Nicht von dieser Welt – Ikonen und andere Werke von Ute Rückert

Die Künstlerin Ute Rückert - hier mit Hiltrud Grasemann
Gera: G26 | „Die Welt mit anderen Augen sehen“ ist eine Stärke der Geraer Künstlerin Ute Rückert, das erkannte schon sehr früh Freundin und langjährige Weggefährtin Steffi Grafe, die die Laudatio zur Ausstellungseröffnung vergangen Freitag in der evangelischen Freikirche in Gera hielt. „Ute sieht Farben und Dinge in der Welt, die uns anderen Betrachtern meist verborgen bleiben.“
Sie selbst, so die Künstlerin zu ihren Bildern, habe die Liebe zu den Ikonen während einer Auszeit im Kloster erfahren. Dort erlebte sie bei einem Kurs zum „Ikonen schreiben“ die Unterschiede zur herkömmlichen Malerei. Der Künstler tritt dabei in dem Hintergrund und das Motiv wird bestimmend. Mehrere Kreideschichten bilden die Grundlage einer Ikone. Das Auftragen der Farben erfolgt dabei von Dunkel zu Hell.
Erst ganz zuletzt wird äußerst behutsam und sorgfältig das Gold aufgetragen.
„Das muss doch auch außerhalb der Klostermauern funktionieren“, meinte Ute Rückert und begann in der heimatlichen Umgebung die erlernten Techniken anzuwenden. So entstand unter anderen „Christus in Gera“, ein dreiteiliges Bild, das religiöse mit weltlichen Motiven verbindet.
Viel Inspiration erhielt Ute Rückert während eines Pleinairs (Freilichtmalerei) in Pskow, wozu Geras Partnerstadt die Künstlerin aus Anlass des 1150. Bestehens des russischen Staates eingeladen hatte.
Insgesamt dreimal bereiste sie Russland und brachte viele „künstlerische Erlebnisse“ mit nach Hause. In zwei Bilderkästen zeigt sie mit viel Liebe zum Detail, die Weite der russischen Landschaft, bunte Zwiebeltürme, Heilige aus der russisch-orthodoxen Kirche, aber auch lustige russische Frösche.
Ihre Werke möchten eine Brücke schlagen zwischen dem religiösen Leben und dem Hier und Jetzt. Das beweist die Künstlerin auch mit ihrem Engagement für die Stadt. Aktiv im Verein „Ja für Gera“ unterstützte sie aktiv das Projekt „Klein-Montmartre“, bei dem vor allem Kinder und Jugendliche auf den Treppen der Salvatorkirche in Maltechniken und dem Blick für die Schönheiten angeleitet wurden.
Uwe Heimowski, der Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde und Hausherr der Ausstellung freute sich über den großen Zuspruch, denn ca. hundert Besucher sind der Einladung zur Ausstellungseröffnung gefolgt. Er schätzt das überkonfessionelle Leben in Gera und begrüßte den Chor der katholischen Kirche St. Jacobus unter Leitung von Kantor Michael Formella. So erklangen im baptistischen Kirchenraum gregorianische Gesänge aus der russisch-orthodoxen Kirche.
„Jedes Werk hat seine eigene Geschichte“, so Ute Rückert, und diese möchte sie gern während der Führungen an die Besucher weitergeben.
Uwe Heimowski lud alle Interessierten zum Besuch der Ausstellung ein, die noch bis Frühjahr 2013 in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, Gagarinstrasse 26, zu sehen sein wird.
Anmeldungen dazu können im Gemeindebüro (0365) 5513909 oder über Ute Rückert
0176 62053518 erfolgen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige