Songtage Gera jetzt als Buch. Bildband an die Stadt- und Regionalbibliothek übergeben

Kaum Geschichte, sind die 8. Songtage Gera bereits in der Stadt- und Regionalbibliothek Gera nacherlebbar. Fotograf Michael Kiesewetter (rechts) und Bibliothekschef Rainer Schmidt blättern im Bildband, der in der Regionalkundlichen Bibliothek einsehbar ist.
Gera: Stadt- und Regionalbibliothek | „Ich bin für jede Unterstützung dankbar“, bringt Rainer Schmidt seine Freude zum Ausdruck, während er im Fotoband „Songtage Gera Nr. 8“ blättert. Das von Michael Kiesewetter erstellte Buch ist der jüngste Neuzugang für die Regionalkundliche Bibliothek innerhalb der Stadt- und Regionalbibliothek Gera.

In der Regionalkundlichen Bibliothek wird alles gesammelt und bewahrt, was im Raum Ostthüringen von aktueller regionaler Bedeutung ist. Dazu zählen unter anderem die Tageszeitung, Kartenmaterial, belletristische und dokumentarische Werke über Gera oder von Gerschen, bis hin zu Theaterprogrammen oder Künstlerkatalogen. Die Sammlung wurde bereits zu DDR-Zeiten begonnen und wird heute fortgeführt. „Aus Verantwortung gegenüber künftigen Generationen“, merkt der Bibliothekschef an.

Die Bibliothek kommt als eine der Spielstätten der Songtage Gera selbst im Buch mit vor. Schmidt sieht es als selbstverständlich an, sein Haus den Veranstaltern der Songtage seit Jahren zur Verfügung zu stellen. Musik gehört zur Angebotspallette der Bibliothek. Und das, was man zum Ausleihen anbietet, solle sich laut Schmidt auch in den Veranstaltungen wiederfinden.

Das Buch von Michael Kiesewetter enthält ein optisches Resümee der 8. Auflage der Songtage. Jeder der 24. Veranstaltungen hat der Geraer Fotograf eine Seite gewidmet.

Konzertfotografie. Ist das ein schwieriges Metier?

Ja. Da wird sich nicht nach dem Fotograf gerichtet, sondern der Fotograf richtet sich nach den vorhandenen Gegebenheiten. Die mittlerweile fast ausschließlich zum Einsatz kommende LED-Bühnenbeleuchtung ist Fluch und Segen zugleich.

Was ist das Problem dabei?

Vieles von dem erzeugten „Lichtsmog“ wird vom menschlichen Auge gar nicht wahrgenommen und daher auch nicht als störend empfunden. Heutige Kameras hingegen nehmen alles erbarmungslos auf. Das Problem dabei ist, dass das von der Kamera erzeugte Bild bei massiven Einsatz von LEDs nicht mit dem real gesehenen Bild übereinstimmt. Derartige Probleme gilt es zu beherrschen und ihnen entgegen zu arbeiten.

Wieso beschäftigen Sie sich dann mit Konzertfotografie, wenn’s so kompliziert ist?

Ich habe jahrelang selbst Bühnenveranstaltungen ausgestattet und weiß worauf es bei der Beleuchtung ankommt. Logischerweise habe ich bei eigenen Veranstaltungen fotografiert. So bin ich zur Konzertfotografie gekommen. Inzwischen bin ich mehr als Fotograf unterwegs.

Da bietet sich es doch an, eine der beliebtesten Veranstaltungsreihen vor der eigenen Haustür zu fotografieren, oder?

Klar, die Songtage gehören dazu. Mit dem Buch möchte ich den Songtagebesuchern die Möglichkeit bieten, bei einer dort erworbenen und zuhause aufgelegten CD die Veranstaltung noch einmal Revue passieren zu lassen.

Wie viel Arbeit steckt in dem Buch?

Grob gesagt, etwa die dreifache Zeit der eigentlichen Konzerte. Pro Konzert entstehen etwa 700 bis 1000 Fotos. Davon bleiben effektiv jeweils etwa 100 Fotos übrig. Aber wieso fragst du mich das alles? Hast du nicht im Gegensatz zu mir jedes Konzert der diesjährigen Songtage-Auflage fotografiert?

Stimmt. Meine Fotos sind übrigens alle auf unserem Mitmachportal www.meinanzeiger.de zu finden und ein paar haben erfreulicherweise auch den Weg ins Buch gefunden.

Weitere Infos über Michael Kiesewetter und das Buch:

www.fotografie-m-kiesewetter.de

Songtage-Fotos von Steffen Weiß:

www.meinanzeiger.de/gera/themen/songtage.html
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