Herzensprojekt startet in Gera – Mini Deckis möchten Flüchtlingskindern etwas Geborgenheit und Vertrauen schenken – Mithelfer gesucht!

Manuela Prautsch näht Kuscheldecken für Flüchtlingskinder und organisiert die Aktion Mini Decki jetzt auch in Gera
 
Hat die Idee "mini decki" für sich und Gera entdeckt: Manuela Prautsch
Gera: Akzeptanz! e.V. | Angefangen hat alles mit einem Beitrag zum Wochenende im Allgemeinen Anzeiger. "Das Jenaer Mini Decki Projekt fand ich spannend und wie zugeschnitten für mich", erinnert sich Manuela Prautsch aus Gera. Schon lange sammelt die Mittvierzigerin Stoffreste und hat sich ein kleines Atelier mit Overlock- und Nähmaschine im Dachgeschoß eingerichtet. Das Schneidern mit und für Flüchtlinge hatte sie schon lange ins Auge gefasst. "Mini Decki hat mich jedoch weit mehr begeistert, denn für Kinder ist das Ankommen in einem fremden Land noch unverständlicher. Die Decken sind eine Willkommensgeste für die Flüchtlingskinder.", sagt Manuela Prautsch. "Es soll nicht nur eine wärmende Decke sein, sondern auch etwas mit dem die Kinder spielen oder die sie mitnehmen können, wenn ihre Reise weitergeht."
Erst recht spät, so erzählt die dreifache Mutter, entstand die Lust zum Selberschneidern. Ihre beiden älteren Söhne mussten darauf verzichten. Umso mehr freut sich der Jüngste über die Sachen aus kreativen Händen.
Manuela Prautsch selbst arbeitet als Dozentin für Englisch an der Geraer Volkshochschule (GVHS) und nutzte Nähkurse, um sich diese neuen Fähigkeiten anzueignen. Mittlerweile bietet sie selbst Workshops für Nähen an. Jetzt freut sie sich, Nähen und ehrenamtliche Hilfe für die Flüchtlingskinder verbinden zu können.
Die "Mini Decki-Idee" stammt ursprünglich von Simone Maurer aus der Schweiz. "Jedes Flüchtlingskind braucht eine eigene Kuscheldecke, die Trost und Geborgenheit spendet", beschreibt die Schweizerin ihr Anliegen. "Mini Decki" ist Schweizerdeutsch und heißt "Meine Decke." Im Sommer und Herbst letzten Jahres kamen mit den Flüchtlingen auch viele Kinder nach Europa. Rasch verbreitete sich die Idee in der ganzen Schweiz, in Österreich und in Deutschland. In vielen Städten entstanden ehrenamtliche Teams, die Decken nähen und an die Flüchtlingskinder verteilen.
Deutschlandweit ist ein Netzwerk von Action-Teams entstanden. Neben Jena möchte Manuela Prautsch in Gera eine weitere Gruppe für Thüringen ins Leben rufen.
Nach den ersten Aktivitäten geht die Arbeit jetzt erst richtig los. Es müssen Räume, Material und Nähtreffs organisiert und Kontakte zu den Flüchtlingsunterkünften geknüpft werden. Die Baby- und Kinderdecken sollen dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden. Auch eine Facebookseite ist im Entstehen. "Ich mache das aber gern. Wenn man die Kinder vor der mazedonischen Grenze sieht, möchte man helfen, aber es geht nicht. Umso mehr wünsche ich mir, dass die Decken den Kindern hier bei uns etwas Wohlgefühl und Freude bereiten."
Manuela Prautsch hofft auf viele tatkräftige Helfer. Einen Kooperationspartner hat die Initiatorin im Verein Akzeptanz! e.V. gefunden. "Hier konnte ich zum Tag der offenen Tür, am 18. März, Näherinnen aus Jena kennenlernen, die selbstgeschneiderte Decken an Flüchtlinge verteilt haben." Räumlichkeiten in der Beethovenstraße 17 werden "mini decki Gera" als Nähtreff und als eine Anlaufstelle für Spenden dienen.
"Wir brauchen viele Hände zum Zuschneiden, Stecken und Nähen. Die Nähanleitung und das nötige Material erhalten die Teilnehmer von uns.", erklärt Manuela Prautsch.
Derzeit werden dringend elektrische Nähmaschinen und Spenden für Inletts gesucht. "Die Inletts mit dem Namen "Myskgräs" kaufen wir bei einem schwedischen Möbelhersteller. Aus einem Stück entstehen jeweils vier Babydecken oder zwei Kinderdecken.", sagt Manuela Prautsch. "Es ist unser Mitgefühl, unsere Empathie für die Flüchtlingskinder, die den Jungen und Mädchen zeigt, dass sie in unserem Land willkommen sind, ein Zuhause und eine Zukunft haben."

Zur Sache:
Die Aktion initiierte die Schweizerin Simone Maurer.
Mini Decki ist Schweizerdeutsch und bedeutet "meine Decke".
Die Aktion ist auf Spenden angewiesen.
Bettwäsche bzw. Baumwollstoff, bis 60 Grad waschbar oder Bargeldspenden sind willkommen
Auch Einkaufsgutscheine für Inletts (Myskgräs) eines schwedischen Möbelherstellers helfen.
Wer kann eine elektrische Nähmaschine abgeben?
Jeder ist willkommen. Wer nicht nähen kann, ist zum Zuschneiden und Abstecken eingeladen.
Infos: Mini Decki Deutschland – www.minidecki.de

Termin:
Mini Decki-Nähtreff Gera: 15. April ab 16.00 Uhr im Beratungsraum von Akzeptanz! e.V., Beethovenstraße 17, 07548 Gera

Stoffspenden können hier abgegeben werden:
Akzeptanz! e.V. Beethovenstr. 17, 07548 Gera
Stoff Haase, Berliner Straße 181 ,07546 Gera

Inform@tion:
Kontakt: minidecki.gera@gmx.de
Facebook: www.facebook.com/minidecki.gera
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