15 Jahre offener Fernsehkanal in Gera

Jochen Fasco, Leiter der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM), im Gespräch mit Lucie Böhme und Markus Poppe
Am 31. Oktober 1996 wurde diese Form der freien Medien für die Bürger gegründet. Das Bürgerfernsehen ist inzwischen für Gera ein fester Bestandteil der Medienlandschaft geworden.
Am vergangenen Freitag lud dazu das Team vom offenen Fernsehkanal Gera Nutzer und Gäste zu einer Jubiläumsveranstaltung in Geras Kultlokation „Hugo“ ein.
Ute Reinhöfer begrüßt alle Anwesenden und stellt die beiden Moderatoren des Abends vor. Lucie Böhme und Markus Poppe sind beide 21 Jahre jung und haben ihre ersten Erfahrungen mit dem Fernsehen beim OK Gera gesammelt. Beide studieren inzwischen und möchten ihr Hobby von damals zum Beruf werden lassen. Im Mittelpunkt des Abends steht ein 9-Gänge Menü aus Erinnerungen an 15-Jahre Bürgerfernsehen in Gera. Dazu zählen Politik, Kommunales, Musik, Talk, Sport, Ereignisse und Kunst und Kultur. Zu jedem Gang sind kurze Videosequenzen mit Highlights und lustigen Begebenheiten zu sehen.
Jochen Fasco, der Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM), kann sich noch gut an die Gründung des OK Gera erinnern. In seinem Grußwort dankt er dem Team aber vor allem den ehrenamtlichen Fernsehmachern, ohne die solch ein Programm nicht möglich wäre. Er erinnert an die Presse- und Meinungsfreiheit, für die auch im Herbst ´89 gekämpft wurde. Gerade diese Möglichkeiten der freien Meinungsäußerung spiegeln sich in solchen Medien, wie den offenen Kanälen in Thüringen wider. Er erklärt, dass die Zukunft der Bürgermedien gesichert ist, dass lokale Themen, Medienkompetenz und Medienbildung zum festen Bestandteil der Thüringer Medienlandschaft werden sollen. Die Thüringer Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei Marion Walsmann würdigte als Medienministerin besonders das Engagement des Teams des OK Gera, insbesondere seiner Chefin Ute Reinhöfer, „mit der 1997 die Zukunft des Kanals nach Gera kam“. 70000 Haushalte haben die Gelegenheit die Sendungen des offenen Kanals zu empfangen und mit dem Pixel-Fernsehen gibt es das erste und einzige offene Programm für Kinder im Freistaat. Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm freut sich auf die nächsten 15 Jahre des OKG und ging besonders auf die enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und dem offenen Kanal ein, werden doch die Stadtratsitzungen seit langem schon im Bürgerfernsehen übertragen, jetzt sogar mit Livestream im Internet. Ullrich Erzigkeit, Chefredakteur der Ostthüringer Zeitung (OTZ), gefällt besonders die Experimentierfreudigkeit und der Hang zum Skurrilen am OK Gera. Dabei erinnert er sich besonders an eine Einladung zum öffentlichen Kochen.
Auch ein echter Echo-Klassik Preisträger konnte begrüßt werden. Thomas Niemann war ein Nutzer der ersten Stunde beim OK Gera und leitet jetzt eine erfolgreiche Produktionsfirma. „Ohne den offenen Kanal, wäre ich nicht das, was ich heute bin“, resümiert der Produzent. Den Echo erhielt er für einen Dokumentarfilm über den genialen Dirigenten Carlos Kleiber.
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