Euro-Schulen Gera fertigen Mobiliar und Spielzeug aus Holz – Einwohner spenden

Tischler Alexander Gepfnervon den Euro-Schulen Gera probiert mit Tessa (6), Maja (6) und Patrice (5 Jahre) schon mal Bänke und Schaukelbrett aus, die er für die Kinder des Kindergartens „Am Silbergrund“ anfertigte.
Wolfsgefärth. Lustig bunte Gummistiefel stecken in Reih und Glied auf der Stiefelhalterung, ebenso wie die Zahnputzbecher im Wandbord mit extra ausgesparten Öffnungen. Kinderbücher finden ihre Ordnung im Bücherregal und Spielsachen auf weiteren Regalen. Vier Bänke, zahllose Fußbänke für noch zu kurze Beine, ein Klapptisch, das Murmelbrett und ein Schaukelbrett zum Testen der Balance – schnell haben die derzeit 38 Lütten des Kindergartens „Am Silbergrund“ in Wolfsgefärth ihre neuen Utensilien in Beschlag genommen. All diese schönen und notwendigen Dinge aus Massivholz fertigte Alexander Gepfner von den Euro-Schulen Gera neben seiner eigentlichen Arbeit als Ausbilder im Bereich Holztechnik an. „Maßgeschneidert“ nach den Wünschen von Kita-Leiterin Stefanie Fehrek – und dem TÜV...

„Er hat das ganz professionell gemacht. Ich weiß gar nicht, wie er es geschafft hat, durch meine Handskizzen durchzusteigen“, schmunzelt sie. Die Freude ist nicht nur bei den Kindern und Erziehern groß. Bürgermeister Lutz Schoßee ist glücklich über das Engagement der Euro-Schulen. Über seine Bekanntschaft zu Kerstin Awe, Lehrkraft der Bildungseinrichtung, erfuhr er im Gespräch mit ihr zufällig über die dort für die Ausbildung integrierte Holzwerkstatt. Und sie in gleichem Maße, wo der Schuh im Kindergarten Wolfsgefärth drückt.

Spontan leitete Kerstin Awe das „SOS“ weiter – und es wurde erhört. Vor allem von Tischler Alexander Gepfner, der ganz viel Herz hineinsteckte. „Ganz ehrlich, es hat mir viel Spaß gemacht, diese Kindermöbel zu bauen. Das war eine schöne Abwechslung und wenn man dabei noch etwas Gutes tun kann, umso besser. Ich freue mich, das es den Kindern so gut gefällt“, sagt der Handwerker ganz bescheiden. „Wenn neue Aufgaben anliegen, bin ich gern wieder dabei.“

„Eine wertvolle Unterstützung, die heute nicht selbstverständlich ist“, weiß der Bürgermeister, dessen Gemeinde lediglich für die Materialkosten aufkommen muss. Die Kasse ist klamm, für zusätzliche Ausgaben bleibt kaum Geld übrig. Der Kauf des Mobiliars in diesem Umfang wäre nicht bezahlbar gewesen. Dabei ist Nachwuchs für jede Gemeinde heute so wichtig. Jungen Familien vor Ort einen Kindergartenplatz zur Verfügung zu stellen, sie in ihrer Heimat zu halten, daran wird alle Kraft gesetzt. Dabei helfen auch Bewohner und Eltern mit.

Bei einer Spendenaktion für den Kindergarten kamen 1000 Euro zusammen – 500 allein von Familie Wagner aus Wolfsgefärth. „Das ist großartig. Einen Teil des Geldes werden wir für die notwenige Umgestaltung des Gartens verwenden“, so Stefanie Fehrek, die allen Spendern herzlich Danke sagt.
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