100 Kirchen - 100 Gottesdienste

Wann? 01.07.2012 10:00 Uhr

Wo? Kirche, Großsaara DE
Superintendentin Gabriele Schaller (li.) und die Kirchenältesten Christiane Ludwig (mi.) und Anneliese Hocke in der schön restaurierten Kirche in Großsaara. Christiane Ludwig organisiert hier mit Ehrenamtlichen und Helfern den Gottesdienst, Anneliese Hocke, die die Küsterarbeiten unterstützt, wird die Glocken läuten.
Großsaara: Kirche | "Geh aus mein Herz und suche Freud" ...
Gera/Großsaara. Mit dem einzigartigen Projekt „Gottesdienst in 100 Kirchen“ will der Kirchenkreis Gera am Sonntag, 1. Juli, zeitgleich 10 Uhr die Gotteshäuser füllen und gemeinsam ein Fest feiern. Wir fragten nach bei Superintendentin Gabriele Schaller und trafen und mit ihr in einer der teilnehmenden Kirchen – in Großsaara.

Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Idee, in quasi allen Kirchen des Kirchenkreises zum gleichen Zeitpunkt einen besonderen Gottesdienst zu installieren?
Die Idee brachte Lektorin Friederike Böcher aus Bad Köstritz mit zu uns in den Kirchenkreis, die selbiges im Kirchenkreis Altenburg miterlebte und davon begeistert war. Auch wir fanden die Idee toll und beschlossen, uns an dieses Projekt zu wagen.

Ich schätze, keine ganz einfache Aufgabe, so viele Kirchen an einem Tag zur gleichen Zeit „unter einen Hut“ zu bekommen?
Richtig – daher hat es auch etwas länger gedauert als geplant. Die Pfarrer und Hauptamtlichen mussten gewonnen werden und natürlich war es eine echte Herausforderung, einen Termin zu finden – nach den großen christlichen Kirchenfesten und vor Ferienbeginn…
Durch den enormen organisatorischen Aufwand und natürlich die inhaltliche Absprache haben wir einen Arbeitskreis gebildet, der sich den unterschiedlichen Aufgaben zur Vorbereitung widmete. Zum Glück konnten wir auf Material aus Altenburg zurückgreifen, was uns eine große Hilfe war.

Wie wird der Gottesdienst aussehen?
Im Grunde genommen ist der inhaltliche Ablauf überall gleich –
Es läuten gleichzeitig die Glocken, es wird die gleiche Kerze entzündet, an allen Orten wird das Lied „Gehe aus mein Herz und suche Freud“ gesungen und die gleiche Predigt gehalten, verfasst von Sabine Michaelis aus Markersdorf. Die Umsetzung geschieht in allen Gotteshäusern individuell, wird gestaltet von den Pfarrerinnen und Pfarrern, von Lektorinnen und Lektoren, von Kirchenmusikern, Ehrenamtlichen, Kindern…

Das Lied steht im Mittelpunkt des Gottesdienstes?
Ja – dieses bekannte Sommerlied von Paul Gerhard, ausgewählt von Kreiskantor Ralf Wosch – zieht sich mit seinen Strophen durch den gesamten Gottesdienst. Es passt ja jetzt schön in die Jahreszeit.

Dann gab es ja noch die Idee, die Jüngsten aus den Orten mit einzubeziehen?
Ja, mit einem Malwettbewerb, zu dem wir Kindergärten und Grundschulen ermutigten. Bis dato machen zwei Schulen und acht Kindergarten mit. Dafür haben wir das Lied – einmal gesungen von Kindern und einmal von Erwachsenen – auf CD gebrannt und an die Einrichtungen gegeben. So können sich die Kleinen besser in das Lied hineinhören, es besser verstehen und danach ihrer malerischen Kreativität freien Lauf lassen. Denn auch hier ist es das Liedtext, der Thema der Malereien sein soll.

Was geschieht mit den Bildern?
Die werden zu diesem besonderen Gottesdienst in der jeweiligen Kirche ihren Platz finden und den Kirchenraum lebendiger gestalten.

Eingeladen sind alle?
Natürlich – jeder ist herzlich willkommen, diesen Gottesdienst mitzuerleben – auch jene, die sonst nicht in die Kirche gehen. Es ist eine Möglichkeit, sich mit christlichen Themen auseinander zu setzen, ohne sich gleich vereinnahmt zu fühlen…Als Zeichen der Verbundenheit der Christen untereinander aber auch dem Miteinander der Menschen in den Städten und Dörfern.
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