Neue Kunst in alten Mauern. Tag des offenen Denkmals im Renaissanceschloss Ponitz

Was soll man machen, wenn das Ungeborene in Sigrid Noacks Werk „… der du Wasser zu Menschen machst…“ auf dem Kopf steht?
 
Zum Denkmaltag am Sonntag ab 10 Uhr geöffnet: das Renaissanceschloss Ponitz
Ponitz: Renaissanceschloss | Am Sonntag, 9. September, öffnet das Schloss Ponitz ab 10 Uhr wieder seine Tore. Die Eröffnung wird durch die Kindertrachtengruppe des Kultur- und Heimatvereins Ponitz und der Gruppe Kauderwelsch gestaltet.

Daran schließen sich verschiedene musikalische Veranstaltungen unter dem Titel „written and composed by …“ an. In diesem Jahr werden in der 6. Auflage von „written & composed by“ viele bekannte Gesichter dabei sein. Um 11 Uhr sind die Mädels von I&C&H zu erleben. Diese Abkürzungen stehen für Ireen Pulz, Christin Hopp und Haike Barann, die gemeinsame Songs musikalisch neu formulieren. Gino Maschek, ein junger Mann mit zeitkritischen Ansichten und Interesse für Themen der Jugend wird erstmals auf der Liedermacherbühne zu erleben sein. Dirk Wetzel präsentiert um 12 Uhr alte und neue Songs im Festsaal des Schlosses. Großen Anklang fand im letzten Jahr die Band „Stringbound“ aus Gera. Die Jungs mit den E-Gitarren und ihrer Instrumentalmusik von Klassik, Traditionals bis hin zu Pop- und Rockmusik werden mit ihren neuen Werken von der CD „Inspired“ ab 14Uhr zu erleben sein.

Neben den musikalischen Darbietungen kann man sich auch von der bildenden Kunst oder den 70 Kartonmodellen von Schlössern und Burgen in Sachsen und Thüringen, die Herr Oschmann aus Waldenburg im Maßstab 1:250 und 1:300 geschaffen hat, beeindrucken lassen.

Seit vergangenem Sonntag ist die zweite Kunstausstellung des Jahres 2012 zu sehen. Diese Ausstellung gliedert sich in eine Personalausstellung von Sigrid Noack aus Guben im ersten Obergeschoss des Schlosses und in die Ausstellung „ZWEIMALZWÖLF“, einer Werkschau der enviaM-Kunstkalender der Jahre 2011 und 2012 im zweiten Obergeschoss.

Sigrid Noack zeigt den Zyklus „Pharao Echnaton - Der große Sonnengesang“. Die großformatigen Arbeiten auf Papier entstanden 2010 in der Auseinandersetzung mit dem „Aton-Hymnus „ des Echnaton (1371 – 1334 v. Chr.). Kaum ein anderes Thema ist im künstlerischen Schaffen von Sigrid Noack so vielfältig variiert wie das Bild der Sonne.

Die 1947 in Guben geborene Künstlerin lebt in Guben und Dresden. Sie studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Herbert Kunze und Gerhard Kettner. 1972 erlangte sie ihr Diplom im Fach Wandmalerei. Von 1977 bis 1979 war sie Meisterschülerin der Akademie der Künste zu Berlin bei Prof. Lea Grundig und Jürgen von Woyski. Arbeiten von Sigrid Noack befinden sich in über 80 Museen und Sammlungen des In- und Auslandes sowie in Privatbesitz. 1999/2000 würdigte die Konrad Adenauer Stiftung die künstlerische Arbeit von Sigrid Noack durch ein Anerkennungs- und Förderstipendium. Seit 1997 präsentiert das Land Brandenburg eine Werkkollektion Sigrid Noacks im „German House“, dem Sitz der der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York.

Seit Jahren fördert enviaM Bildende Kunst in Ostdeutschland. Im Rahmen dieser Förderung erscheint alljährlich der enviaM-Kunstkalender, der bereits zum sechsten Mal in Folge als Grafikkalender veröffentlicht wird.
Nachdem im Jahr 2010 im Renaissanceschloss Ponitz bereits die Werke der Jahre 2007 bis 2010 zu sehen waren, zeigt nun der Förderverein Renaissanceschloss Ponitz in Kooperation mit enviaM die originalen druckgrafischen Blätter der Jahre 2011 und 2012. Ausgestellt werden 24 Radierungen und Photogravuren von Künstlern aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen. Darunter finden sich Arbeiten von Michael Morgner, Rosa Loy, Steffen Volmer, Lydia Thomas, Peter Schnürpel und vielen anderen Künstlern.

Am Nachmittag gibt es wieder ein kleines Konzert mit den Musikschülern des Altenburger Landes. Damit die Besucher keinen Hunger oder Durst leiden müssen hält der Förderverein Renaissanceschloss Ponitz Speisen und Getränke bereit. Für die Eisfreunde wird die „Eisnettel“ wieder ihren Wagen öffnen. Infostände des Fördervereines und des Kultur- und Heimatvereins werden die Besucher über die jeweiligen Aktivitäten informieren.
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2 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 04.09.2012 | 20:13  
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Hannelore Grünler aus Artern | 05.09.2012 | 05:10  
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