Octavians singen 12-stimmig "Stille Nacht": Konzerte in Mildenfurth und Jena

Wann? 06.12.2015 17:00 Uhr

Wo? Kloster, 07570 Wünschendorf/Elster DE
Matthias Mäurer von den "Octavians" in der Jenaer Stadtkirche St. Michael. Hier wurde die Weihnachts-CD erstmals präsentiert.
 
Die "Octavians" haben jetzt ihre 3. CD herausgebracht - ein Weihnachtsalbum. (Foto: Matthias Pick)
Wünschendorf/Elster: Kloster | "Es naht ein Licht" - heißt die erste Weihnachts-CD des A-cappella-Ensembles „Octavians“ aus Jena. Über die Platte, Weihnachtslieder, Sommerhitze und Coutertenöre sprach AA-Redakteurin Simone Schulter für meinAnzeiger.de mit „Octavians“-Mitglied Matthias Mäurer. Wer möchte, kann das Ensemble selbst erleben: am 6. Dezember, 17 Uhrim Kloster Mildenfurth und am 12. Dezember, 17 Uhr in der Kirche in Jena-Ziegenhain .

Herr Mäurer, froher Schall tönt jetzt wieder durch die Lüfte. Wie definieren Sie für sich persönlich gute Weihnachtsmusik?
Für mich steht die Freude der Weihnachtsbotschaft im Mittelpunkt. Sie sollte aus den Liedern herausklingen. Für mich ist die Weihnachtszeit vor allem eine Zeit der Besinnung, in der ich vom Alltag abschalten kann. Die Musik sollte diesen Anspruch tragen können. Freudige Stimmung ist dennoch wichtig. Die Mischung macht es.

Haben Sie ein Lieblingsweihnachtslied?
Ich persönlich höre und singe sehr gern „Veni, veni Emmanuel“ und natürlich „Stille Nacht“. Aber dieses Lied mögen sicher sehr viele.

Kann Weihnachtsmusik Sie auch nerven?
Ich mag die klassischen Pop-Weihnachtslieder nicht, also das, was man vor allem auf den Weihnachtsmärkten spielt. Aber das gehört auch irgendwie dazu.

Könnten Sie trotzdem weihnachtliche Popmusik empfehlen?
Die Weihnachts-CD von Michael Bublé finde ich ganz gut. Aber am liebsten höre ich klassische Weihnachtsmusik, häufig auch nur instrumental.

Ihr Ensemble bringt erstmals eine Weihnachts-CD heraus. Das machen viele andere Gruppen auch. Was ist das Besondere an Ihrer Platte?
Die Musikauswahl ist sehr vielfältig. Werke von Bach und Händel sind natürlich dabei. Aber auch Unbekanntes.. Wir singen Lieder aus fünf Jahrhunderten. So schaffen wir ein besonderes Klangbild.

Wie kam es zum CD-Titel?
„Es naht ein Licht“ heißt nicht nur ein Lied. Das Thema Licht zieht sich durch alle
Stücke und verknüpft unterschiedliche Weihnachtsstimmungen: das Mystische, das das Geheimnis der nahenden Geburt Jesu thematisiert, das Wundern über das Kind in der Krippe und schließlich die eher weltliche Freude anlässlich dieser Geburtstagsfeier.

Weihnachts-CDs entstehen zumeist im Sommer. Ein Problem für Sie?
Bei uns war das etwas anders. Den Großteil haben wir im Januar produziert, also im weihnachtlichen Nachrausch. Da singt man noch gern diese Lieder. Schwieriger wurde es im August. Bei 30 Grad Sommerhitze mussten wir einen Teil der Stücke nachproduzieren, haben Kleinigkeiten ausgefeilt und zwei neue Stücke aufgenommen. Es war schon sehr ungewohnt, mitten im Sommer „Stille Nacht“ zu singen. Spaß hatten wir trotzdem.

Haben Sie ein Lieblingsstück auf der CD?
Das ist „Sure on this shining night“. Das Stück erzählt von der Klarheit des Sternenhimmels. Dabei handelt es sich aber nicht um ein klassisches Weihnachtslied. Aber es spannt den Bogen zu unserem Licht-Motto. Ein besonders ausgefeiltes Arrangement hat „Es ist ein Ros entsprungen“. Wir singen 12-stimmig. Erst haben wir den Unter-, dann den Oberchor aufgenommen. Es ist deshalb doppelt so lang wie üblich. Aber im Konzert können wir das Lied so nicht singen, weil wir diese technischen Tricks nur während der CD-Produktion anwenden konnten.

Wie erreichen Sie eine solche stimmliche Vielfalt?
Zu unserem Ensemble gehören gleich drei Countertenöre. Das sind Männer, die auch Frauenstimmen singen können. Sie verleihen unserem Gesang einen unverwechselbaren Klang und sorgen im Vergleich zu anderen Männerchören für ein enorm großes Stimmenspektrum. Vom höchsten Sopran bis zum tiefen Bass können wir alles abdecken.

Zur Sache

+ Zu den "Octavians" gehören acht junge Männer, die in ihrer Freizeit gern gemeinsam singen. Sie arbeiten als Naturwissenschaftler, Lehrer, Ingenieure und Mediziner.
+ Gegründet wurde das Ensemble 2006. Es ging aus dem Knabenchor der Jenaer Philharmonie hervor.
+ Das Ensemble interpretiert geistliche und weltliche A-cappella-Werke aus über acht Jahrhunderten.
+ Die "Octavians" geben im In- und Ausland 40 bis 50 Konzerte im Jahr.
„Es naht ein Licht“ ist die dritte CD-Produktion des Ensembles.


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