Langjährige Tradition in Gera’s Johanniskirche

Réka-Zsuzsánna Fülöp und Solisten
Gera: Johanniskirche | Begeisterter Beifall und Standing Ovations beschlossen am vergangenen Sonntag die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in Gera. Über 650 Besucher erlebten in einer fast ausverkauften Johanniskirche die Kantaten 1-3 eines des beliebtesten und am häufigsten aufgeführten Werkes in der Adventszeit.
Seit nunmehr 50 Jahren gehört das Weihnachtsoratorium zu den jährlichen Höhepunkten in der Advents- und Weihnachtszeit für das kirchenmusikalische Leben Geras. Aufgrund der großen Nachfrage an der Abendkasse konnten die ersten Takte erst mit 20-minütiger Verspätung beginnen. Wie schon in den vergangenen Jahren war das Konzert ein Gemeinschaftsprojekt der Geraer Stadtkirchen. Geleitet wurden der Heinrich-Schütz-Chor von St. Johannis und die Kantorei St. Salvator in diesem Jahr von Réka-Zsuzsánna Fülöp. Der Kantor der Johanniskirche Martin Hesse und die langjährige Chorleiterin an St. Salvator probten das Oratorium mit ihren Chören schon seit September. Die Dirigentin freute sich besonders über mehrere sangesfreudige Gäste, die sich spontan auf die Einladungen zum Mitsingen gemeldet hatten. „Gemeinsam mit den Stammchören sangen ca. 20 Gäste zur Aufführung. Wir hatten zwei gemeinsame Samstagsprobentage mit den Sängerinnen und Sängern durchgeführt, um die einzelnen Choral- und Chorsätze interpretatorisch zu erarbeiten, um dadurch den festlichen und emotionalen Rahmen des Oratoriums überzeugend gestalten zu können.“, sagt Réka-Zsuzsánna Fülöp, wenn sie an die Vorbereitungen zurückdenkt.
Die 6 Kantaten des Oratoriums komponierte Bach als Gottesdienstmusik für das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel 1734/1735 in den Leipziger Hauptkirchen. Sie waren für die einzelnen Weihnachtsfestkreistage bestimmt. Zu Bachs Zeiten wurden die einzelnen Kantaten nie zusammen in einem Konzert aufgeführt.
Inhaltlich ergänzte der Komponist den rezitierten Evangelientext mit Arien, Chören und bekannten Kirchenliedern. Er setzt musikalische Höhepunkte, wie etwa den Eingangschor „Jauchzet, Frohlocket“ oder den Choral „Wie soll ich dich empfangen“. Besonders die Trompeten und Pauken verleihen den Chören den weithin bekannten festlichen Charakter.
Neben den Solisten Anna Gann (Sopran), Claudia-Maria Laule (Alt), Oliver Kaden (Tenor) und Jörn Sakuth (Bass) sangen die Kinder der Kurrende von St. Johannis und der Kinderchor der Stadtkirchengemeinde Gera. Unter Leitung von Réka-Zsuzsánna Fülöp spielten das Reußische Kammerorchester und Martin Hesse (Cembalo).
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