„Binnenelster“ für Gera

Architekt Siegfried von Hopffgarten an seinem futurischen Modell "Binnenelster" - seiner Vision von der Nutzung der Brachfläche vor dem KuK unter dem Gesichtspunkt der Energiewende.
Gera: Stadt- und Regionalbibliothek | Geraer Architekt Siegfried von Hopffgarten präsentiert futuristisches Modell in der Bibliothek am Puschkinplatz

Gera. Reges Treiben in der Geraer Stadt- und Regionalbibliothek – und immer wieder bleiben Lesefreunde nicht nur vor den Bücherregalen stehen, sondern auch neugierig vor dem Modell des Geraer Architekten Siegfried von Hopffgarten, welches hier noch bis Ende August präsentiert wird: das „Projekt Binnenelster“. Es sieht vor, die Brachfläche vor dem Kultur- und Kongresszentrum Gera nachhaltig zu gestalten. Der Allgemeine Anzeiger traf den Architekt vor Ort und fragte ihn zu seiner Vision für den Platz.

Was war Ihre Intension, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und ein Modell zu schaffen?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Ich sehe mich als Architekt, der nicht nur das tut, wofür ein Auftrag auf dem Tisch liegt, sondern auch Initiative ergreift für besondere städtebauliche Situationen in meiner Stadt, die nach einer Lösung rufen. Somit etwas anzuregen und zur Diskussion beflügeln. Dieser Projektvorschlag ist mein Beitrag zum ökologischen Stadtumbau, der zum Gelingen der Energiewende beitragen kann. Dabei stehen erneuerbare Energien im Fokus. Der besondere Reiz liegt darin, dass Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft – also drei Energieformen – hier vereint in einer Anlage zusammenwirken.

Wie sieht das Zusammenspiel aus?

Das Konzept sieht einen sich autark mit Energie versorgenden Veranstaltungsort im Stadtzentrum vor und zeigt, wie Photovoltaik-Anlagen auf den Sonnensegeln, Windgeneratoren auf deren höchsten Punkten und kleine Pumpspeicherwerke in den Segeln Strom produzieren.

Beschreiben Sie Ihren Platz!

20 ha umfasst das Planungsgebiet, davon sind 6400 qm Wasserfläche mit Wasserspielen, Sonnensegeln, einer Seebrücke, Strandcafé… Ergänzt durch Eventflächen mit Bühnen und Flaniermeile, Spielplatz, Sitzgelegenheiten und Grün. Im Sommer nutzbar bspw. für Open-Air-Konzerte oder Ausstellungen, im Winter könnte ein Teil der Fläche vereist werden und zum Schlittschuhlaufen einladen.

Ein echter Magnet für die Geraer und natürlich für Touristen?

Ja, ein Ort der Begegnung für alle Generationen, ein Ort der Kultur, der zu Erhöhung der Lebensqualität in der Stadt beitrüge und natürlich ein Anziehungspunkt für Gäste. Oft höre ich Meinungen von Geraern, dass solch ein zentraler Platz in der Innenstadt fehle. In der „Flucht“ zwischen Hofwiesenpark und Markt wäre er eine gute Ergänzung.

Gibt es Reaktionen auf das Modell?

Ja, und was mich freut, fast ausschließlich sehr positive bei den Bürgern dieser Stadt.

Wünsche?
Ich hoffe, dass es nach der Sommerpause zu einer ernsthaften Diskussion zur Thematik kommt. Vielleicht wird auch ein Architektenwettbewerb für die Fläche angeregt.
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8 Kommentare
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Frank Mueller aus Gera | 15.08.2012 | 17:04  
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Biggi Meißner aus Gera | 15.08.2012 | 19:39  
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 16.08.2012 | 18:36  
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Petra Seidel aus Weimar | 16.08.2012 | 19:04  
3.878
Karin Jordanland aus Artern | 16.08.2012 | 19:59  
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Dagmar Bachmann aus Gera | 16.08.2012 | 22:18  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 23.08.2012 | 02:09  
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 23.08.2012 | 20:06  
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