Lebendiger Literaturunterricht - 1500 Schüler erleben in Gera: Faust – die Rockoper

Faust - Rockoper in Gera: Szene mit Gretchen und dem jungen Heinrich Faust
Gera: KuK | Wenn Schule immer so viel Spaß machen würde, dann möchte man eigentlich nie älter werden. Das dachten nicht wenige, als Donnerstagmittag der letzte Ton von Faust – die Rockoper in Gera verklungen war. Schulklassen aus Gera, Dresden, Eisenberg, Altenburg, Greiz, Zeulenroda, Münchenbernsdorf, Weida, Jena, Geithain, Triptis und Schmölln füllen die Plätze im Geraer Kultur- und Kongresszentrum fast bis auf den letzten Platz. Produzent Michael Manthey meint sogar, 1500 Besucher sind ein neuer Rekord zu einer Schülervorstellung. Und das will schon was heißen, denn im Januar feiert Faust – die Rockoper im Auerbachs Keller in Leipzig ihre 500. Aufführung. Die Besucher erleben eine rockige, amüsante und energiegeladene Umsetzung des ersten Teiles der Faust Tragödie, vom Prolog im Himmel bis zur Kerkerszene. Kulissen und Kostüme sind popig, farbig, grell und im Stil der 70-er Jahre. Die Musik der Liveband rockt, geht ins Ohr und wird vielmals vom Schülerpublikum klatschend aufgenommen. Unterstützt wird die Faust-Rockband von dem Geraer Musiker Franz Spiegel, bekannt von der Rock Revival Band. Tänzerinnen, Sängerinnen und Sänger zeigen eine mitreißende Show voller Dynamik. Wechselnde Kulissen erzählen den Fauststoff abwechslungsreich, gut verständlich und es darf sogar gelacht werden. Das ist genau einer der Gründe, ihn auf dieser Weise jungen Menschen näher zu bringen. Die 9. und 10. Klassen aus Eisenberg sind mit einem Sonderbus angereist. Auch die Schüler der neunten Klasse vom Förderzentrum Zeulenroda sind dabei.
Stammgäste der Aufführungen, und das auch in Gera, sind Mitglieder des offiziellen Fanclubs. "Den Klub gibt es seit vier Jahren", weiß Heike Dohna aus Schlöben, "Derzeit sind wir 163 Mitglieder und fast täglich werden es mehr". Fans jeden Alters, quer durch alle Bundesländer gehören zu den Mitgliedern. Gemeinsam mit Sabine Gernegroß aus Apolda reist sie nach den beiden Aufführungen in Gera weiter nach Gotha, um auch dort Faust – die Rockoper zu erleben. "Bei der 50. Aufführung habe ich aufgehört zu zählen", meint die Apoldaerin. "Es ist wie ein Virus, keine Show gleicht bis ins Detail einer anderen, das ist genau der Reiz."
Für Jonna Naujoks, Victoria Zeißler, Sophie Melle, Peter und Lars Hausigk, die fünf beim Casting in den Gera-Arcaden gekürten Komparsen, wird es erst.
Lars findet die Probe zur Walpurgisnacht gar nicht so aufregend, aber etwas Lampenfieber ist dem Geraer dennoch anzusehen.
Nach der Pause schlüpfen alle Fünf erst einmal in Mönchskutten und rufen die Besucher mit einer Glocke zurück auf ihre Plätze. Zur Walpurgisnacht geht es dann auf die Bühne. In ihren Teufelskostümen beim Tanz um das Feuer kann man die Statisten kaum noch von den anderen Tänzern unterscheiden.
Die fast dreistündige Show beschließt ein Finale, das noch einmal die Ohrwürmer der Show Revue passieren ließ. Dazu rocken alle 23 Mitwirkenden mit ihren Geraer Gästen noch einmal gemeinsam die Bühne des KuK.
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 26.09.2014 | 07:13  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 26.09.2014 | 11:50  
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