Auf den Spuren von Otto Dix - Schüler erwecken Bilder des Künstlers zum Leben

Chefreporter Laura und Maxine bei der Arbeit (Foto: Stefan Gabel)
 
Straßenbahn Haltestelle Otto Dix am Hofwiesenpark (Foto: Stefan Gabel)
Gera: Stadtmuseum | Viele Projekte und Ausstellungen in der Stadt Gera ranken sich um den 120. Geburtstag des in Gera-Untermhaus geborenen Malers und Grafikers Otto Dix.
24 Schüler der 3. und 4. Klasse der Wald- und Neuland-Schule nahmen das zum Anlass, sich auch mit dem Leben des Künstlers zu beschäftigen. Der Film „Haltestelle Otto Dix“ ist das Ergebnis eines Videoprojektes und wurde am 23.11.2011 im Stadtmuseum Gera uraufgeführt. Die Idee, Dix Bilder lebendig werden zu lassen, hatte Ute Reinhöfer, der Leiterin des OK Gera. Gemeinsam mit Stefan Gabel einem Projektbetreuer vom Filmclub Gera-Pforten.e.V. und vielen Partnern, sollte das Projekt auf dem Weg gebracht werden. 15 Monate wurde intensiv an der Umsetzung gearbeitet. Gedreht wurde in Gera, Dresden, Chemnitz, Eisenach und in Hemmenhofen am Bodensee. Insgesamt ergaben das 12 Stunden Filmmaterial. Letztendlich wurden daraus 28 Minuten Film. Man sieht den Kinderreportern und den Mitwirkenden das Interesse und die Freude bei der Umsetzung der Ideen während des Filmes an. Die Bilderausstellung im Otto Dix Haus Gera-Untermhaus leitet wie ein roter Faden durch den Film. So sollte auch das Bild „Schlittschuhläufer auf dem Bodensee“ lebendig werden. Dazu führte es die Filmemacher an den Bodensee, wo Otto Dix die Hälfte seines Lebens verbrachte. Ein Sohn des Künstlers, Jan Dix, erzählte den Chefkinderreportern Laura Friedemann und Maxine Böttger viel Interessantes von seinem Vater und dessen behutsamen Umgang mit den künstlerischen Fähigkeiten seiner Kinder.
Aber auch die Erinnerungen, die der junge Dix mit den Schrecken des ersten Weltkrieges verband, lassen die Schüler in einer Spielszene lebendig werden. Die Kinder entdecken auf dem Bild „Straße bei Milbitz“ den Rauch einer vorbeifahrenden Dampflokomotive, lassen einen historischen Zug die Strecke noch einmal passieren und schließen mittels einer Flaschenpost den Bogen zum Bild „Blick auf Untermhaus“. Marcella Braun, eine Enkeltochter von Otto Dix, lebt in Hamburg und arbeitet als Grafikdesignerin. 1969, im Todesjahr von Otto Dix, entstand sein letztes „Selbstporträt mit Enkelin Marcella“, das den gealterten Dix mit der Enkelin als Baby zeigt. Auf Einladung des Filmteams war Marcella Braun das erste Mal in Gera und stand den Schülern in einem Interview Rede und Antwort.
„Es war nicht einfach diesen Film zu drehen, es gab Hindernisse und auch die Kosten waren nicht unbedeutend“, sagte Stefan Gabel zur Begrüßung und dankte allen Förderern und Sponsoren ganz herzlich, denn ohne diese Unterstützungen wäre der Film nicht möglich gewesen.
Der Leiter des Fachdienstes Kultur der Geraer Stadtverwaltung, Dr. Frank Rühling bedankte sich bei den Filmteams Neulandfilm und Filmclub Gera-Pforten.e.V., bei allen Mitwirkenden und besonders bei den Kindern, “die uns ganz spannend eine neue Sicht auf die Bilder vermittelten. Herzlichen Glückwunsch zu den Film.“ Im Anschluss wies er auf weitere Veranstaltungen im Rahmen des 120. Geburtstages von Otto Dix hin. Den Höhepunkt wird die Ausstellung "Otto Dix retrospektiv" in der Orangerie bilden. Vom 3. Dezember 2011 bis März 2012 werden 100 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Grafiken des Künstlers dort zu sehen sein.

Wer diesen Film sehen möchte: Ab 30. November läuft er zwei Wochen im Offenen Kanal Gera.
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1 Kommentar
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Steffen Weiß aus Gera | 04.12.2011 | 19:30  
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