Schnaps im Silbersee bei den Songtagen Gera

Schnaps im Silbersee: Peter Wolter (links) und Melvin Haack
Gera: Downtown | "Hey Sarah, du hast mir doch einen Dreier versprochen. Was iss'n jetzt? Ich hab doch alles schon draußen herum erzählt!..." trällert Peter fassungslos. Nach dem Lied wird er von seinem Kumpel Melvin aufgefordert, sich lieber zu setzen. In seinen Versen stellt sich heraus, wer den Dreier mit Peters Freundin Sarah hatte. Ihr ahnt es, oder?

"Trockne Haut, trockne Haut. Hast du dich heute schon mal eingecremt?" Natürlich nicht. Welcher Mann macht das schon? Und so sind die Beiden eben schuppig und allein. Das sind "Schnaps im Silbersee", die gemeinsam zum Männerprotestchor "Nein, nein! Ich creme mich nicht ein!" aufrufen. Wie kommt man nur auf solchen blöden Texte? "Die sind nicht blöd! Die sind hochintelligent!", erklärt Peter Wolter. Normalerweise sitzt er an einem Liedtext ein halbes Jahr. "Was mir hilft, ist Marihuana. Dann rauche ich eine und schon ist das Lied fertig", kommentiert er.

Wer den Wortwitz von Schnaps im Silbersee verstehen möchte, muss zuhören. Nicht ganz einfach im erstmals gewählten Songtage-Veranstaltungsort Downtown. Eine Bühne in dem Sinn bietet die Location nicht. Zweieinhalb Meter freien Blick vor sich, rechts und links fünf haben die beiden Künstler. Da gibt es keine Konzertbestuhlung mit einheitlicher Blickrichtung. Kneipenatmosphäre im verwinkelten Downtown. Einerseits ist die nett. Andererseits machen Schnaps im Silbersee keine Musik, die man nebenbei konsumieren kann. Kleinkunst erfordert Aufmerksamkeit.

Weiter geht es bei den Songtagen Gera am 4. April, 20.30 Uhr, mit STOPPOK solo im Volkshaus Zwötzen.

Das komplette Songtage-Programm ist hier zu finden.

Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige