Heinz Rudolf Kunze beschließt die 6. Geraer Songtage im Clubzentrum Comma

Heinz Rudolf Kunze
 
Songtagemacher Daniel Zein
Aha, das Durchschnittsalter des Publikums betrug also 56,5 Jahre. Das ist natürlich Quatsch. Schließlich wird am Einlass der Songtage nicht das Alter abgefragt. Die Aussage stammt vielmehr vom Publikum selbst: "Das ist unser Alter". Und Heinz Rudolf Kunze ist nun mal 56,5. Ein paar wenige Gäste drückten den Durchschnitt dann doch noch. Sie hatten wohl im Schrank ihrer Eltern Kunze-LPs gefunden und sie für gut befunden. Ja, Kunzes erste Bekanntschaft mit der Bühne stammt noch aus der Zeit, als die CD noch nicht erfunden war. Mittlerweile hat er das Auf und Ab des Showbusiness erfahren und ist seit geraumer Zeit mit "Räuberzivil" unterwegs. Wie das Publikum befand, ein würdiger Abschluss der 6. Auflage der Geraer Songtage.

Das war's. Die 6. Geraer Songtage sind nach 25 Konzerten Geschichte. Geboten wurde dem Publikum feinste musikalische Kost aus nah und fern.

Und was machen die Songtagemacher Daniel Zein und Stefan Wenzel jetzt, oder besser gefragt, am heutigen Samstag? Erst mal ausschlafen?

"Wie denn?", fragt Daniel zurück. "Ich habe zwei kleine Kinder, da ist nichts mit Ausschlafen. Aber vielleicht grillen wir heute mal - einfach den Tag gemeinsam genießen". Stefan hingegen packt die Koffer und fährt in den Urlaub. "Na ja. Kurzurlaub über Pfingsten, denn am Montag geht's schon weiter mit der Arbeit", fügt er an.

Die Songtage sind vorbei. Seid ihr da glücklich oder traurig? "Zwei Monate schlauchen schon ganz schön", meint Daniel. Aber er ist glücklich darüber, dass die Songtage gut gelaufen sind. Und er ist traurig, dass die schöne Zeit jetzt vorbei sei. Schließlich erlebe man jede Menge Anekdoten mit den Künstlern. "Grundlegend glücklich. Es gibt keinen Grund, traurig zu sein", meint Stefan.

Anekdoten? Erzähl! "Dirk Darmstädter, der neulich beim Club der toten Dichter mit auf der Bühne stand, war 1996 hier schon mal im Comma. Erinnern konnte er sich nicht mehr daran. Er war durch ein Plakat, das hier noch an den Wänden hängt, darauf aufmerksam geworden", erklärt Daniel.

Was waren die schönsten Momente während der Songtage? "Max Mutzke noch nach seinem Tourabschluss zu erleben. Ich wusste gar nicht, dass er so sportlich ist. Er hat seinen Bandkollegen Elemente des Kampfsportes beigebracht", erzählt Daniel, "aber auch der Auftritt von Fjarill in der voll besetzten Trinitatiskirche war außergewöhnlich. Als die beiden Damen dann beim letzten Lied gemeinsam mit dem Publikum sangen, das war schon überwältigend". Stefan möchte die glücklichen Momente nicht an einzelnen Künstlern fest machen. Schließlich sei man ja sowieso selbst von diesen begeistert. "Ich bin zufrieden, wenn ich während eines Konzertes zufriedene Gesichter im Publikum sehe. Das ist Beweis dafür, dass wir alles richtig gemacht haben", so Stefan.

Gab es Pannen während der Songtage? "Eigentlich nicht. Na gut, ein paar Kleinigkeiten. Wegen einem Zahlendreher hatten wir bei einer Band nicht genügend Übernachtungen gebucht. Wir mussten sie dann auf zwei Hotels aufteilen", so Daniel. "Pannen?. Nö, eigentlicht nicht. Höchstens Kleinigkeiten. Nach mittlerweile sechs Festivals sind alle an der Vorbereitung und Durchführung Beteiligten ein eingespieltes Team, auch an den unterschiedlichsten Veranstaltungsorten", bemerkt Stefan.

Wie geht's weiter mit den Songtagen? "Ich habe es ja vorhin bereits dem Kunze-Publikum angekündigt. Das erste Konzert für 2014 ist gebucht: Ulla Meinecke tritt am 5. April 2014 auf. Das ist für uns auch Premiere, dass wir bereits während der laufenden Songtage schon ein Konzert für die nächsten Songtage gebucht haben. Aber bevor es an die weitere Vorbereitung der 7. Geraer Songtage geht, werden wir erst mal in aller Ruhe die 6. auswerten.

Eine Frage nur an Stefan: Du standest während der Songtage nur zweimal auf der Bühne. Oder besser gesagt, du standest nur einmal, beim zweiten Mal hast du ja gesessen. Warum? "Daniel ist Musiker. Er ist es gewohnt, vor dem Publikum zu stehen. Ich bin lieber der Stille im Hintergrund. Ich sollte auch heute wieder mit auf die Bühne. Das ist nichts für mich. Heute hätte ich in 500 Augenpaar schauen müssen. Dafür bin ich viel zu aufgeregt!", erklärt Stefan.

So, das war's aber nun endgültig mit den 6. Geraer Songtagen.

Wie es Daniel in seiner kurzen Ansprache auf der Bühne bereits angesprochen hatte, möchte es Stefan im Interview nochmals anfügen: "Vielen Dank an die Sponsoren. Auch wenn wir uns mit diesem Satz sicher wiederholen. Aber wir freuen uns, dass viele von ihnen von Anfang an dabei sind und wir sie mit der Begeisterung für das Festival anstecken konnten. Ohne die Sponsoren wäre ein derartiges Festival nicht machbar.

Wir sehen uns! 2014: 7. Geraer Songtage.


Wer nochmals auf die einzelnen Veranstaltungen der 6. Geraer Songtage zurückblicken möchte, findet hier die entsprechenden Beiträge:

http://www.meinanzeiger.de/gera/themen/songtage.ht...
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5 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 18.05.2013 | 09:51  
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Petra Seidel aus Weimar | 18.05.2013 | 12:14  
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Karin Jordanland aus Artern | 18.05.2013 | 13:47  
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Michael Kleim aus Gera | 18.05.2013 | 14:05  
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Hannelore Grünler aus Artern | 18.05.2013 | 22:09  
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