Liedermacher Konstantin Wecker mit "Wut und Zärtlichkeit" im KuK Gera

Gera: Kultur- und Kongreßzentrum | Die Haare sind etwas ergraut. Der Bauchansatz ist geschickt kaschiert. Konstantin Wecker mag etwas in die Jahre gekommen sein. Aber von seinem gesellschaftspolitischem Biss hat er nichts verloren! Der bayrische Liedermacher, der die deutsche Musikszene seit über vier Jahrzehnten mitprägt, ist sich selbst immer treu geblieben.

Auch auf seiner aktuellen Tour "Wut und Zärtlichkeit" macht er den Menschen wieder Mut sich zu empören oder ganz einfach Mensch zu bleiben. Auch als Mitt-Sechziger geht Wecker immer noch aktiv auf das ein, was ihn an seiner Umgebung stört oder beglückt. "Wut und Zärtlichkeit", der Titel seines neuen Albums und der gleichnamigen Tournee stellt wie gewohnt politische Empörung und emotionale Innenschau nebeneinander.

„Umso älter ich werde, desto zurückhaltender verhalten sich die Musen“, meint Konstantin Wecker bescheiden. Vielleicht etwas zu bescheiden, denn die Kritiken zum ersten Studioalbum nach sechs Jahren und der erste Teil der Wut und Zärtlichkeit-Tour waren hervorragend und von begeisterten Publikumsreaktionen begleitet.

Seit Herbst 2012 findet daher die Fortsetzung der Tournee statt. Zu hören sind taufrische Lieder, die für Wecker einen Aufbruch zu unbekannten Wegen, eine längst überfällige Geburt neuer Strophen und Melodien bedeutet. „Wut und Zärtlichkeit ist die Summe aller Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahren im Zusammenspiel mit den verschiedensten europäischen Musikern sammeln konnte“, sagt der Komponist und Sänger, der auf seinem aktuellen Werk keine Ängste vor stilistischen Brüchen kennt.

Konstantin Wecker wurde bei dem Konzert im Kultur- und Kongresszentrum Gera von seinem kongenialen musikalischen Weggefährten Jo Barnikel begleitet, dem dänischern Pedalsteel-Spezialisten Nils Tuxen und vom Gitarre und Schlagzeug/Percussion spielenden Multi-Musiker Jens Fischer-Rodrian.

Das Publikum bekam ein lebendiges und vielseitiges Live-Programm der ganz besonderen Art geboten, das lyrisch-sensible Klavierstücke mit Reggae, Pop und noch vielem mehr vereint. Und Konstantin Wecker schien an diesem Abend in Gera die Bühne gar nicht verlassen zu wollen. Die vom Publikum lautstark eingeforderten Zugaben mutierten fast zu einem eigenen Programm, das dankbar angenommen wurde.


Weitere Berichte aus dem KuK Gera:

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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 16.12.2012 | 22:30  
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Birgit Muncke aus Gera | 20.12.2012 | 21:11  
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