„Gera andererseits“ - Zabelschüler auf Entdeckertour jenseits touristischer Pfade

Den Reiz alter Bausubstanz erkennen wählte Thore Arnold das Motiv der ehemaligen Zigarettenfabrik Mahalesi.
Gera. Nach dem „Klein-Montmartre“ und entlang der „Gerschen Meile“ begaben sich die Achtklässler des Zabelgymnasiums beim 3. Pleinair mit Zeichenstift und Block auf Entdeckungstour jenseits der touristischen Pfade.

Unter dem Motto „Gera andererseits“ galt die Aufmerksamkeit der Schüler architektonischen Besonderheiten, die dem Besucher der Otto-Dix-Stadt Gera eher vorenthalten werden. Da auch diese Seite der Stadt ihre Schönheiten hat, ist es angebracht sie künstlerisch darzustellen. Genau das gilt es von den Schülern zu entdecken, den Reiz dieser alten Gebäude, Häusergruppen oder Straßen in sich aufzunehmen, erst einmal malerisch, grafisch oder als Skizze festzuhalten und dann künstlerisch weiter zu bearbeiten.

„Die Schüler sollen einen Blick entwickeln für alte Bausubstanzen in ihrem historischen und künstlerischen Wert sowie auch für die gestalterischen Möglichkeiten die sich darin für sie und ihre künstlerische Umsetzung offenbaren“, erläutert Kunsterzieher Wulf Gruber die Zielstellung. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen wählte er für die Arbeit der Schüler das Areal zwischen Südbahnhof, Geschwister-Scholl-Straße, Erfurtstraße und Christian-Schmidt-Straße. Mit seiner noch vorhandenen alten Bausubstanz, aber auch dem Hauch des Einzuges eines neuen Geistes, bietet gerade dieser Teil von Gera einen unerschöpflichen Fundus für die künstlerische Arbeit.

Besonders achten sollen die Schüler, so Wulf Gruber, der die dritte Auflage des Pleinairs gemeinsam mit seinen Fachkolleginnen Cornelia Osiwacz, Christiane Ebeling und Dr. Christine Heuer, inhaltlich betreut, auf eine spannende Gestaltung ihres Formates, auf die Beziehung zwischen Form und Objekt sowie auf die Regeln für die perspektivische Gestaltung.

Die Aufgabenstellung bezieht sich auf die Darstellung einer architektonischen Besonderheit für ein Infoblatt der Stadt Gera. Großes Interesse weckte bei den Schülern der historische Sächsische Bahnhof, das Gebäude der einstigen Zigarettenfabrik Mahalesi in der Erfurtstraße oder auch der Blick von der Geschwister-Scholl-Straße in Richtung Berggasse sowie auf ein Gebäude des ehemaligen Kompressorenwerkes.

Die in dem dreistündigen Projekt begonnenen Arbeiten, werden dann über die Sommerferien fertiggestellt. Eine Auswahl der besten Arbeiten wird dann, wie schon in den beiden Vorjahren, im Herbst in der Bürgergalerie des Vereins „Ja für Gera“ im Steinweg 5 zu sehen sein.
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