150 Jahre Freiwillige Feuerwehr – ein großes Fest für Weida

Wann? 09.06.2012 bis 10.06.2012

Wo? Feuerwehr , Karl-Marx-Straße, 07570 Weida DE
  Weida: Feuerwehr | Den Auftakt der Veranstaltungen bildete der Festakt am Samstag, 2. Juni im Bürgerhaus. Viele Ehrengäste gratulierten nach der Festrede zum Jubiläum: die Wehrleiter aus den Umlandgemeinden, aus der Partnerstadt Neu-Isenburg, die politischen Vertreter und zahlreiche Sponsoren. Landrätin Martina Schweinsburg und Kreisbrandinspektor Stephan Junghans zeichneten verdienstvolle Kameraden und Kameradinnen aus. Als Dienstherr der Feuerwehr Weida vollzog Bürgermeister Werner Beyer verschiedene Beförderungen. Bei toller Stimmung im festlich dekorierten Bürgerhaus feierten die Kameraden gemeinsam bis in die Nacht. Dank gilt ganz besonders den Kollegen aus Frießnitz und Wünschendorf, die die Einsatzbereitschaft für Weida sicherten. Aber auch den Kräften vom DRK und der Stadtverwaltung, für die Bedienung.
In der folgenden Woche waren die Kameraden sehr eifrig. Es wurde gebaut und geputzt. Alles sollte perfekt sein, für das große Festwochenende. Bevor am Mittwoch das große Festzelt aufgebaut werden konnte, mussten die Fahrzeughalle geräumt und gewienert werden. Hier standen am Wochenende Tresen und Kuchentheke. Auch die Garagen wurden hygienisch rein geputzt. Dort wurde die Küche eingerichtet. Die Kameraden an den zwei Gulaschkanonen und am großen Rost sicherten Samstag und Sonntag die Versorgung der Gäste.
Samstag 14 Uhr gings richtig los. Alarm!!! Auf dem Markt hatten sich schon zahlreiche Schaulustige eingefunden, als ein lauter Knall und schwarzer Qualm aus dem Rathausmodell drang, das vor dem Eingang zur Weida-Information stand. Der Türmer auf dem Rathausbalkon meldete mit Glocke und lautem Rufen: Feuer! Feuer! Und schon begann das Spektakel. Die „Eimertruppe“ aus Triebes, die am eigenen Lagerfeuer karten spielte brauchte mehrere Aufrufe, bis sie überhaupt in Bewegung kam und dann mit ihren Holzeimern Wasser aus dem Brunnen zur Feuerstelle „verkleckerte“. Der Einsatz der historischen Handdruckspritze brachte, trotz Mithilfe der Bevölkerung keinen Erfolg. Auch die Leiter, die extra aus der Leitergasse herangeschafft wurde, reichte nicht, um den Türmer zu retten.
Die „Barkas-Besatzung“ hatte nur kurze Schläuche und ließ sich von den Feuerteufeln das Strahlrohl klauen. Erst die neue Technik: Drehleiter, Atemschutzgeräte und Lüfter für den Rauchabzug ermöglichten ein kontrolliertes Abbrennen des Modells, die Rettung des Türmers und die Sicherung des Rathausturmes.
Eine gelungene Darstellung der Entwicklung der Feuerwehrtechnik in 150 Jahren Weidaer Feuerwehr.
Nach dem „Einsatz“ gab es Kaffee und Kuchen im Festzelt, der „Bonbonmann“ und die Hüpfburg wurden von den Kindern belagert und auch das Feuerwehrmuseum aus Makranstädt hatte viele interessierte Besucher. Bürgermeister Herbert Hunkel aus Neu-Isenburg dankte den Weidschen für Ihr Engagement in Zeppelinheim und freute sich gemeinsam mit Bürgermeister Beyer über das gelungene Fest in Weida.
Die Band „Freunde der Nacht“ sorgte am Abend mit neuen und alten Hits für Tanzmusik und Stimmung. Der Garagenanbau war mit Leinwand und Beamer zum „Kinosaal“ und zur Fußballfanarena umgestaltet worden. So konnten auch die Feuerwehrleute und ihre Gäste das Samstagsspiel verfolgen. Leider fanden nur etwa 220 Weidsche den Weg ins Zelt, wo für mehr als 400 Platz gewesen wäre. Besonderes Highlight war die Modenschau „Nur noch kurz die Welt retten…“, bei der Kameraden und Freunde der Weidaer Feuerwehr das Leben eines Feuerwehrmanns früher und heute in Szene setzten.
Besonders die Gäste aus Jöllenbeck und Neu-Isenburg/Zeppelinheim waren angetan von der Atmosphäre und der Stimmung im Festzelt.
Höhepunkt des Jubiläums war jedoch der Festumzug am Sonntag. Am Stellplatz in der Friedhofstraße stand ein großes rotes Auto am anderen, fast einen Kilometer lang. Die Technikfreaks analysierten dort schon die Ausrüstung und Leistung der einzelnen Fahrzeuge. Die Historiker bewunderten alte Wappen, Uniformen und Helme und die Feuerwehrkutsche aus Weckersdorf. Mehr als 50 Bilder, insgesamt fast 500 Mitwirkende setzten sich um 14 Uhr in Bewegung, angeführt von Fahnen- und marschblock, dem heiligen Florian und dem Türmer. Feuerwehrkapelle, Schalmeien und die Signalhörner der Feuerwehren tönten durch die Straßen und lockten die Anwohner an die Strecke. Begeistert verfolgten diese die Aktionen im Festzug: Feuerteufel und „Eimerkette“, die Rettung aus dem brennenden Haus mittels Sprungtuch, aber auch die historische Handdruckspritze und die Hydrantenwagen, die von Turnern und Gerbern, dargestellt von der Jugendfeuerwehr, gezogen wurden. Hochrad fahrende Feuerwehrwehrleute, Auch die Weidschen Kuchenfrauen gaben sich die Ehre. Nicht zu vergessen die Bambinis der Weidaer Feuerwehr, die eifrig ihre kleinen Schubkarren durch die Stadt bugsierten. Und natürlich Feuerwehrautos aller Art und Größe.
Bei herrlichem Wetter folgten die Zuschauer dem Festzug bis ans Gerätehaus und genossen bei Kaffee und Kuchen die Stimmung im Festzelt. Auch Roster und Gulaschsuppe fanden wieder reißenden Absatz.
Ein herzliches Dankeschön allen Helfern und Sponsoren, den Mitwirkenden und verständnisvollen Anwohnern! Weida hat wieder gezeigt, dass man hier zu feiern versteht.
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