Am längsten Tag des Jahres: Fête de la Musique 2015 an noch mehr Standorten in Gera

Auch bei der Fête de la Musique 2015 wird es Weltmusik zu hören geben. Yosl Ber tritt auf dem Puschkinplatz auf.
 
Hat die Fête de la Musique im vergangenen Jahr nach Gera geholt: Lothar Hoffmann.
Das Programm steht, mittlerweile die vierte Variante. „Die endgültige“, atmet Lothar Hoffmann auf. Er kann und will sich nicht auf den Lorbeeren des furiosen Auftakts der Fête de la Musique im vergangenen Jahr ausruhen. Wildfremde Menschen hatten ihn vor Freude umarmt. Ansporn genug, das Straßenmusikfestival, das weltweit immer am Tag des Sommerbeginns stattfindet, auch für 2015 vorzubereiten.

Das Festival generiert keine Einnahmen, kostet aber jede Menge Geld. „Die Finanzlage der Stadt ist ja bekannt, da brauche ich nichts dazu zu sagen. Wir möchten zeigen, dass es auch ohne kommunale Gelder funktioniert, etwas auf die Beine zu stellen“, so Hoffmann. Und damit der Macher nicht allein mit der Organisation und der mühseligen Geldbeschaffung da steht, hat er weitere Kulturbegeisterte um sich geschart und den Verein „Musik für Gera“ im vergangenen Herbst gegründet.

Einen der harten Brocken bei den Finanzen fordert die GEMA. Die hat das Festival mittlerweile in die Kategorie Konzerte eingestuft. „Da hoffe ich auf die Härtefallnachlassregelung. Ansonsten wird eine vierstellige Summe fällig. In Berlin - obwohl dort sogar kommunale Gelder fließen - stand die Fête de la Musique allein wegen der GEMA-Gebühren schon auf der Kippe“, gibt Hoffmann zu bedenken.

Das sind alles Dinge, die im Hintergrund passieren, von denen die Festivalgäste nichts mitbekommen werden. Die können sich hingegen auf über 50 Musikformationen freuen. Voriges Jahr wurde an 13 Standorten im Zentrum der Stadt musiziert, dieses Jahr werden es 18. Hinzu gekommen sind der Puschkinplatz, die Salvatorkirche, die Johanniskirche, der Kornmarkt und der Gustav-Henning-Platz. Technisch aufgerüstet wird ebenfalls. Auf dem Zschochernplatz, dem Puschkinplatz und der Piazza werden Bühnen aufgebaut.

Eröffnet wird die Fête de la Musique bereits am Abend zuvor in der Johanniskirche mit dem Akademischen Orchester und Akademischen Chor der Universität Malmö. Wenn das Festival am 21. Juni, 14 Uhr, gleichzeitig an allen Standorten startet, jagt ein Highlight das andere. Sogar einen Weltrekordversuch rund um den Brunnen am Markt wird es geben. „Andreas Dörlitz wird mit etwa 400 Musikschülern mit dem Cup-Song versuchen, sich ins Guiness-Buch der Rekorde zu spielen“, freut sich Hoffmann. Da das Philharmonische Orchester wegen eines Konzertes im Theater die Fête nicht eröffnen kann, spielen sie das Abschlusskonzert. Ansonsten wird es die gesamte Bandbreite von Chormusik über Hiphop bis hin zu Musik aus anderen Kulturen geben.

„Insgesamt über 1000 Aktive. Das ist schon gewaltig! Und sie kommen nicht nur aus Gera.“, freut sich Hoffmann. Weitere Musiker können sich übrigens noch bis einen Tag zuvor melden. Was ihm momentan noch etwas Bauchschmerzen bereitet, ist die Zahl der Helfer. Hier werden dringend weitere gesucht.

Bei der Frage, wie das alles zu bewerkstelligen ist, schmunzelt der Senior. Die Fête de la Musique, deren Vorbereitung ihn täglich mehrere Stunden kostet, ist nicht sein einziges Hobby. Lothar Hoffmann ist im Theaterverein sehr engagiert, hat dafür eine neue Internetseite erstellt. Auch die Seite www.musiquegera.de läuft unter seiner Federführung. Und als Herzsportarzt ist er tätig. Und, und, und. Tja, dann muss man sich halt früh halb sechs um den Garten kümmern. „Nur nichts liegen lassen. Immer sofort erledigen. Sonst vergisst man es“, hat er sich zur Maxime gemacht.

Fête de la Musique 2015

21. Juni, 14 – 20 Uhr

Eröffnung am 20. Juni, 19 Uhr, in der Johanniskirche mit dem Akademischen Orchester und Akademischen Chor der Universität Malmö

Über 1000 Mitwirkende

18 Spielorte in der Innenstadt

3 BühnenGuiness-Weltrekordversuch mit dem Cup-Song

Weitere Infos: www.musiquegera.de

Fotos von 2014 auf www.meinanzeiger.de

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Michael Kleim aus Gera | 13.05.2015 | 13:56  
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