NIMBUS Kunst in Kirchen. Pilgern um Gera 2012

Wann? 08.09.2012 bis 23.09.2012

Wo? Umland, Gera DE
Gera: Umland | Weißig Wolfgang Schwarzentrub
Hundhaupten Thomas Offhaus
Geissen Stefan Knechtel
Frankenthal AKS Schneeberg
Niederndorf Madeleine Heublein


Die diesjährige Auflage des Kunst- und Pilgerprojektes NIMBUS erwartet seine Besucher vom 8. bis 23.September. Fünf Kirchen in Geraer Ortsteilen und dem angrenzenden Landkreis Greiz öffnen ihre Türen für die Kunst. Der Eröffnungsgottesdienst mit dem Kunstbeauftragten der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands Dr. Frank Hiddemann findet am 8.September um 17.00 Uhr in Geissen statt. Die Stationen finden sich an einem Weg durch die reizvolle Landschaft westlich der Stadt, am Übergang zum Thüringer Holzland. Ein schöner Ausgangspunkt ist Weißig, ein hochgelegener Ortsteil Geras mit einem umfassenden Ausblick nach der Stadt im Elstertal. In der kleinen Kirche zeigt Wolfgang Schwarzentrub seine Kunst, die mit dem schlichten Raum in Korrespondenz tritt. Eine Besonderheit der Weissiger Kirche ist die wertvolle Barockorgel aus der Geraer Instrumentenbauerwerkstatt Friderici.
Über Markersdorf ist Hundhaupten zu erreichen, das gerade sein 750-jähriges Ortsjubiläum feiert. Die romanischen Ursprünge der St.Annakirche sind noch gut an Turm und Apsis abzulesen. Zu den ständigen Gästen der Kirche gehört eine Fledermauskolonie, die den Turm als Wochenstube nutzt. Gast auf Zeit ist die Kunst von Thomas Offhaus. Der Maler und Filmemacher befasst sich mit dem gefundenen Raum der Ruhe und seiner Wirkung.
Das kleine Geissen im Saarbachtal hat vor Jahrhunderten seine Kirche fast wehrhaft auf einer Anhöhe über dem Tal errichtet. Aus der Zeit der Romanik künden noch schöne Fenster mit Säulen im Turm und ebenfalls eine kleine Apsis. Das Geissener Glocken sind wahrscheinlich die ältesten der Gegend und werden noch mit der Hand geläutet. Der kleinen Gemeinde gelang eine wunderbare Renovierung der Kirche, die auch durch die schöne Ausstattung jederzeit einen Besuch lohnt. Zum ständigen Inventar kommen Arbeiten des Grafikers Stefan Knechtel, der neben seinen Holzschnitten auch die Druckstöcke als Ausstellungsobjekte auffasst und präsentiert. In Geissen treten schattenhafte Gestalten ins Helle der Kirche und stehen abwartend vor dem Altar.
Über den Höhenzug des Lerchenberges und einen Teil der Alten Strasse gelangt man nach Frankenthal. Hierbei wird wieder die Stadtgrenze überschritten. Viele Wanderwege ziehen sich durch den Forst in alle Himmelsrichtungen und bieten Anschluss Richtung Holzland und Tälerdörfer. Frankenthals Allerheiligenkirche zeigt sich schon beim Verlassen des Waldes. Sie steht in einem Ensemble aus Friedhof, Schule und Pfarrhaus am Gerberg. In Frankenthal sind die Himmelsleitern zu finden, ein Studentenprojekt der Angewandten Kunst Schneeberg unter Leitung von Prof. Gisela Polster. Die renommierte Schule ist seit weit über hundert Jahren ein hervorragender Studienort in Sachen Textil und Holz. Seit einigen Jahren macht auch der Studiengang Mode von sich und über die Grenzen des Erzgebirges hinaus von sich reden. Am Wochenende 15. und 16. September wird der Frankenthaler Pfarrgarten wieder zum Pilgercafé.
Am Erlbach findet sich Niederndorf und vom Ortskern sind es nur wenige Schritte bis zur schmucken Kirche. Ein heller Innenraum zeigt sich in alten Ausmaßen. Behutsame Renovierungen brachten Wesentliches hervor und betonten die besonderen Schmuckstücke in Niederndorf. Durch NIMBUS im Jahr 2009 und die Bildhauerin Karien Vervoort begann ein barocker Engel seine wolkige Himmelfahrt und freut die Gemeinde und Besucher weiterhin. 2012 ist mit Madeleine Heublein eine Leipziger Malerin zu Gast. Entgegen ihrem gewohnten Material hat sie sich für eine textile Bearbeitung des sakralen Raumes entschieden.
Alle Kirchen machen mit neuen Ansichten und Einsichten neugierig, die Landschaft zwischen den Kirchtürmen lädt zum Pilgern förmlich ein. NIMBUS wird auch in der aktuellen Auflage von einem Programm begleitet, dessen Bogen sich von Konzerten bis zum Kirchenkino spannt. Den Abschluss bildet die Lesung mit Thomas Rosenlöcher in Frankenthal am 28.9. und der Vorstellung seines neuen Buches Hirngefunkel.

Ansprechpartner: Erik Buchholz 0365.811623 und erik.buchholz@web.de
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