Töten im Namen Gottes - Sendeprojekt zur Flüchtlingsproblematik

Wann? 27.10.2015 18:00 Uhr

Wo? Rathaus, Kornmarkt, 07545 Gera DE
Gera: Rathaus | Thüringer Medienbildungszentrum der TLM in Gera
(ehemals Offener Kanal) veranstaltet mit Partnern
großes Sendeprojekt zur Flüchtlingsproblematik
27. Oktober 2015 – 23. Februar 2016



Auftaktveranstaltung

Di, 27.10.2015, 18.00 Uhr, Rathaussaal Gera
Eröffnung der Ausstellung
Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos
Pfarrer Michael Kleim führt ein in die Bedeutung der Ausstellung mit der
Darstellung der unterschiedlichen Religionen und die sie verbindenden
ethischen Werte, Normen und Maßstäbe.

Di, 27.10.2015, 19.00 Uhr, Rathaussaal Gera
Fernseh-Talk: Anatomie des Grauens
Unter der Gesprächsleitung der Islamwissenschaftlerin und Publizistin Katharina
Pfannkuch gehen der Journalist und Schriftsteller Uwe von Seltmann,
der Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen vom Zentralrat
der Muslime, Dr. Sadiqu Al-Mousllie, und der Bundesvorsitzende der islamischen
Ahmadiyya-Gemeinde Deutschland, Abdullah Uwe Wagishauser,
den Strukturen und Entwicklungsmechanismen der Radikalisierung von
Menschen auf den Grund.

Am 27. Oktober 2015 startet um 18.00 Uhr das 9-teilige Sendeprojekt
Töten im Namen Gottes mit der Eröffnung der Ausstellung Weltreligionen –
Weltfrieden – Weltethos und der Talkrunde Anatomie des Grauens um
19.00 Uhr im Rathaussaal der Stadt Gera.
Angesichts der Sorge vieler Menschen vor Überfremdung und vor wachsender
Unsicherheit durch das Wüten des Islamischen Staat (IS) gegen
Andersgläubige, Abtrünnige, Nichtgläubige und Christen, aber auch angesichts
brennender Flüchtlingsunterkünfte und vor allem im Mitgefühl für
die Flüchtlinge, die aus Verzweiflung auf unsicheren Wegen ihre Heimat
verlassen haben, möchte das Thüringer Medienbildungszentrum der TLM
in Gera (ehemals Offener Kanal) gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern
medial begleitete Angebote zur Aufklärung und zur gegenseitigen
Verständigung unterbreiten. Dem Bündnis gehören an: das Bürgerradio
Radio LOTTE Weimar, Theater&Philharmonie Thüringen, die Evangelische
Kirche, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde G26, der Stadtjugendring
Gera, der Freundeskreis für Flüchtlinge, der Verein Akzeptanz! e.V. und die
Thüringer Bündnisse und Initiativen gegen Rechts.
Da Angst kein guter Berater ist, wenn es darum geht, das gesellschaftliche
Zusammenleben von Menschen zu gestalten, widmen sich unsere
Veranstaltungen unterschiedlichen Fragestellungen und Themenschwerpunkten.
Neben dem Eröffnungstalk bietet die Ringlesung Zyklus des
Unsichtbaren mit vier Lesungen zum Verständnis der Religionen mit anschließendem
Nachgespräch unterschiedliche Zugänge für eine Auseinandersetzung
mit eigenen Auffassungen.
In der Auftaktveranstaltung am 27. Oktober 2015 führt Pfarrer Michael
Kleim in die Bedeutung der Dokumentationsausstellung Weltreligionen –
Weltfrieden – Weltethos ein mit der Darstellung der unterschiedlichen Religionen
und die sie verbindenden ethischen Werte, Normen und Maßstäbe.
Unter der Gesprächsleitung der renommierten Islamwissenschaftlerin und
Publizistin Katharina Pfannkuch aus Kiel gehen anschließend der Journalist
und Schriftsteller Uwe von Seltmann, der Vorsitzende des Landesverbandes
Niedersachsen vom Zentralrat der Muslime, Dr. Sadiqu Al-Mousllie, und der
Bundesvorsitzende der islamischen Ahmadiyya-Gemeinde Deutschland,
Abdullah Uwe Wagishauser, in der Talkrunde Anatomie des Grauens den
Strukturen und Entwicklungsmechanismen der Radikalisierung von Menschen
auf den Grund: Worum geht es eigentlich, wenn Menschen in blutigen
Auseinandersetzungen aneinander geraten? Ist es das Geld, sind es die
Ressourcen, die Hass und Wut entbrennen lassen? Geht es um politische
Ideologien oder um Macht? Und welche Rolle spielen dabei der Glaube und
die Treue zu Gott? Warum töten bislang friedliche Menschen plötzlich im
Namen ihres Gottes Nachbarn und Fremde? Ist Gewalt in jeder Religion per
se angelegt? Unter welchen Bedingungen führt ein Glaube zur Radikalisierung?
Wie wird ein Mensch eigentlich zu einem Täter? Welche psychosozialen
Bedingungen nähren die Entwicklung fundamentalistischer Strukturen,
die Menschen in scheinbar unkontrollierbarem Wahn wüten und töten
lassen bis hin zur Selbsttötung? Für die Gesprächsrunde ist derzeit noch ein
Vertreter des Zentralrates der Muslime angefragt.
Im Versuch zu verstehen und Aufklärung zu bieten, wollen wir mit unserem
Sende- und Veranstaltungsprojekt Denkanstöße und Handlungsimpulse
geben für die Gestaltung eines Alltags, der nicht angstbesetzt ausgrenzt,
sondern den Dialog sucht für ein lebendiges Miteinander von Muslimen,
Christen, Juden, Konfessionsfreien und den Angehörigen anderer Glaubensrichtungen
oder philosophischer Traditionen. Die Veranstaltungsreihe
bietet von Oktober 2015 bis Februar 2016 insgesamt drei Talkrunden, eine
Ringlesung, einen zweiteiligen Workshop und die Präsentation einer Dokumentationsausstellung
an zwei Veranstaltungsorten.


Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Projektes:

Do, 19.11.2015 und Mi, 25.11.2015, 8.00 Uhr–11.00 Uhr
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde G26
Weltethos
Zweiteiliger Workshop für Bundesfreiwillige und Interessierte
Werkstattleiter sind die Pastoren Uwe Heimowski und Michael Kleim.
Anmeldung unter 0365/5513909

Fr, 06.11.2015, 18.00 Uhr, Café Global der G26
Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos
Eröffnung der Ausstellung

Di, 26.01.2016, 19.00 Uhr, Thüringer Medienbildungszentrum der TLM
in Gera (ehemals Offener Kanal Gera)
Fernseh-Talk: Islamisierung des Abendlandes
Historischer Exkurs: Europa und der Islam in der Geschichte. Welche Beispiele
für gelingendes Zusammenleben gibt es in der Geschichte? Was
führte zu schleichenden bis hin zu radikalen Umbrüchen? Welche Herrschaftszentren
und geopolitische Interessen waren betroffen?

Di, 23.02.2016, 19.00 Uhr, Bühne am Park
Fernseh-Talk: Geschichte des Islam – Pluralität und Moderne
Was heißt eigentlich Islam? Welche Bedeutung haben die fünf Säulen dieser
Religionsgemeinschaft? Welche unterschiedlichen Glaubensrichtungen
gehören zum Islam und was verbindet sie miteinander? Über welche Integrationsressourcen
verfügt diese Religion? Wie vertragen sich patriarchalische
Strukturen und die gleichberechtigte Stellung der Frau in westlichen
Demokratien? Wie lässt sich der Islam mit demokratischer und sozialer
Rechtsstaatlichkeit vereinbaren? Wie viel Freiheit für Religion und wie viel
Freiheit von Religion kann und muss der westliche Rechtsstaat seinen Bürgern
sichern?
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