Jugend musiziert: Paula & Tobias ahnen, ihr Bruni macht’s aus

Wann? 20.03.2014 18:30 Uhr

Wo? Musikschule Heinrich Schütz, Biermannplatz 1, 07548 Gera DE
Paula Pietsch und Tobias Hohberg (Violine /Viola) Ende Januar bei einem der Vorbereitungskonzerte in der Geraer Musikschule „Heinrich Schütz“
 
Paula Pietsch - Förderschülerin an der Musikschule "Heinrich Schütz" Gera
Gera: Musikschule Heinrich Schütz | + aktualisiert: 2014-03-28 + Paula Pietsch und Tobias Hohberg zwischen Talkrunde, Internetpreis und Talent-Schau / Geraer Musikschüler bereiten Landeswettbewerb 2014 vor / Am 17. und 20. März Vorbereitungskonzerte / Die beiden brachten vom Landeswettbewerb aus Sondershausen nun auch einen zweiten Preis mit /

Im Januar begleiteten sie den Köstritzer „Web Award“-Abend. Am Freitag stimmen sie die Talkrunde „Musikschüler - quo vadis?“ aus Anlass des Jubiläums 60 Jahre Musikschule „Heinrich Schütz" Gera ein (28.2. /19 Uhr). Im März werden sie ihre Schulstadt beim Thüringer Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ als Streicher-Ensemble vertreten: Die 16jährige Paula Pietsch (Violine) und Tobias Hohberg (17 /Viola) haben sich für dieses Wettbewerbsjahr 2014 zusammengefunden und durch ihren 1. Preis in Greiz (mit 23 Punkten) die erhoffte Delegierung von der regionalen zur Landesebene geschafft.

Die Auftritte im Geigenduo bringen den beiden Goethe-Gymnasiasten Spielpraxis und Routine, wie sie die selbst im gemeinsamen Unterricht in der Klasse von Peter Wiegand kaum erlangen können. Aber rund zwanzig Minuten Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Jean Sibelius, Robert Fuchs und dem hierzulande weniger populären Antonio Bartolomeo Bruni, das heißt: mit Klängen aus verschiedenen Musikepochen in zum Teil herausfordernden Techniken, wollen erst einmal erprobt sein...

Man hört den beiden bei ihren aktuell ausgewählten Stücken gern zu; erst recht, wenn man weiß, dass sie ja mit recht unterschiedlichen Voraussetzungen in die Wettstreits von 2014 gehen. Für Tobias Hohberg war das aufregende Vorspiel in Greiz der erste (Regional-)Wettbewerb an sich. Paula Pietsch gilt dagegen fast schon als „alter Hase“. Die Förderschülerin der Geraer Musikschule "Heinrich Schütz" eroberte z.B. 2011 den Stavenhagenpreis der Stadt Greiz. Sie gehört zum Landesjugendorchester Thüringens und schaffte im vorigen Jahr auch Solo die Qualifikation zum Landeswettbewerb. Manchmal spürt man, dass sie die Führung in ihrem Miniensemble übernimmt. Dann ist noch etwas mehr vom Ehrgeiz zu ahnen, den es sicher braucht, um eben über viele Jahre alltäglich zu üben und immer seine musikalischen Ziele im Blick zu behalten.

Beide mögen in ihrem aktuellen Programm z.B. den Sibelius „mit einem von tiefem musikalischen Gefühl untermauerten Vibrato“, wie das Paula charakterisiert. Da möchte die sonst recht selbstkritische erste Geige gern 'mal stärker brillieren. Einig sind sie sich gerade auch beim Bruni Nr. 4 mit ordentlichen Schwierigkeitsgraden. Paula sagt dazu: „Ich liebe die Herausforderung! Deshalb ist das Duo von Bruni mein Lieblingsstück. Konzentriert gilt es da, die technisch anspruchsvollen Passagen mit spritziger Leichtigkeit zu meistern!“ Das Werk des offenbar weniger bekannten Komponisten ist mit seinen sechs Minuten ein schöner Abschluss ihres Programmbogens und wird sicher auch als Finale bleiben, wenn in der nächsten Zeit zu den Stunden in der Musikschule noch am Feinschliff gearbeitet wird.

Paula ging in ihrem Resümee zum Regionalwettbewerb 2014 in Greiz noch weiter: „Eigentlich kann ich mich mit allen Stücken gut identifizieren. Selbst die barocke Leichtigkeit und die Raffinesse der Fuchs-Duos ’rüber zu bringen, bereitet mir großen Spaß!“. Das spricht sicher für die geschickte, motivierende Auswahl ihres erfahrenen Geigenlehrers, bei dem sie ihre sonst persönlichen Unterrichtsstunden hintereinander legen konnten, um sowohl im Ensemblespiel zu lernen, als auch individuell voran zu kommen. Sie nehmen die Ratschläge der Juroren und ihres Lehrers Peter Wiegand gern an, meint Tobias. Ihm bringen die neuen Situationen jetzt ständig neue, schöne Herausforderungen.

Wer also Notensprache oder Musikerslang in der Beschreibung zu Stücken nun gern übersetzt haben möchte, muss einfach nur einmal neugierig ihrem Spiel lauschen... und sollte ihnen dann natürlich am besten kräftig Daumen halten zum Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Sondershausen,

Den Thüringer Landeswettbewerb 2014 erreichten außerdem auch die Geraer Klavierschüler Pia Kneisel, Giulia Marie Schober und Jacob Werner, sowie das Zupfinstrumenten-Trio Sina Jander, Paul Nobis, Nico Sonack.
s.a.: http://www.meinanzeiger.de/gera/kultur/jugend-musi...
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