Höhli erzählt weiter. Dr. Holger Christel bringt bereits sein drittes Buch über den Höhlergeist heraus

Ortstermin in der Druckerei Sell in Caaschwitz, wo das neue Höhli-Buch als erstes nach dem Hochwasserschaden gedruckt wird. Druckereichefin Ulrike Sell bespricht mit Höhli - alias Adrian Aniol - und dem Autor Dr. Holger Christel die Umsetzung.
 
Höhli staunt über die Zeichnungen. Der achtjährige Geraer hatte dieses Jahr erstmals beim Höhlerfest den Höhli gespielt und Höhlerfest-Postkarten unter die Leute gebracht.
Normalerweise zieht er Zähne. Oder besser gesagt, er kümmert sich darum, dass sie möglichst nicht gezogen werden müssen. Dr. Holger Christel ist Zahnarzt. Die tieferen Löcher liegen ihm besonders am Herzen. Hierbei ist nicht die Rede von löchrigen Zähnen, sondern von den großen Löchern unter der Altstadt von Gera. Als geschichtsinteressierter und heimatverbundener Gerscher haben es ihm die Höhler angetan.

Auch wer dem Zahnarzt noch nicht persönlich begegnet ist, hat vielleicht dennoch schon eine seiner Arbeiten in der Hand gehabt. Seit 2002 bringt er alljährlich eine Höhlerfest-Postkarte heraus. Daran verdienen möchte er nicht. Der Verkaufspreis wird vollständig für die Erhaltung der Geraer Höhler verwendet. Die selbst gemachten Fotos der Höhler von innen und außen und vom Höhlerfest reichen ihm nicht. Sie erzählen zu wenig. So entstand die Idee einer Kunstfigur, die unter und über Tage Erlebtes erzählen kann. Das Höhlergespenst mit dem treffenden Namen Höhli war geboren.

Und was für Geschichten der Höhli alles zu erzählen hat! Vieles denkt sich Dr. Christel aus, manches hat einen realen Bezug zu Gera. Man lernt in den Geschichten und Reimereien etwas über das alte Gera, natürlich über die Höhler und den Höhlergeist kennen. Und damit jeder an diesen Geschichten teilhaben kann, werden sie in Büchern zusammengefasst. Das erste ist bereits vergriffen, das zweite noch zu haben und das dritte erscheint in den nächsten Tagen.

Zwar nicht in seinen Geschichten sondern in der realen Welt wurde Höhli jetzt auch Opfer des Junihochwassers. Das neue Buch sollte bereits im Sommer gedruckt werden, damit es pünktlich zum Höhlerfest erscheinen kann. Doch das emsige Sandsäcke stapeln war auch in Caaschwitz vergeblich. Die Druckerei Sell erlebte über Nacht den wirtschaftlichen Totalschaden fast in Millionenhöhe. Erst seit Anfang Oktober kann nach dem Wiederaufbau in der Druckerei gearbeitet werden. Das Höhli-Buch ist das erste Buch, das auf der neu angeschafften Druckmaschine gedruckt wird.

Das Buch enthält drei unterhaltsame Geschichten oder anders gesagt, zwei Abenteuer mit dem Höhlergeist Höhli und dazu noch Höhlis Liebelingsmärchen „Der kleine Riese“. Das mit den Rittern und den gefräßigen Heuschrecken und dem kleinen Riesen, der sich mit den Dorfkindern anfreundet. Ja, jeder braucht einen Freund. Das wissen auch die Dorfkinder.

In einem anderen Abenteuer geht es um die kleine Lisa, auf die Höhli aufpassen muss, nachdem das Schutzengelchen mit der weisen Eule vom Rathausdach einen Zusammenprall hatte. Dass das Aufpassen gar nicht leicht ist, muss Höhli erst noch lernen.

Und in der dritten Geschichte legt Höhli drei Dieben das Handwerk, die am Ende überraschenderweise. . . Aber das muss jeder selbst lesen. Ganz zum Schluss erfährt man noch etwas über Uhren, da ja die Diebe beim Uhrmacher in der Großen Kirchstraße räubern und über Engel. Auf der Rückseite des Buches sieht man die Uhr vom Rathausturm. Das Raffaelengelchen darunter grübelt über folgenden Spruch: "Solang die Rathausuhr sich dreht, bezeugt sie, daß es weiter geht!".

Die Illustrationen wurden liebevoll von Prof. Rolf F. Müller aus Gera besorgt sowie im Fall des „Kleinen Riesen“ vom Autor selbst. Zu haben sind „Höhlis Abenteuer und Geschichten“ ab Anfang Dezember bei Brendels und in der Kanitzschen Buchhandlung, im Delikatessengeschäft Weißenborn und beim Autor selbst.

PS: Auch wenn das dritte Buch noch nicht erschienen ist, kann man schon auf das vierte gespannt sein. Eine Geschichte davon ist bereits geschrieben: „Höhli rettet die Stadtfinanzen“. Eines Tages taucht Magister Vorweg in der Stadt auf und überredet den Rat samt Bürgermeister zu riskanten Investitionen, die natürlich erst einmal vorfinanziert werden müssen. Hätte da Höhli nicht eingegriffen . . .
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