Musikalisches Feuerwerk bekannter Gospelhits mit “The Very Best of Black Gospel“

The Very Best of Black Gospel
 
Gregory M. Kelly
Gera: Johanniskirche | Die Geraer Johanniskirche scheint für derartige Konzerte wie gemacht zu sein. Diesen Eindruck konnte man am Sonntag, den 5.Februar.2012 gewinnen, als „The Very Best of Black Gospel“ auf ihrer großen Europatournee in Gera einen Zwischenstopp einlegten.
Die Größe, die tolle Akustik und der in vielen Farben beleuchtete Altarraum bildeten eine überwältigende Kulisse für die Sängerinnen, Sänger und Musiker aus den Vereinigten Staaten.
Es hielt am Ende niemand mehr auf den Sitzen. Begeistert klatschten und sangen die über 600 Besucher gemeinsam mit dem Chor den Klassiker „Oh Happy Day“.
Die Solisten sind allesamt keine Unbekannten, haben einige davor schon gemeinsam mit Diana Ross, Stevie Wonder, Whitney Houston oder den Harlem Gospel Singers auf der Bühne gestanden. Auf dem Programm des Abends standen Weltklassiker der Gospel- und der spirituellen Musik, überwiegend in neu arrangierten und emotional geprägten Interpretationen.
Über die blaugrauen Gospelkleider trugen die Sängerinnen und Sänger eine hellblaue Stola, die ein großes gelbes Kreuz schmückte.
Auf dem Gewand von Gregory M. Kelly, Mitbegründer und musikalischer Kopf der Formation, leuchtete eine große weithin leuchtende weißen Taube.
Mit einem Gemisch aus deutschen und englischen Worten begrüßt er sehr charmant die Besucher, wünscht sich ein aufmerksames Publikum und zeigt amüsant mit gelangweilten Gesten, wie man eben nicht einem Gospelkonzert lauschen sollte. Nach einem Prayer und der Aufforderung „Helfen Sie uns Gott zu preisen, indem sie in die Hände klatschen“ folgt mit „King Jesus“ eine ergreifende a-Capella Nummer, die sofort Gänsehautfeeling in der Kirche verbreitet. Um das Eis endgültig zu schmelzen lässt Gregory M. Kelly kurzerhand in einem kleinen Stimmungswettstreit die rechte und die linke Seite der Kirche gegeneinander antreten. Beim Aufstehen, Singen und Mitmachen wird allen warm und dem Mitsingen und rhythmischen Mitklatschen steht nun nichts mehr im Wege. Es gibt häufig Gelegenheiten, mitzumachen. Auf der Empore kommen einige Gäste gar nicht mehr zum Sitzen.
Spirituals wie “Michael, Row the Boat Ashore”, “Amazing Grace”, “Holy Holy Holy”, “Go down Moses” und “Oh when the Saints” beweisen die Vielseitigkeit von “The Very Best of Black Gospel”
Die solistischen Leistungen der Sänger sind beeindruckend, lebt doch die Gospelmusik ganz besonders vom mitreißenden Rhythmus und den Bewegungen ihrer Interpreten. Die voluminösen kräftigen Stimmen schaffen es leicht, auch ohne Verstärkung, den Kirchenraum vollständig auszufüllen. Mit kleinen Tanzeinlagen, wie bei „Down By The Riverside“, versteht es Dorrey Lin Lymes blendend die Energie quer durch das Kirchenschiff zu tragen. Ein Geburtstagständchen für die Sängerin soll an diesem Abend ebenfalls nicht fehlen, feiert sie gerade an diesem Tag ihr Wiegenfest.
Ihr Vater Reverend Charles Lyles überzeugt solistisch am Piano, der großen Kirchenorgel und gesanglich mit dem Lied „Nobody Knows The Trouble I've Seen“, das sicher eines der Höhepunkte des Konzertabends bildet.
Nach zwei Stunden endet ein Konzert erfüllt von ausgezeichneter, perfekt und bewegend interpretierter Gospelmusik. Chor, Solisten und Musik werden vielen Besuchern in guter Erinnerung bleiben.
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Renate Jung aus Erfurt | 07.12.2013 | 12:46  
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