Erst Klappe, dann Schnitt…

Konzentration ist gefragt beim Schnitt - hier bearbeiten Sophie, Lilli und Lena mit Medienpädagoge Frank Karbstein den Film "Die rasenden Inliner-Kids".
Gera: Erich-kästner-schule | Junge Filmemacher aus der Erich-Kästner-Grundschule vollenden ihren Film

Gera. Lusan einmal durch Kinderaugen sehen? Die „SchülerFilmStadt“ der Erich-Kästner-Grundschule setzte das in die Realität um.
Im Rahmen des Filmprojekts „Postcards from Lusan“ entdeckten die Schüler der 3. Klasse ihren Stadtteil neu. Sie entwickelten ihre eigenen, fantasievollen Geschichten, die an verschiedenen Orten Lusans spielen und standen dabei selbst als Regisseur, Kameramann und Schauspieler hinter und vor der Kamera.

Die Dreharbeiten zu den insgesamt sechs Kurzfilmen mit so spannenden Namen wie „Bikergang“, „Entgleist“, „Tunneldetektive“, „Galaxi“, „Vier Pfoten“ und „Die rasenden Inliner-Kids“, waren ein Schritt. Sie im Anschluss zu einem Gesamtwerk zusammen zu fügen, ein weiterer. Kurzerhand verwandelte sich die Gewo-Geschichtswerkstatt in ein „gläsernes Studio“, wo jeder, der Lust hatte, den jungen Filmemachern beim Schneiden, beim Erstellen der Animationen für den jeweiligen Vorspann an der Trickbox und beim Komponieren der eigenen Filmmusik über die Schulter schauen konnte. In den Szenen geht es um Freundschaft, erste Hilfe, um Diebstahl, Fußball und einem (Alb)Traum von einer entgleisten Straßenbahn…
„Meine Oma Erika hat in unserem Film mitgespielt. Im Fußgängertunnel „Brüte“ wird ihr die Geldbörse gestohlen – doch die Detektive fassen den Dieb“, erzählt Lilli, während sie gemeinsam mit Francesca und Lena am Computer den Film mit den Inline-Kids schneidet. Angeleitet werden sie dabei von Frank Karbstein vom Pixel-Fernsehen und Medienpädagoge der Landesmedienanstalt. „Na ja – das Schneiden gehört eben auch dazu. Spannender fand ich aber die Arbeit hinter der Kamera“, wirft Lena ein. Noch während die Mädchen mit Frank Karbstein gemeinsam festlegen, in welchen Sequenzen Musik unterlegt werden soll, widmen sich im Raum nebenan Michelle und Leonie mit Hilfe eines Keyboards genau dieser Musik. Das ist völliges Neuland für die beiden – und sie schlagen dank der Hilfe von Musikpädagogen Marco Hüttig ganz gute Melodien an.
An der Trickbox wirbeln derweil die Schüler Niels und Erik mit Betreuer Eric Staron. Hier ist Millimeterarbeit gefragt. Stück für Stück rückt der prominenteste Spatz der Stadt Gera, der im animierten Vorspann eine Rolle spielt, auf der Grundfläche weiter. Am Ende wird er über die Leinwand fliegen…
Okay – ist er schon – bei der Premiere am Wochenende in Lusan zum 40. Geburtstag. Doch keine Angst – wer die verpasst hat, sollte Augen und Ohren offen halten – denn der Lusanfilm soll künftig auf verschiedenen Festivals laufen und den Stadtteil Lusan und seine jungen Bewohner auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machen.
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