", schwört er. Die lernt man Schritt für Schritt, im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit Feuereifer



Manchmal gibt es sogar extra Workshops, um sich die neuen Choreografien zu erschließen. Die Black Boots sind mit Feuereifer dabei. Klar, manchmal ist es anstrengend, wieder und wieder zu üben. Vor allem aber macht es Spaß, sich so intensiv zu bewegen. Und dabei eins zu sein. Wenn ab und zu ein Auftritt ins Haus steht, bekommen die Linedancer immer viel Lob. Es sieht schon recht professionell aus, was sie tun.

Davon möchten sich auch ein paar Kinder aus dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf eine Scheibe abschneiden. Die Black Boots sind Partner des Dorfes und bringen dem hoffnungsvollen Nachwuchs Linedance-Schritte bei. Die Kleinen machen sich bisher recht gut. Manchmal dürfen sie sogar schon mit auftreten...



INFO:
Beim Fest der guten Taten am 3. November in Erfurt sind die Black Boots live zu erleben. Weitere Informationen unter www.blackboots-erfurt.de.
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2 Kommentare
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Katrin Hebs (Hundesportverein Stotternheim) aus Erfurt | 18.10.2013 | 11:53  
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Peer Floeckner aus Erfurt | 10.12.2013 | 14:10  
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