Saalburg: SMS 2012 kann kommen, wir sind bereit! Vorfreude auf SonneMondSterne

Nachdem voriges Jahr Stimmen laut wurden, dass es die letzte SMS sein könnte, haben sich die Wogen längst geglättet.
 
Glück: Eine Karte für SonneMondSterne erwischt. Das diesjährige Festival ist bereits seit dem 29. Juni ausverkauft - so wie früh wie noch nie.
Die SMS kann kommen. Saalburg ist vorbereitet. Laut Karl-Heinz Groth, Hauptamtsleiter der Stadtverwaltung Saalburg-Ebersdorf, hat der Veranstalter die SMS 2012 bereits im Februar in der Stadt inklusive sämtlicher sonstigen Anträge beantragt.

Vor der Veranstaltung 2011 gab es eine besonders enge Zusammenarbeit zwischen dem Veranstalter, dem Landratsamt Saale-Orla, der Polizei und dem Ordnungsamt Saalburg. Das Sicherheitskonzept wurde nochmals überarbeitet. Neu ist unter anderem seit vergangenem Jahr, dass Rettungskräfte einen eigenen Weg für sich haben. „Zuvor musste sich der Krankenwagen den Weg mitten durch die Besucher über den Wetteraweg bahnen“, erinnert Groth. Ebenso wurde vergangenes Jahr erstmals ein Löschfahrzeug auf dem Veranstaltungsgelände mit Einsatzkräften stationiert. Am neuen Konzept halte man auch dieses Jahr fest. Groth spricht von einer nach wie vor guten Zusammenarbeit mit dem Veranstalter. Alle vorgesehenen Maßnahmen werden eingehalten und durchgeführt. Kleinere Absprachen mit kurzfristigen Reaktionen – auch während der Veranstaltung - sind jederzeit möglich, da die Erreichbarkeit untereinander gewährleistet ist.

Immer wieder für Diskussionen sorgt das Aussehen des Geländes nach der SMS. Besonders nach den anfänglichen Jahren lag der Müll bis zu vier Wochen. „Das gehört doch längst der Geschichte an“, verrät der Hauptamtsleiter. Seit mehreren Jahren ist die Fa. Stefan Kögler aus Kulm mit der Beräumung beauftragt. „Die haben ihren Job so gut organisiert, dass bereits während der Veranstaltung ein Großteil des Mülls entsorgt wird. Innerhalb einer Woche nach der SMS ist alles beräumt. Dabei geht es um eine Gesamtfläche von 60 Hektar“. Das einzige Problem, das auftreten kann, sind extreme Niederschläge. Dann müssen laut Groth nach der Beräumung natürlich noch weitere Maßnahmen, wie beispielsweise Umpflügen, ergriffen werden. Dies geschieht in Verantwortung der flächenverpachtenden Agrargenossenschaft.

Das Highlight neben dem Highlight sei für viele SMS-Besucher auch das Saalburger Feuerwehrfest. Seit Jahren machen sich die Kameraden den SMS-Termin zunutze, die Vereinskasse klingeln zu lassen. „Es gibt unter den Fans der elektronischen Musik viele, die bereits seit mehreren Jahren Stammgast beim Feuerwehrfest sind: Eine leckere Thüringer Roster essen und ein Bierchen trinken“, weiß der Hauptamtsleiter zu berichten. „Und dennoch“, so fügt er an, „vergessen die Feuerwehrleute dabei nicht ihre Bereitschaft für den Ernstfall“.

Voriges Jahr geisterten kurz vor der SMS einige Irritationen durch die Medien, dass es die letzte sein könnte. Anstoß hierfür waren die Worte von Reinhard Köchel, veröffentlicht am 15. Juli auf www.meinAnzeiger.de unter folgendem Link: http://www.meinanzeiger.de/gera/kultur/bikini-oder... . Zur Erinnerung: Reinhard Köchel hatte als zweiter Vorsitzender des örtlichen Fremdenverkehrsvereines dem Festival eine klare Abfuhr erteilt: „Wir haben uns Gedanken gemacht: Was bringt uns das Technofestival? Es bringt uns nur Nachteile!". Wenn es nach Reinhard Köchel geht, wird die 15. SMS dieses Jahr die LETZTE sein, stand in dem Beitrag geschrieben. Andere Medien sprangen auf diesen Zug auf und der Skandal war innerhalb von wenigen Tagen perfekt.

Nicht für den Fremdenverkehrsverein sprechen wollend, versichert Groth, dass die Einwohner von Saalburg die Veranstaltung nach wie vor gut finden. „Die Probleme einiger sind wohl in individuellen Gesprächen geklärt und ausgeräumt worden. Die damaligen Äußerungen von Reinhard Köchel sind seitens der Saalburger auf großes Unverständnis gestoßen“, erinnert er sich. Mittlerweile sei das Thema laut Groth wohl im Sande verlaufen. Die Bereitschaft seitens des Vorsitzenden des Fremdenverkehrsvereines zu einem klärenden Interview liegt derzeit nicht vor.

Eine Neuerung zur SMS 2012 weiß der Hauptamtsleiter dennoch zu berichten: „Die Stadt erhebt in diesem Jahr erstmals einen Kurbeitrag von den SMS-Gästen“. Auf direktem Weg werden die Gäste dies allerdings nicht mitbekommen, da vom Veranstalter eine pauschale Summe an die Stadt entrichtet wird.

Auch Bürgermeister Volker Ortwig freut sich nach wie vor auf die kommende Veranstaltung: „SonneMondSterne ist ein riesiger Werbefaktor für Saalburg. Unsere Region wird dadurch bekannter“. Er hat die Erfahrung gemacht, dass unter den Urlaubern und Ausflüglern in Saalburg auch frühere SMS-Besucher zu finden sind. Das Stadtoberhaupt weiß zudem aus zahlreichen Gesprächen, dass sich die Saalburger ebenso auf die SMS freuen: „Sie haben mit der SMS keine Probleme. Selbst Senioren können sich ihre Stadt ohne die SMS nicht mehr vorstellen“.

Bezüglich der Zusammenarbeit mit dem Veranstalter spricht Ortwig von einem vernünftigen Miteinander. Für seine Begriffe ist die Organisation des Festivals von Jahr zu Jahr verbessert worden. „Der Veranstalter muss mittlerweile sogar aufpassen, dass er nicht sein ganzes Geld für die Sicherheit ausgibt“, gibt er zu bedenken und meint es aber als ein Lob. „Wir sind für Notfälle gut gerüstet und für den normalen Ablauf erst recht“, versichert der Bürgermeister. Abschließend hofft er auf schönes Wetter zum Festival. Dabei denkt er nicht nur an die Festivalteilnehmer, sondern bereits vorausblickend, dass Saalburg fünf Wochen nach der SMS Gastgeber für die Hovercraft-Europameisterschaft an gleicher Stelle ist.

Alles zur SMS ist hier zu finden:

http://www.meinanzeiger.de/gera/themen/sms.html
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12 Kommentare
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Karin Jordanland aus Artern | 11.07.2012 | 13:21  
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Florian Storch aus Gotha | 11.07.2012 | 15:08  
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Hannelore Grünler aus Artern | 11.07.2012 | 21:55  
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marco lingstädt aus Nordhausen | 19.07.2012 | 10:19  
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Steffen Weiß aus Gera | 19.07.2012 | 17:55  
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Karin Jordanland aus Artern | 19.07.2012 | 20:00  
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Steffen Weiß aus Gera | 19.07.2012 | 20:07  
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marco lingstädt aus Nordhausen | 20.07.2012 | 12:20  
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Steffen Weiß aus Gera | 20.07.2012 | 12:52  
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marco lingstädt aus Nordhausen | 20.07.2012 | 14:07  
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Steffen Weiß aus Gera | 21.07.2012 | 13:53  
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