Mit dem Dreschflegl durchs Dorf Ballschder Heufest feierte seine vierte Auflage

Die jungen Wilden: das Heufest der Ballschder Dreschflegl` erinnert an Feldarbeit und Lebensfreude
Am vergangenen Wochenende zogen in Ballstädt die Dreschflegl durchs Dorf. Bekleidet wie in den 50ger Jahren und ausgestattet mit Heurechen und Lanz-Bulldog feierten die Jugendlichen das nunmehr vierte Ballschder Heufest auf dem alten Rittergut. Das Festzelt wurde kurzerhand zur Feldscheune umdekoriert. Gäste fanden hier zahlreiche originale Schätze aus Großmutters Zeiten zum Staunen und Anfassen.

Schon am Freitagabend konnten sich die Organisatoren über zahlreiche Zuschauer zum „Wagn´baden“ freuen. Nachdem mit einiger Manneskraft der Leiterwagen in die Schwemme geschoben wurde, erklärten die Dreschflegl´ in einem Bauernstück nach Ballschder Mundart diese Tradition. „Das Stück hierzu stammt aus der eigenen Feder und soll im nächsten Jahr abermals eine Fortsetzung finden“, so die Akteure. Über mangelnden Nachwuchs kann sich die junge Gemeinschaft nicht beschweren – am Samstag zogen schon die Kleinsten auf dem Leiterwagen mit durchs Dorf, während die Großen von Haustür zu Haustür zogen und ihren selbstgemachten Schnaps verschenkten. „Dabei ist es gar nicht mehr so einfach, einen Lanz-Bulldog aufzutreiben“, erklärt Vorstand Pierre Pett und freut sich über das Engagement von Jörg Walter aus Friemar, der die Gruppe bereits zum zweiten Mal begleitete.

Samstagabend hieß es im Festzelt „Leute, Leute - halt´ Euch wacker!“ Die rund 20 Jugendlichen zogen mit ihren Dreschflegeln und Heurechen ins Festzelt ein und feierten bis in die Morgenstunden. Für lautstarke Stimmung sorgten nicht nur die Trinksprüche der Flegl´, sondern auch das Showduett „Diamonds“ mit ihrer Bühnenpremiere. Sie gingen mit Tanz und Gesang über Tisch und Bänke und brachten das Festzelt zum Kochen.
Erstmalig seit Beginn des Heufestes freuten sich die Dreschflegl´ über ein volles Zelt. „Es dauert, bis sich so etwas herumspricht“, meint Pierre Pett. „Wir würden uns natürlich freuen, wenn im nächsten Jahr noch viel mehr Besucher am Samstag und Sonntag den Weg hierher finden.“ Schließlich steckt auch eine Menge Arbeit und logistische Herausforderung dahinter, den Veranstaltungsort auf dem Rittergut herzurichten. Ein paar Tage wird es wohl noch dauern, bis alles wieder in seinen alten Zustand zurückgeführt ist.
Das der Spaß trotzdem nicht zu kurz kommt, merkt man den Dreschflegln´ auch am dritten Tag noch an. Müde, aber gutgelaunt spielen sie mit den Kindern alte Spiele aus Omas Kinderzeit.
Wer das Heufest miterlebt hat, ist begeistert und kommt wieder, da sind sich die Gäste einig.
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