Unverhofftes doppeltes Highlight – Die Seilschaft zu den 5. Geraer Songtagen

Die Seilschaft am 23.März im Geraer Comma
 
Christian Haase interpretiert Gundermann Lieder auf seine eigene Art
Kurzerhand wurde aus dem angekündigten Konzert der Seilschaft am 23.3.2012 in Gera eine Unplugged Session. Damit erhielt Gera unverhofft die Gelegenheit in den Genuss eines Akustikkonzertes zu kommen und somit wurde der Auftritt der Seilschaft anlässlich der 5.Gearer Songtage zu einem doppelten Highlight.
Daniel Zein von artfullsounds, dem Veranstalter der Festivals, erklärte vor Beginn des Konzertes, warum Stühle im Konzertsaal stehen und da Bassist Christoph Frenz plötzlich erkrankt ist, alle Besucher an diesem Abend ein ganz besonderes Konzert erwartet.
So lassen sich die Musiker der Seilschaft auf das Experiment ein und spielen zum nunmehr erst zweiten Mal ihr Programm in einer akustischen Version.
Gleich nach dem ersten Lied, stürmt der Band Beifall und Begeisterung der etwa 300 Besucher entgegen. Christan Haase, Sänger und Frontmann der Band, freut sich sehr, in Gera zu spielen, da dieser Auftritt fast ausgefallen wäre und die spontane Entscheidung richtig war. Mit viel Applaus grüßen die Geraer den erkrankten Bassisten.
Gundermann Musik, so ist das Programm der Seilschaft überschrieben. Gerhard (Gundi) Gundermann, Baggerfahrer und Rockpoet, verstarb im Jahre 1998 plötzlich und viel zu früh.
Seine ehemalige Live-Band, die Seilschaft, möchte sein Erbe bewahren und die Lieder Gundermanns weiterleben lassen.
Für die Besucher im Comma Grund genug, die allseits bekannten Lieder wieder einmal livehaftig erleben und mitsingen zu können.
In der Rolle des Sängers ist es für den Leipziger Christian Haase nicht leicht, Gundermann zu interpretieren, jedoch meistert er die Aufgabe famos. Durch ihn erhalten die Lieder eine persönliche Note und damit einen neuen eigenen Reiz. „Wir sind in der Musik zuhause und ihr singt alle mit. Damit wird das heute ein ganz ganz besonderes Konzert.“, ermuntert der Frontmann die Zuhörer.
Das lassen sich die Gundermann Kenner nicht zweimal sagen und so wird bei „Hier bin ich geboren“ schon das erste Mal kräftig mitgesungen. Die kleinen Geschichten, die Gundermann anstelle von Songansagen in sein Liveprogramm einbaute, greift Haase gern auf und erzählt eine Geschichte mit aktuellem Bezug von Schimpansen und Menschen, um zu erklären, „warum die Menschheit so komisch ist und nicht richtig funktioniert.“
Passend dazu erklingt das Lied „Ich mache meinen Frieden“.
Ob nun bei „Gras“ oder „Kann dich nicht mehr leiden“, der große Publikumschor übernimmt gern mal den Refrain. „Niemandsland“ entwickelt sich zu einem solistischen Leckerbissen, als Andy Wieczorek zum Saxophon greift und Tina Powileit an den Percussions gefordert ist.
Nach der Pause hält es dann die meisten Zuhörer nicht mehr auf ihren Sitzen und vor der Bühne und in den Gängen wird kräftig getanzt.
So wird auch die zu Herzen gehende Ballade „Vater“, solistisch von Michael Nass zum Piano gesungen, euphorisch gefeiert.
Die Stimmung und der Jubel im Saal erreichen beim Klassiker „Schwarze Galeere“ ihren Höhepunkt. Das Lied wird zudem von einem beeindruckenden Solo des Gitarristen Mario Ferraro begleitet.
So ist nach „Alles oder Keiner“, einem Cover des Neil Young Klassikers „Rockin' in the free world“ noch lange nicht Schluss. Zweimal noch bringt der Jubel die Band auf die Bühne zurück.
So beweisen die Besucher beim wohl bekanntesten Lied Gundermanns „Mein zweitbester Sommer“, das Christian Haase solo mit Gitarre vorträgt, noch einmal ihre Textsicherheit.
Eine sichtlich zufriedene und glückliche Band verabschiedet sich von einem Publikum, das zusammen mit der Seilschaft, die Zeit und das Gedenken an Gundermann lebendig hält.
Dieser unvergessliche Abend konnte sicher neue Freunde für Musik und Lieder Gundermanns hinzugewinnen.
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