Tierisch ernst

  Weimar: Hundeschule Passion | Hundetrainer Thomas Kümmel über Gesetzeswünsche, Beißattacken,
Selbsterziehung und den Wettkampf Mensch-Hund-Superteam



Das fröhliche Wau, Wau klingt jetzt in Thüringen etwas verstimmt: Die Regierungskoalition hat sich auf strengere Regeln - Rasseliste, Chip und Haftpflichtversicherung für jeden Hund - geeinigt. Das Gesetz muss noch im Landesparlament verabschiedet werden. AA-Redakteur Thomas Gräser sprach mit Thomas Kümmel von der Hundeschule "Passion".





Die Thüringer Politiker tun sich schwer mit dem "Gesetz zum Schutz vor gefährlichen Tieren".

Sie suchten im Vorfeld Rat bei Fachleuten. Das sehe ich positiv. Ich habe nur Angst, dass die Politik nach einem weiteren Vorfall einen "Schnellschuss" auslöst.

Sie meinen eine Beißattacke. Was fordern Sie?

Beißanfälle geschehen meist in der Familie. Sie gehen von Hunden aus, die wenig oder eine falsche Erziehung erhalten haben. Politiker müssen die Menschen mit Hundeängsten schützen und vernünftige Regelungen für Hundehalter aufstellen. Aber für Verfehlungen weniger dürfen nicht alle bestraft werden. Ich hoffe, dass es zu keinem Zwangshundeführerschein kommen wird. Ich hoffe weiterhin, dass die Rasseliste noch gekippt wird.

Wie müsste denn das neue Gesetz aussehen?

Die bestehende Gefahrenhundeverordnung reicht völlig. Es muss nur schnell reagiert werden, wenn jemand mit seinem Hund überfordert ist. Auflagen müssen erteilt und durchgesetzt werden.

Also wird die Verordnung in der Praxis nicht umgesetzt?

Richtig! Die wenigen "schwarzen Schafe" werden nicht schnell genug bestraft, sondern ganze Rassen in Haftung genommen. Immer wird von den "Hundehaltern" gesprochen. Das ist nicht so, denn mindestens 95 Prozent der Hundehalter verhalten sich gesetzeskonform.

Sollten sich Hundehalter selbst erziehen?

Ja. Wenn sie Menschen sehen, die mit ihrem Tier überfordert sind, müssen sie das Gespräch suchen und auf das Fehlverhalten hinweisen - ob auf Kothaufen oder Freilauf im Park. Dazu zählt auch, den Umgang mit dem Tier positiv vorzuleben.

Was kann der Pokalwettbewerb Mensch- Hund- Superteam am kommen den Sonntag in Weimar bewirken?

Er wurde geboren, um etwas für die Erziehung des Hundes zu tun. Er soll Menschen animieren, mit ihrem Hund praxisnah im Alltag zu arbeiten und sich Wissen über den Hund anzueignen. Der Wettkampf gibt Sicherheit im Umgang mit Hunden.



Pokalwettbewerb "Mensch-Hund-Superteam": Am 22. Mai können sich Halter mit ihrem Familienhund auf dem Parcours in der Hundeschule "Passion" in Weimar messen. Zu gewinnen gibt es Pokale und Präsente vom Allgemeinen Anzeiger sowie Gutscheine über 200, 100 und 50 Euro vom Tierfachmarkt Fressnapf.











• „Mensch-Hund-Superteam“, 22. Mai
ab 10 Uhr in der Hundeschule „Passion“
in Weimar-Schöndorf.
• Es gilt, einen Parcours mit 22 Hindernissen
zu überwinden und 30 Fragen
zum Hund zu beantworten.
• Zu gewinnen gibt es Pokale und Präsente
vom Allgemeinen Anzeiger und
Gutscheine über 200, 100 und 50 Euro
vom Tierfachmarkt Fressnapf.
• Die Startgebühr beträgt zwölf Euro.
• Zugelassen sind alle geimpften, haftpflichtversicherten
Hunde ab 20 cm Schulterhöhe, die mindestens
sechs Monate alt sind.
• Anmeldung bis 12 Uhr vor Ort.
Training am 21. Mai von 16 bis 19 Uhr.
• Infos: 0 36 43 - 41 04 47 (nach 18 Uhr)
www.hundeschule-passion.de
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