Pflegbedürftigen Schutz und Geborgenheit bieten - Geraer Samariter feiern am 11. August Richtfest für ihr Seniorenpflegeheim im ehemaligen Rittergut Gera-Rubitz

Über Bauzeit, Bauherr und am Bau des Seniorenpflegeheims beteiligten Firmen, kündet eine Bautafel am Eingang zum künftigen ASB-Seniorenpflegeheim.
 
ASB-Geschäftsführer Hartmut Döhrer vor dem Gemälde von Malermeister Torsten Knoll aus Teichwolframsdorf, welches das ehemalige Rittergut, gelegen in landschaftlicher Idylle, zeigt.
Gera-Rubitz. Den Pflegebedürftigen Schutz und Geborgenheit bietend und gleichzeitig eingebettet in die Rubitzer-Gemeinschaft – dieses Ziel verfolgen alle am Bau des ASB-Seniorenpflegeheims beteiligten Partner.

Nach einer Bauzeit von sieben Monaten feiern die Geraer Samariter gemeinsam mit Bauarbeitern, Architekten und Ingenieuren im Areal des ehemaligen Ritterguts am 11. August das Richtfest für ihr neues Seniorenpflegeheim in der Rubitzer Straße 27a.
An das Rittergut selbst erinnern nur noch Mauerreste, die in das Ambiente des Seniorenpflegheimes eingefügt sind. Ein Abriss des Ritterguts ließ sich aus bautechnischen Gründen nicht verhindern. Wie das Rittergut einmal ausgesehen hat, eingebettet in die landschaftliche Idylle, davon kündet ein Gemälde des Malermeisters Torsten Knoll aus Teichwolframsdorf, aufgezeichnet auf einem der erhaltenen Mauerstücke.
Der Historie folgend, war das Gut im Verlauf der Jahrhunderte in Besitz wechselnder Lehnsherrschaften und wurde 1681 von Katharina Elisabeth von Reuß erworben, die das Gut als Sommer- und Wintersitz nutzte. Mit der Auflösung der Thüringischen Kleinstaaterei vom Staat übernommen, wurde es bis Anfang der 70er Jahre als Volkseigenes Gut bewirtschaftet. In der Pächterwohnung des Gutes soll sich ein von Schmutz und Spinnweben überzogenes Marienbild befunden haben. Der Sage nach hieß es, falls das Bild gereinigt würde, würden Pächter und Vieh sterben.

Doch davor müssen sich die künftigen Bewohner nicht fürchten. Im Gegenteil, auf die 77 pflegbedürftigen Senioren, die Anfang Februar 2012 im Seniorenpflegeheim ihr neues Zuhause beziehen sollen, warten erfahrene ASB-Mitarbeiter, die sie dann liebevoll pflegen und betreuen. Sie alle haben im Pflegeheim „Grüner Weg“ bereits eine anerkannt gute Arbeit geleistet. In Aus- und Weiterbildung wurden sie auch speziell auf die Erfordernisse einer zunehmenden Dementenbetreuung vorbereitet.

Erworben wurde das 13.000 Quadratmeter große Areal 2009 vom Land Thüringen durch den Bauherr ASB Regionalverband Ostthüringen e.V. mit Sitz in der Wiesestraße 41 in Gera, unter der Auflage dort ein Seniorenpflegeheim zu bauen. Eigentlich war der Baubeginn für April 2010 geplant, dem 20-jährigen Gründungsjubiläum des Regionalverbandes, doch die Genehmigungsverfahren gestalteten sich komplizierter als vorher gedacht. So musste der Boden von Schadstoffen befreit wie auch die Bodentragfähigkeit stabilisiert werden. Und wie es im Leben so spielt, wenn es schon Probleme gibt, kam mit dem frühen Einbruch und dann noch lang anhaltenden Winter ein weiteres hinzu.

Doch davon ließen sich weder Bauherr noch die am Bau beteiligten Unternehmen, die vorwiegend aus der Region kommen, abschrecken. So sehen sich die Bauschaffenden heute dennoch im Plan und ASB-Geschäftsführer Hartmut Döhrer stellt die planmäßige Fertigstellung des Pflegeheimneubaus zum Jahresende, so wie es auch von der Bautafel kündet, nicht mehr in Frage. Besonders wichtig, so der ASB-Geschäftsführer, sei aber auch, dass parallel zum Hausneubau die anspruchsvollen Parkanlagen zur Nutzung mit übergeben werden.

„Das Seniorenpflegheim wird als integrative Einrichtung betrieben, so dass Bewohner mit und ohne Demenz gemeinsam gepflegt und betreut werden können. Den höheren Anforderungen bei der Pflege und Betreuung von dementen Personen wird dabei besondere Beachtung geschenkt. Die Unterbringung unserer Bewohner erfolgt ausschließlich in behindertengerecht gestalteten Ein-Bett-Zimmern mit Sanitärbereich. Auf jedem Wohnbereich befindet sich darüber hinaus jeweils noch ein separates Pflegebad. Das Versorgungskonzept sieht vor, das Frühstück, Zwischenmalzeiten, Abendbrot, Nachtisch und Beilage jeweils frisch auf den Wohnbereichen zubereitet werden. Dies schafft auch die Möglichkeit, dass die Bewohner im Rahmen therapeutischer Maßnahmen in die Zubereitung mit einbezogen werden können“, so ASB-Geschäftsführer Hartmut Döhrer.

Mit der großzügigen Gestaltung der Freiflächen, mit Einordnung eines geschützten Bereiches, soll unter Verwendung therapeutisch genutzter Gartenflächen für die Pflege und Betreuung von an Demenz erkrankter Personen Akzente gesetzt werden. Im Freiflächen-Aufenthaltsbereich sind nach dessen Fertigstellung ein Streichelzoo sowie ein Brotbackofen, eine Grillecke und der restaurierte Ziehbrunnen integriert.

Der Investitionsaufwand für das Seniorenpflegheim beläuft sich auf 5,1 Millionen Euro, finanziert aus Eigenmitteln und Kreditaufnahme. Nach Aussage von Hartmut Döhrer werden rund 35 neue Arbeitsplätze geschaffen und das Ortsbild von Gera-Rubitz durch den Bau des Seniorenpflegeheims insgesamt aufgewertet. So entstehe ein neues Zentrum in Verbindung mit der im Ort vorhandenen Gaststätte und der Bäckerei.
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4 Kommentare
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 07.08.2011 | 10:35  
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Petra Seidel aus Weimar | 07.08.2011 | 12:13  
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Reinhard Schulze aus Gera | 08.08.2011 | 18:42  
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Regina Pfeiler (aus Gera) aus Gera | 08.08.2011 | 22:51  
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