Kräftiges Rot, das ins Auge sticht - Seit Montag werden auf dem Biohof Aga neben Gurken auch Bio-Tomaten geerntet

Gartenbauingenieurin Carolin Ullrich hat nicht nur ein glückliches Handchen für den Bioanbau, sondern auch den Blick dafür, ob die Biotomaten richtig gedeihen.
 
Vor dem Kauf der Biotomaten, sich selbst von Qualität und Geschmack überzeugen, Einzelhändler Roger Borgolte.
Gera-Aga. Reife Tomaten riechen köstlich und sehen zum Anbeißen lecker aus. Verständlich, dass die fleißigen Arbeiter von der Lebenshilfe Gera auf dem Biohof Aga beim Abnehmen der reifen Tomaten auch gern einmal in eine der köstlichen roten Tomaten hineinbeißen.

Auf die Tomatenernte haben sie sich schon seit längerem gefreut, mussten sie doch, auf ihrem Weg zur Gurkenernte an den Tomatenpflanzen täglich vorübergehen. Sie haben die Pflanzen förmlich wachsen und die Tomaten reifen sehen. Noch überwiegt zwar bei den runden Früchten das Grün an den Rispen, doch überall sticht die knallrote Farbe der reifen Tomaten ins Auge. Es ist so, als hört man sie sagen: pflückt mich und esst mich.

Mit Argusaugen überwacht die Geschäftführerin des Biohofs Aga, Carolin Ullrich das Gedeihen der 6500 Tomatenpflanzen auf dem 5.000 Quadratmeter großen Areal im modernsten Bio-Gewächshaus Europas.

Schon seit Tagen ist die Nachfrage nach den Biotomaten groß. Was Carolin Ullrich über die Qualität der Gurken vom Biohof Aga versprochen hatte, davon konnten sich die Kunden schon überzeugen, deren Urteil einhellig ausfiel: Top Qualität. Werden die Kunden auf Agaer Biotomaten ebenso abfahren?

Der Geraer Einzelhändler Roger Borgolte war der erste, der Gurken vom Biohof Aga in sein Sortiment aufgenommen hatte. Seit Wochen nun reist die Nachfrage nicht ab und seit Tagen gab es Nachfragen seitens der Kundschaft, ob es nicht auch bald die Biotomaten gibt. Seit Montagmittag kann er die Wünsche seiner Kundschaft erfüllen. Um den Wunsch seiner Kundschaft nach den Biotomaten zu erfüllen, hat er die ersten Kisten mit den Tomaten gleich selbst vom Biohof angeholt.

Carolin Ullrich war gerade auf den Weg in Gewächshaus um den Flug der Hummeln zu kontrollieren. „Wir setzen zur Befruchtung Hummeln ein. Um an den Pollen in der Blüte heranzukommen, beißen sich die Hummeln am Stempel der Blüte fest. Die Biss-Stellen der Hummeln an den Tomatenblüten sind nach einiger Zeit als brauner Fleck zu erkennen. Die Hummelvölker werden nicht der Natur entnommen, sondern in Spezialbetrieben herangezogen“, erklärt die Gartenbauingenieurin, während sie einige der reifen Tomaten von der Rispe abknipste und zur Verkostung reichte. Schon bei der Wahl der Pflanzen hatte Carolin Ullrich auf Qualität und Geschmack gesetzt und hatte sich für die Tomate der Sorte „Lyterno“ entschieden.

„Es ist der kräftige Rot-Ton der dem Käufer ins Auge fällt und ihn so zum Kauf anregen soll“, begründet sie ihre Entscheidung. Was der Duft im Gewächshaus verspricht, gilt auch für den Geschmack, meinte Roger Borgolte nach einigen Kostproben und entscheidet sich spontan, gleich acht Kartons, gefüllt mit Biotomaten, ins Auto zu laden. Während dessen läuft in der Verpackungshalle des Biohofs die Sortiermaschine. Die geernteten Tomaten werden nach verschiedenen Größen sortiert und in Kartons verpackt. Um sicherzustellen, dass die Biotomaten beim Transport nicht beschädigt werden, sollten das Füllgewicht in den Kartons nicht mehr als sechs Kilogramm betragen.

Alle Hände voll zu tun haben Susanne König und Maik Rothe, die die Spindeln aufbereiten und Kartons zusammenfalten. Danach gefragt, ob sie auch schon einmal die Tomaten gekostet haben, sagen sie fast gleichzeitig, die waren lecker, auch die Kleinen und meinten damit die Cocktailtomaten der Sorte „Ambrosia“.

Will man einem alten Sprichwort glauben, dann ist ein Sommer ohne Tomaten wie ein Sommer ohne Sonne. Na mit dem Sommer und der Sonne ist es so eine Sache, aber was die Tomaten betrifft, da scheint es ja doch noch zu klappen, denn noch ist der Sommer nicht zu Ende. Das Sprichwort ist jedenfalls eine Hommage an die Tomate, ist sie doch weltweit die Nummer 1 im erwerbsmäßigen Gemüsebau. Will man der Statistik glauben schenken, dann schmecken Tomaten so gut, dass im Durchschnitt jeder Deutsche davon jährlich 17 kg isst, warum nicht auch Biotomaten.
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2 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 27.08.2011 | 00:11  
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Reinhard Schulze aus Gera | 27.08.2011 | 12:19  
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