Time will help you throw

Time Will help you throw


Bin ich wach oder schlafe ich noch? Und wo bin ich?
Eine Melodie klang ihr noch in den Ohren und sie sagte zu sich:
„Zeit wird dir helfen, die Frage des Warums zu beantworten.“
Aber warum die Zeit, dachte sie sich.
Sie stand auf. Irgendwie war es ihr jetzt egal, ob sie noch schlief oder schon wach war.
Eins stand fest. Sie musst los. Sie musst rennen und zwar schnell.
Ob sie so gehen konnte? Alles nicht wichtig.
Warum? Sie wusste es nicht. Nur schnell weg.
Wohin? War nicht maßgebend. Nur es zu finden. Aber was?
Ein Schlüssel? Aber wozu brauchte sie einen Schlüssel? Warum?
Und immer wieder diese Melodie und die Worte dazu.
Sie gaben ihr Rätsel auf.
Es war ihr unerklärlich. Undurchschaubar. Ja, sogar unheimlich.
Während sie rannte, merkte sie, wie ihr die Luft knapp wurde.
Was war los? Sportlich war sie doch topfit.
Pause war aber nicht drin.
Ihr fehlte etwas, dass wusste sie und sie musste es wieder bekommen.
Umso schneller sie rannte.
Umso näher sie kam.
Umso weniger wurde es.
Nur was?
Neben ihr floss ein Bach. Das Wasser plätscherte. Es ran dahin ohne Wiederkehr.
Die Sonne schien das erste Mal in diesem Jahr richtig warm und unter anderen Umständen hätte sie es bestimmt genossen.
Aber nun hatte sie keine Ruhe.
Es war fürchterlich.
Aber wann würde sie merkte, wenn die Frist abgelaufen war?
Bestimmt nicht unverzüglich, aber bald.
Und hinter was jagte sie da her?
Das Gefühl. Es war entsetzlich.
Zum einen war sie der Jäger und zum anderen Opfer.
Atemlos rannte sie weiter. Der Unmacht nah.
Sie schloss die Augen um sie im gleichen Augenblick wieder zu öffnen.
Den da waren sie wieder. Die Melodie und die Worte.
Sie schüttelte den Kopf. Um diesen frei zu bekommen.
Verlor aber das Gleichgewicht und fiel.
Die Kraft aufzustehen hatte sie nicht. Also kroch sie weiter.
Sie merkte, das es nun zu Ende ging.
Aber sie merke auch, das sie nah war.
Sie wusste weder wo sie war. Noch wer sie war.
Es gab nur noch eins. Sie musste es wissen, was ihr gestohlen wurde.
Ein Haus kam in Sichtweite.
Auf das der Weg zusteuerte.
Und sie wusste, da würde sie des Rätsels Lösung finden.
Es ging nicht anders.
Normalerweise bräuchte man für den Weg nicht mal fünf Minuten.
Aber für sie waren es Jahre.
Mit letzter Kraft zog sie sich an der Bank vor dem Haus hoch.
Aber als sie die Klinke der Tür herunter drückte, war diese verschlossen.
Auch die Fensterläden waren verriegelt.
Sodass sie nicht mal einen Blick hineinwerfen konnte.
Sie wurde panisch.
War nun alles umsonst gewesen und schaute sich um.
Tatsächlich entdeckte sie eine Luke die offen stand.
Es gab nur ein Problem. Diese befand sich auf den Dach.
Aber auch das war kein Problem.
Eine Leiter lehnte an der ihr zugewandten Seite.
Das Problem waren ihre Kräfte.
Nach einer kurzen Verschnaufpause. Nahm sie ihre aller letzten Kräfte zusammen.
Ließ sich fallen und kroch zu der Leiter.
Kletterte sie hinauf und erreichte alsbald die Luke.
Sie schaute hinein.
Im Haus war es stockdunkel und nichts war da wo man hätte herunter klettern könnte.
Also blieb ihr nichts weiter übrig, als sich ein weiteres mal fallen zulassen.
Sie schloss die Augen und stellte sich auf Schmerzen ein.
Welche nach dem Gefühl des Fallens auch eintraten.
Plötzlich hörte sie eine Stimme von irgendwo her und es wurde Licht gemacht.
Sie öffnete die Augen und das einigste was sie sah war ein Spiegel an der einen und eine Tür an der anderen Wand.
Sie hatte es bald geschafft.
Es war ihr egal wer gesprochen und wer ihr Licht gemacht hatte.
Das einigste was sie wissen wollte war was hinter der Tür war.
Sie rappelte sich erneut auf. Nicht ohne festzustellen, wie viel Kraft doch in einen stecken konnte.
Und kroch dieses mal auf Knien zu der nicht weit entfernten Tür. Diese war nicht verschlossen. Und es zeigte sich, dass im Raum auch Licht brannte.
Mit einem siegessicheren Stoß öffnete die Tür.
Und traute ihren Augen nicht der Raum war voll mit Uhren, die Tick Tack, vor sich hin tickten.
„Nein!“, schrie sie.
Sie drehte sich um und schaute in den Spiegel und sah, dass sie alt geworden war und erkannte, dass sie die ganze Zeit der Zeit hinter her gelaufen war.
Die Diebe, die hinter ihr her waren, waren die Uhrenzeiger, die Tick Tack, ihr das nahmen was sie zwar nie besessen, aber das sie reichlich gehabt hatte. Nämlich Zeit.
Und sie musste einer alten chinesischen Weisheit recht geben.
Das der Weg das Ziel ist und nicht das ankommen.
Nun musste sie selbst lachen.
Den sie hatte des Rätselslösung die ganze Zeit vor Augen gehabt.
Und die Melodie erklang wieder und sie sprach die Worte aus:

„Zeit wird dir helfen, die Frage des Warums zu beantworten.“

Sie legte sich auf den blanken Fußboden und starb.
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