Das KuK muss bleiben. Bericht einer Beteiligten

Das KuK - ein Herz im Herzen Geras
Gera: KuK | Das KuK in Gera ist seit seiner Eröffnung im Jahre 1981 DIE Adresse für Großveranstaltungen, Feste und Kongresse, für Jung und Alt, Tanz, Ballett und Pop in Gera gewesen. Auch heute ist es immer noch beliebt und gut besucht von Menschen aus Gera und Umgebung. Dieses größte Haus seiner Art in Thüringen steht seit vergangenem Jahr unter Denkmalschutz und soll nun als Veranstaltungssaal aus städtischer Verantwortung entlassen werden. Gera muss sparen und zuerst wird hier bei Kultur Hand angelegt. Doch Bürger von Gera wollen das KuK als Veranstaltungshaus erhalten und ggf. als eine Genossenschaft betreiben. So war am 14. Februar die Rede des Vereines von weiteren Vorhaben von "Wir für das KuK e.V." An diesem Abend waren vor allem Politiker, Stadtverwaltungsmitarbeiter und am KuK interessierte Bürger dem Ruf des Vereins gefolgt, um bei einer Informationsveranstaltung über das KuK und dessen ungewisse Zukunft zu diskutieren. An die 150 Gäste waren gekommen.

Zwei Podien wurden gebildet, die für den OKG aufgezeichnet wurden. In der ersten Podiumsrunde ging es um Informationen über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Hauses und des Vereins bzw. der zu gründenden Kulturgenossenschaft nach dem Vorbild des Kulturhauses Annaberg. In der zweiten Runde waren alle demokratischen Parteien, die im Stadtrat vertreten sind, ausgenommen der CDU, vertreten. Auch die Piratenpartei nutzte die Möglichkeit, sich und ihre Vorstellungen vom KuK hier vorzustellen. Ich war auch dabei. Es war für mich, wie in letzter Zeit häufiger, eine Premiere und deshalb eine besondere Herausforderung als grüne Listenzweite für die Stadtratswahl Farbe zu bekennen. Einig waren sich alle Podienbeteiligten, dass es auch nach 2014 mit Veranstaltungen im KuK weitergehen muss. Frau Dr. Hahn war anwesend und wurde in der anschließenden offenen Fragerunde desöfteren angesprochen und kritisiert. Unklar ist nach wie vor, ob und in welcher Form die Stadtverwaltung einen Plan, ein Konzept für Kultur hat. Wo darf der Rotstift angesetzt werden und wo nicht? Welche Alternativen gibt es? Der Bürger befürchtet zudem mangelnde Initiative der Mitarbeiter und der Stadtspitze. Man fragt sich: Wo soll der Weg in der Kulturlandschaft Geras hingehen? Wird genug getan, um das Marketing anzukurbeln? Gibt es genug Bemühungen um Hilfen oder Patenschaften zu gewinnen? Was gibt es für Beispiele, die ähnlich gelagert sind? Kann man von Erfahrungen anderer Häuser lernen?

Ich persönlich habe Bauchschmerzen, wenn hier komplett auf die Karte der Eigeninitiative von unbedarften Bürgern gesetzt wird, ohne entsprechende fachliche und ehrliche Begleitung durch die Fachämter und Oberhäupter der Stadt, vom Land und möglicherweise auch vom Bund. Deutlich wurde an dem Abend, dass es schwierig war, die Stadt und den Verein an einen Tisch zu bekommen um gemeinsam nach Lösungen zu suchen ohne einfach Verantwortung beim anderen abzuladen. Ein Interessenbekundungsverfahren wird gerade eingeleitet. Wie auch immer der Ausgang sein wird und die Eigentumsverhältnisse sich entwickeln, das Veranstaltungshaus soll bleiben. Mit verbessertem Management, Marketing und Gastronomie die sich schmecken lässt, mit einem Konzept für die Nutzung der zahlreichen Nebenräume eingebettet in ein Gesamtkulturkonzept der Stadt und Region kann und muss dies gelingen. Ich glaube jedoch, dass man die öffentliche Hand nicht aus der Verantwortung entlassen soll. Der Verein tut sein Bestes als Förderverein, der einen runden Tisch gründet und auch finanziell unterstützen will. Wird es vielleicht bald heißen "Geraer besetzt euer KuK!"? Fest steht schon, dass "Wir für das KuK e.V:" mit einer Benefizveranstaltung Geld für das KuK sammeln wird, damit die 2,1 Millionen Euro für die Grundsanierung zusammen kommen. Begonnen wurde schon mit einer Spendensammlung am selben Abend. Vielleicht gibt es ja, da das KuK seit 2013 ein Baudenkmal ist, auch Mittel aus dem Denkmalschutz. Hoffen wir das Beste und unterstützen wir die Initiativen für unser Herz im Herzen von Gera nach besten Kräften.
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3 Kommentare
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Renate Jung aus Erfurt | 15.02.2014 | 18:35  
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Steffen Weiß aus Gera | 16.02.2014 | 10:50  
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 25.04.2014 | 20:36  
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