Ostthüringer Handwerk weiter im Aufwärtstrend

Gera: Handwerkskammer Gera |

Der positive konjunkturelle Aufwärtstrend im Ostthüringer Handwerk hält auch im Frühjahr 2014 an. Das geht aus der aktuellen Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer für Ostthüringen hervor. Die Erwartungen in den Ostthüringer Handwerksunternehmen bleiben auch in den kommenden Monaten sehr optimistisch.

86 Prozent der befragten Betriebe schätzen ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Frühjahr 2013 um vier Prozentpunkte und liegt damit nur einen Prozentpunkt unter dem Rekordniveau aus dem Frühjahr 2012.
Erfreulich ist, dass fast alle Gewerke aufgrund der Konjunkturentwicklung im letzten Jahr mit optimistischen Zahlen aufwarten können. Die Baugewerke erleben, nicht nur aufgrund des milden Winters, nach wie vor Hochkonjunktur. Auch das Handwerk für den gewerblichen Bedarf entwickelt sich dynamisch und legt in der Bewertung der Geschäftslage zu. Ebenso hat sich die Lage im Kfz-Gewerbe gegenüber dem Vorjahr etwas verbessert. Die insgesamt positive Grundstimmung führt auch zu einer Zunahme der Zahl investierender Betriebe. Die Investitionsbereitschaft stieg um fünf Prozentpunkte auf 39 Prozent. Der hohe Auftragsbestand und die gute Geschäftslage wirken sich auch positiv auf die Beschäftigungsentwicklung aus. 88,2 Prozent der Betriebe konnten ihren Personalbestand konstant halten bzw. Neueinstellungen vornehmen. Vor allem im Kfz-Gewerbe sind mehr Mitarbeiter eingestellt worden. Damit unterstreicht das Handwerk einmal mehr seine stabilisierende Wirkung für den Arbeitsmarkt und die Konjunktur in Ostthüringen.
Die Erwartungen in den Ostthüringer Handwerksbetrieben bleiben auch in den kommenden Monaten optimistisch. 90 Prozent erwarten, dass die Geschäftslage konstant bleibt oder sich weiter verbessert. Zehn Prozent der Betriebe rechnen damit, ihren Personalbestand aufstocken zu können. Der zunehmende Fachkräftemangel macht die Besetzung offener Stellen in vielen Gewerken jedoch schwierig.
„Die Umfrageergebnisse sind ein deutliches Signal der Handwerksunternehmerinnen und –unternehmer in Ostthüringen, dass sich der Aufschwung in den kommenden Monaten weiter fortsetzt“, so Klaus Nützel, Präsident der Handwerkskammer für Ostthüringen. „Das Handwerk ist und bleibt die Wirtschaftsmacht von nebenan und treibt den Motor des wirtschaftlichen Aufschwungs weiter voran.“ Damit dies auch in Zukunft so bleibt und die Konjunkturbelebung weiter anhält, ist es von großer Bedeutung, dass die Handwerksunternehmen gerade in punkto Rohstoff- und Energiepreisen nicht weiter belastet werden. Zudem müssen seitens der Politik die richtigen Signale gesetzt werden, um den Handwerksunternehmen Sicherheit zu geben. Insbesondere die Diskussion um die Abschaffung des Steuerbonus auf Handwerkerleistungen sowie die Kritik der Europäischen Kommission an der deutschen Meisterqualifikation sorgen für Unruhe im Handwerk. „Hier erhoffen wir uns ein klares Bekenntnis der Politik zum Beibehalt des Steuerbonus und der Meisterqualifikation als Berufszugang in vielen Gewerken“, so Klaus Nützel.
Nicht zuletzt gilt es, mit Hilfe einer gezielten Bildungspolitik den künftigen gut qualifizierten Fachkräftenachwuchs im Handwerk zu sichern, der dringend benötigt wird. „Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass die duale Ausbildung eine weitere Stärkung erfährt. Statt einer Akademisierung in Deutschland sollte wieder vermehrt Augenmerk auf die Unterstützung der dualen Berufsausbildung gelegt werden.“, so Klaus Nützel abschließend.
Die Frühjahrsumfrage finden Interessierte auf der Internetseite der Handwerkskammer unter www.hwk-gera.de.
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