Geraer Musiker spielen für Flüchtlinge. Benefizkonzert am 13. September, 19 Uhr, in der Trinitatiskirche Gera

Wenn es um Hilfe geht, steht Cat Henschelmann immer mit auf der Bühne, egal, ob es um vom Hochwasser betroffene Geraer oder Flüchtlinge geht.
Gera: Trinitatiskirche | +++ Sven „Papamino“ Hammer: Fremd ist der Fremde dort, wo er sich fremd fühlt. Als ich ungefragt 1966 in die DDR kam und dann auch noch ein paar Jahre später anfing Hochdeutsch zu quaddern -und das in Gera- kann man sich das Ausmaß von Fremdfühlen vielleicht vorstellen. Irgendwann suchte ich mir die Welt der Musik als Ort der Emigration. Ich träume (wenngleich inzwischen in der reichen BRD angekommen), wie die meisten hierzulande, gelegentlich vom Auswandern in wärmere, herzlichere Gefilde. Bringt uns was mit von der Wärme, Ihr lieben Fremden, und lasst uns gemeinsam tanzen, dann fühlen wir uns zusammen weniger fremd. +++

+++ Cat Henschelmann: Ich empfinde es als selbstverständlich, Hilfesuchenden beizustehen. Herzlichkeit und menschliche Verbundenheit wachsen beim Teilen des Vorhandenen. So helfen wir uns auch selbst. +++

+++ Kira Shabliy: Alle Menschen, die zu uns flüchten, brauchen Hilfe und nicht unsere Meinung! Fremdenfeindlichkeit zeugt nur von eigener Schwäche! +++

+++ Lutz Geißler: Die Flüchtlinge haben sich nicht freiwillig auf diesen beschwerlichen Weg begeben und ihre Familien verlassen. Mögen sie hier ein neues Zuhause finden. Ich heiße sie willkommen. +++

+++ Jugendpfarrer Michael Kleim: Die aktuelle Flüchtlingsbewegung stellt auch uns in Gera vor Herausforderungen. Mit dem Benefizkonzert wollen Geraer Musiker in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchgemeinde ein klangvolles Zeichen der Willkommenskultur für Gera setzen und zugleich eine Spende zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit hier vor Ort sammeln. +++

+++ Alan Torres: Ich komme aus Mexiko, bin also selbst ein Fremder. Die jetzt hier eintreffenden Flüchtlinge haben nichts mehr, sie haben alles verloren. Lasst uns ihnen gemeinsam helfen. +++

Musik ist die Sprache der Verständigung, die über Grenzen von Kultur und Herkunft Brücken schlagen kann. Mehrere bekannte Geraer Musiker haben sich zusammen getan, ein Benefizkonzert, dessen Erlös der Flüchtlingshilfe gespendet wird, zu veranstalten. Organisiert hat das Konzert der aus Mexiko stammende Alan Torres gemeinsam mit seiner Familie. Mit den Einnahmen soll die finanzielle Situation der Flüchtlinge vor Ort verbessert werden. „Unterstützung ist dringend notwendig!“, sind sich die Künstler einig. Mit dem Konzert wollen die Musiker, gemeinsam mit der Evangelischen Stadtgemeinde Gera, ihre Solidarität mit Flüchtlingen deutlich hörbar machen und sich für einen offenen, humanen Umgang mit geflüchteten Menschen einsetzen. „Die Vielfalt an Klängen und Musikstilen, an Menschen und deren Lebensweisen wird Gera bereichern“, so Alan Torres.

Benefizkonzert für Flüchtlinge

St. Trinitatis Kirche Gera
13. September, 19 Uhr

Folgende Künstler treten auf:

Alan Torres - Orgel, Percussion, Didgeridoo, Oud, Ballaphone, Gong
Burkhard Schlothauer - Violine, Gitarre
Gonzalo Diaz - Opernsänger des Theaterchores Gera
Cat Hentschelmann
Lutz Geißler und Claudia Bierbaum von Dansa Banda - traditionelle und europäische Folkmusik
Sven "Papamino" Hammer mit KyraLyra – ukrainische und russische Romanzen
Claudia Gärtner - Orienttanz
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1 Kommentar
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Steffen Weiß aus Gera | 09.09.2015 | 15:24  
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