Baustelle Osterburg

Blick vom Turm auf die Baustelleneinrichtung in der Aumaer Straße
 
Das 1. Gerüstpodest steht im Burggarten.
Seit März wird bereits an der Schlosswache gebaut. Das marode Schlossvorgebäude von 1717 war im Februar abgerissen worden und wird nun nach historischem Vorbild wieder aufgebaut. Nächste Woche soll der Dachstuhl aufgesetzt werden. Deshalb ist am 6. und 7. Juni die Zufahrt zur Osterburg gesperrt. Da am hinteren Eingang seit letzter Woche der Kran für die Arbeiten am Burgturm steht, ist die gesamte Burg an diesen beiden Tagen voll gesperrt. Ansonsten sollen alle Arbeiten bei laufendem Betrieb stattfinden. Die Ausstellungen im Turm, das 360°- Museum, die Baugeschichte und die Gerichtsbarkeit sind nach wie vor zu besichtigen. Auch die Jahresausstellung zur Goldwäscherei ist jederzeit sehenswert. Der Höfische Lustgarten wird jedoch weitgehend gesperrt sein, da er im Schwenkbereich des Kranes liegt. Der Weg und die Treppe zum Burghof sind ebenfalls nicht nutzbar. Aufgrund der Baustelleneinrichtung am Platz gegenüber der Schlosswache (wo ebenfalls noch bis voraussichtlich Ende Juli gebaut wird) bleibt auch der Rundweg gesperrt.

Die Weidaer sind begeistert, denn die Rettung der Turmspitze hat begonnen. Derzeit sind die Gerüstbauer am Werk. Auch für die Profis ist es eine Herausforderung, das Gerüst um den 54 m hohen gestuften Bergfried zu bauen. Schließlich muss dass Gerüst nicht nur einer immensen Windlast standhalten, sondern auch den Personen- und Materialtransport bis in die schwindelnden Höhen ermöglichen. Wenn man jetzt stadtseitig noch nicht viel sehen kann, überragt doch das 1. Podest schon die Mauer des Gefängnisgartens. Hier wird der Lastenaufzug montiert. Bis Pfingsten soll das Gerüst fertig sein. Dann beginnen endlich die Sanierungsarbeiten.
Die Spitze wird bis unter den 3. Kranz zurückgebaut und Stein für Stein neu errichtet. Der Bereich bis zum 2. Kranz wird vom noch vorhandenen Putz befreit und mittels eines besonderen Verfahrens neu verfugt. Die Firma Steinmetz Kahnt aus Greiz führt diese Instandsetzungsarbeiten durch. Die Spitze bekommt eine neue Beleuchtung und den erforderlichen Blitzschutz. Den oberen Abschluss des Turmes wird die neu gestaltete Wetterfahne bilden. Die Arbeiten sollen im Oktober / November abgeschlossen sein.

Insgesamt liegt die Auftragssumme bei ca. 430.000 €, 80 % davon (= 350.000 €) werden aus dem ELER-Programm der EU (Europäischer Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raumes) und aus dem
Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert. Die Bürgerinitiative zur Rettung der Turmspitze hat inzwischen mit ihren zahlreichen Aktionen mehr als 55.000€ Spendengelder gesammelt. Mit der Publicity in den sozialen Netzwerken facebook und meinVZ konnten die engagierten Weidaer viele Fans gewinnen und die Burg so weiter bekanntmachen.

Das wird auch künftig notwendig sein. Denn die geplanten Baumaßnahmen gehen noch weiter. Voraussichtlich im Juli beginnen die Arbeiten am Neuen Schloss. Hier sind die Dacherneuerung (Zimmermannsarbeiten und Schieferdeckung) und die Fassadenerneuerung (Gewände, Fenster, Putz, Farbgestaltung) geplant. Auch diese Sanierung wird aus dem europäischen Förderprogramm finanziert. Näheres dazu später.
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