Heino singt in der Johanniskirche. Festliches Kirchenkonzert „Die Himmel rühmen“ am 12. Januar in Gera

Heino freut sich auf seinen Auftritt am 12. Januar in der Johanniskirche Gera.
 
Das neue Outfit von Heino geriet in die Schlagzeilen. Der Totenkopfring ist übrigens ein Geschenk seiner Frau Hannelore.
Gera: Johanniskirche | An diesem Ort wohl eher nicht. Aber auf anderen Bühnen kann es schon passieren, dass aus dem Publikum Höschen und BHs geflogen kommen. Das sind dann eher die rockigen Auftritte, die Heino mit einem Schlag in die Top Ten katapultiert haben. Beispielsweise wenn er als Überraschungsgast gemeinsam mit Till Lindemann, dem Frontmann von Rammstein, auf der Bühne beim Wacken-Festival steht. Die Heavy-Metal-Freaks beim größten derartigen Festival zeigten sich überrascht, als Heino im roten Mäntelchen inmitten der dunklen Rocker und der Feuershow der „Sonne“ entgegen fieberte. Letztlich haben sie ihn angenommen.

Es gibt Dinge, denen ist Heino über all die Jahre treu geblieben. Zu seinen Markenzeichen gehören die blonden Haare und die Sonnenbrille. Sein Schunkelimage hat der Volksmusik-Barde wohl selbst in Frage gestellt: Es muss doch noch mehr als den blau blühenden Enzian geben?! Mittlerweile 75-jährig fühlt er sich zwar noch als Junggebliebener, aber die Jugendsprache ist ihm logischerweise dennoch abhanden gekommen. Was man da macht? Borgen – fachmännisch in der Musikbranche eher unter dem Begriff „Covern“ bekannt. Anfangs umstritten, stürmt sein am 1. Februar 2013 erschienenes Album „Mit freundlichen Grüßen“ in Windeseile die Charts. Das neue Rocker-Image des Volksmusik-Barden mit Lederjacke findet Gefallen. Den Totenkopfring hat übrigens seine Hannelore beigesteuert. Heino hat sich selbst neu erfunden. Nach über 50 Jahren im Showgeschäft hat Heino sein erstes Nummer-Eins-Album produziert.

Das heißt aber nicht, dass der neue Star am Rockerhimmel jetzt nur noch mit „Junge“, „Sonne“, „Haus am See“ & Co vor dem Mikrofon steht. Das sind seine eigenen Interpretationen seiner persönlichen Helden der deutschen Musikgeschichte. Nach etwa 80 Rockkonzerten hat er sein Publikum um 40 Jahre verjüngt. Ein „Held“ ganz anderer Art ist die Frau an Heinos Seite: Hannelore. Heino spricht sogar von „Wir sind eine Einheit“. Er liebt sie über alles. Und wenn Hannelore einen Wunsch äußert, wird der natürlich erfüllt. Dazu zählen auch seine Kirchenkonzerte, die sich Hannelore zum 30. Hochzeitstag im April 2009 gewünscht hat. Die Kirchentourneen 2009/2010 und 2011 waren von Erfolg gekrönt. 50.000 Gäste resümierten einhellig: Hier gibt Deutschlands bekanntester Volkssänger wieder einmal Maßstäbe vor. Alle Beteiligten waren sich einig: Diese außergewöhnliche Konzertproduktion muss unbedingt fortgesetzt werden. Und so geht es nach einer schöpferischen Pause im vergangenen Jahr mit der neuen Staffel „Die Himmel rühmen“ seit November in den Kirchen und Kathedralen Deutschlands weiter. Am 12. Januar, 17 Uhr, wird Heino in der Johanniskirche Gera auftreten.

Franz Lambert, der Welt-Virtuose auf der elektronischen Orgel, bereitet mit seinen Händen dem Solisten eine orchestrale Klangwolke, die den außergewöhnlichen Chorstimmen des Gloria-Terzetts jederzeit ebenbürtig ist. Vervollständigt werden die klassischen Arrangements noch von der Präsenz einer Konzertgitarre. Außerdem war es Heino ein Herzenswunsch, die Moderationen der Konzerte selbst zu übernehmen, um dem Zuhörer mit wissenswerten Einzelheiten die einzelnen Musikstücke näher zu bringen. Über das akustische Erlebnis hinaus gehend soll es auch ein optisches werden. Ob es sich gelohnt haben wird, einen von Deutschlands besten Lichttechnikern für die Tour zu verpflichten, entscheidet das Publikum.

Die Gäste in der Johanniskirche dürfen gespannt sein, wie Heino sein jüngstes musikalisches Schaffen in das Kirchenkonzert einbringen wird. Schließlich enthalten einige dieser Musiktitel auch christliche Botschaften, die zum Nachdenken anregen sollen. Es gibt zwar für das Konzert eine vorab festgelegte Titelfolge, aber Heino wäre nicht Heino, wenn er nicht auf sein Publikum eingehen würde: „Wir sind flexibel genug, das live zu entscheiden“, so Heinz Georg Kramm, wie Heino mit bürgerlichem Namen heißt. Apropos live. Vom Playback-Singen hält Heino nichts. Laut eigener Aussage singt er immer live!

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http://www.meinanzeiger.de/gera/themen/heino.html
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4 Kommentare
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Gunter Linke aus Saalfeld | 02.01.2014 | 13:21  
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Steffen Weiß aus Gera | 02.01.2014 | 13:36  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 02.01.2014 | 21:38  
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Maritta Byhan aus Hermsdorf | 07.01.2014 | 17:51  
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