Island in Gera: Árstíðir bei den Geraer Songtagen in der Trinitatiskirche

Árstíðir

Árstíðir stehen im Songtage-Alphabet an erster Stelle. Nur im Alphabet? Hausherr Michael Kleim braucht ganze zwei Wörter, um das Konzert der isländischen Musiker in der Trinitatiskirche zu beschreiben: "Einfach geil!". Darf ein Pfarrer so reden? Er darf, denn der bekennende Island-Fan hat Recht!

Geduld war an diesem Freitagabend angesagt. Während sich die illustre Gästerunde bereits am Songtage-Gotteshaus eingefunden hat, standen die Mannen von Árstíðir nicht beim Soundcheck, sondern irgendwo in der Pampa mitten im Stau. So zäh fließend wie der Verkehr gestaltet sich die gesamte Anreise. Zehn Stunden sind sie unterwegs, bis sie doch noch Gera erreichen. Zeit für ein Päuschen nach der Ankunft in Gera bleibt nicht. Aufbauen ist angesagt. Hektik. Die Lage ist angespannt.

Eine Dreiviertelstunde später als angekündigt tritt Songtage-Macher Daniel Zein endlich vors Mikrofon. Für gewöhnlich kündigt er in diesem Moment das anstehende Konzert an. Aber bevor er seine Worte Árstíðir widmet, erklärt er den Vorteil von Kirchenbänken: Man kann zusammenrutschen. So finden schließlich 190 erwartungsvolle Gäste Platz - mehr geht nicht in der Trinitatiskirche.

Endlich! Schon allein die Worte von Zein und Pfarrer Kleim lassen das lange Warten vergessen. Etwas Außergewöhnliches steht bevor. Und kaum hat Árstíðir die Bühne - oder besser gesagt, den Altarraum - betreten und zu den ersten Tönen angestimmt, macht sich eine wohlige Atmosphäre breit.

Island ist zweifelsohne das außergewöhnlichste nordeuropäische Land. Alles, was man über Finnland, Schweden und Norwegen sagen kann, wird in Island noch getoppt. Außergewöhnliche Landschaften, Vulkane, Geysire, Gletscher, kühle Sommer, milde Winter, Wüste, Wasserfälle, nur ein Drittel der Straßen sind asphaltiert und eine Bevölkerungsdichte, die einen kaum glauben lässt, dass man sich in Europa befindet. Nicht zu vergessen die Mythologie mit ihren Feen, Nymphen, Trollen und Göttern. Wer das je erlebt hat, ist auf seltsame Art und Weise von diesem Land befangen und verzaubert.

Der Tradition verpflichtet, versetzt Árstíðir seine Zuhörer in genau diese außergewöhnliche Stimmung, von der Island-Reisende nach ihrer Rückkehr schwärmen.


Weiter geht es bei den 7. Geraer Songtagen am 30. April, 20.30 Uhr, mit Simon & Jan in der Berufsakademie Gera. Komplettes Songtage-Programm.
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 27.04.2014 | 06:53  
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Michael Kleim aus Gera | 27.04.2014 | 15:13  
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