Ein Fest für internationale Kultur und Integration - Geraer Bürgerfernsehen lud zu (Über)brücken nach Untermhaus ein

Carla Nelson beim des 2. internationalen Kulturfest "(Über)brücken"
Gera: Untermhäuser Brücke | Unter dem Thema „Fremd und willkommen sein“ organisierte der OK Gera am 7. Juli 2013 die zweite Auflage eines multikulturellen Festes für alle Geraer. Symbolisch, nahe der Untermhäuser Brücke, möchte die Veranstaltung Brücken schlagen für alle Mitbürger. Das Thema Integration bestimmte Musik und Talkrunden.
Tanja Thos vom Freundeskreis Flüchtlinge e.V. Gera bezeichnet das derzeitige Asylverfahrensgesetz als nicht mehr zeitgemäß und mahnt dringende Veränderungen an: „Es ist immer noch ganz viel Aufklärung unter der Bevölkerung notwendig, um die bestehenden Distanzen abzubauen“. Die in Gera geborene amerikanische Musikerin Carla Nelson und der Leiter der Geraer Theaterfabrik Peter Przetak sprachen über ihre Erfahrungen bei Aufenthalten im Ausland. Peter Przetak lebte viele Jahre in Portugal und hat die Entwicklung des Landes nach der friedlichen Nelkenrevolution miterlebt. „Der heutige schlechte Zustand Portugals und der Niedergang der portugiesischen Kultur hat ganz entscheidend die Europäische Union mitverschuldet“, stellt Przetak im Gespräch fest. Viele empfinden die Amerikaner als sehr oberflächlich, das sieht Carla Nelson nicht so: „Man kommt viel schwerer mit Amerikanern in einen tieferen und näheren Kontakt als zum Beispiel mit Deutschen. Diese sind viel offener gegenüber Fremden“, meint sie. „Man sollte selbst bereit sein, seine Gefühle einbringen, Respekt und Liebe der anderen Kultur entgegenbringen, dann können auch Brücken geschlagen und Trennendes überwunden werden.“, so das Fazit dieser Talkrunde.
Musikalisch wurde es auf der kleinen Bühne am Mohrenplatz international. Das „Trio en passent“ aus Gera unterhielt unter anderen mit südamerikanischen Tangorhythmen. Carla Nelson sang eigene Lieder zur Gitarre. Cat Henschelmann entführte die Besucher mit Geige und der irischen Rahmentrommel nach Irland. Die bekannten Melodien von der grünen Insel ernteten viel Zuspruch beim Publikum. Am weitesten gereist war an diesem Sonntagabend Robert Rustard Amundsen aus Norwegen. Der Liedermacher stellte seine Songs zur Gitarre vor. Ein echter musikalischer Leckerbissen an diesem Nachmittag. Rockig klang das Kulturfest mit "The Core" aus Gera aus. Das Quartett um Frontmann Fabian Henschel begeisterte mit New Psychedelic Rock die Zuhörer und beschloss damit den musikalischen Reigen des zweiten Kultur-Musik-Festes in Untermhaus.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 11.07.2013 | 08:05  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige